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12. Juni 2009, 06:44 Uhr

Gewalt erreicht neuen Höhepunkt

Die Situation verschlechtert sich weiter dramatisch: In Afghanistan hat die Gewalt nach Angaben des US-Militärs einen neuen Höhepunkt erreicht. Allein in der vergangenen Woche gab es mehr als 400 Angriffe von Aufständischen. Das sei die höchste Zahl seit der von den USA geführten militärischen Niederschlagung des Taliban-Regimes 2001.

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Auch Bundeswehrsoldaten sind am Hindukusch stationiert© Michael Kappeler/DDP

Die Gewalt in Afghanistan ist nach US-Angaben auf den höchsten Stand seit 2001 gestiegen. In der vergangenen Woche seien mehr Sicherheitsvorfälle als jemals zuvor seit dem Sturz der radikal-islamischen Taliban verzeichnet worden, sagte der Oberbefehlshaber der US-Truppen in der Region, General David Petraeus, bei einer Veranstaltung in Washington. Es gab 400 Angriffe von Aufständischen. In den ersten fünf Monaten des Jahres stieg die Zahl der Angriffe durch Aufständische gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 59 Prozent, wie aus einem Bericht der Nato-Schutztruppe Isaf hervorgeht. Besonders stark nahm die Gewalt demnach im Süden des Landes zu: Dort stieg die Zahl der Extremistenangriffe im Zeitraum von Januar bis Mai im Vergleich zum Vorjahr um 78 Prozent.

"Ohne Frage, die Situation hat sich verschlechtert", sagte Petraeus bei einer Konferenz des Sicherheitsinstituts "Center for a New American Security" in Washington. "Dies müssen wir ändern." Zugleich kündigte er nach einem Bericht der "Washington Post" im Zusammenhang mit dem von US-Präsident Barack Obama angekündigten Strategiewechsel beim Kampf gegen die Aufständischen "harte Monate" an.

"Vor uns liegen einige harte Monate", warnte Petraeus. Die Gewalt werde teilweise noch zunehmen, da die Truppen Jagd auf die Rückzugsorte der Aufständischen machen würden. Dem Isaf-Bericht zufolge stieg die Zahl der Einsätze von afghanischen und Nato-Truppen in den ersten fünf Monaten des Jahres um rund ein Drittel. Die USA haben ihre Truppen in Afghanistan seit Ende 2008 von rund 32.000 auf derzeit 56.000 Soldaten aufgestockt. Petraeus rechnet damit, dass die Truppenstärke bis zum Herbst auf insgesamt 68.000 anschwellen wird. Neben der verstärkten Truppenpräsenz gilt auch der milde Winter als Grund für den Anstieg der Gewalt: Taliban-Kämpfer und andere Aufständische konnten dadurch ungehindert von Pakistan aus nach Afghanistan eindringen.

Erst am Mittwoch hatte der US-Senat grünes Licht für die Berufung von General Stanley McChrystal zum neuen Oberkommandierenden der US- und Nato-Truppen in Afghanistan gegeben. Der Experte für Spezialoperationen soll als Nachfolger des abgesetzten Kommandeurs David McKiernan den Kampf gegen die wiedererstarkten Taliban voranbringen.

Reuters/DPA
 
 
KOMMENTARE (1 von 1)
 
Administrator (12.06.2009, 10:44 Uhr)
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