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18. November 2009, 08:38 Uhr

Parteifreunde warnen Obama vor Truppenaufstockung

In den USA wird derzeit viel spekuliert, wieviel zusätzliche Soldaten Präsident Barack Obama nach Afghanistan entsenden wird. Geht es nach einigen seiner Parteifreunde, wird der Friedensnobelpreisträger keinen einzigen weiteren Mann an den Hindukusch schicken.

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Verstärkung in Sicht: US-Marines auf Patrouille in der afghanischen Provinz Helmand© AFP

US-Präsident Barack Obama ist von mehreren Abgeordneten seiner Demokratischen Partei aufgefordert worden, die geplante Aufstockung der US-Truppen in Afghanistan zu überdenken. Sie hätten Zweifel an der Entsendung zusätzlicher Truppen und an zusätzlichen Ausgaben, "solange die Zielsetzung des Einsatzes unklar" sei, heißt es in einem am Dienstag (Ortszeit) veröffentlichten Schreiben von fünf Kongress-Abgeordneten. Methoden zur Bewertung des Afghanistan-Einsatzes seien "mangelhaft oder nicht vorhanden", heißt es in dem Papier. Der Einsatz müsse umfassend überdacht und vollkommen neu definiert werden, fordern die fünf Abgeordneten um Mike Honda aus dem Bundesstaat Kalifornien. Es müsse darum gehen, eine "mutige Strategie der Versöhnung" auszuarbeiten.

Amerikaner sehen Einsatz kritisch

Obama liegen mehrere Pläne zur Änderung des Afghanistan-Einsatzes vor, die zumeist eine Aufstockung der Truppen um 20.000 bis 40.000 Soldaten vorsehen. Der Präsident hat eine "baldige" Entscheidung in Aussicht gestellt. Derzeit sind in Afghanistan 68.000 US-Soldaten stationiert. Eine Umfrage der "Washington Post" und des Senders ABC ergab, dass die Ansichten der US-Bürger über den Einsatz weit auseinandergehen. 44 Prozent vertraten die Ansicht, der Militäreinsatz am Hindukusch seit 2001 habe sich gelohnt, mehr als die Hälfte - 52 Prozent - finden dies jedoch nicht.

Viele Bürger im Westen fragen sich mittlerweile, wie sinnhaft die Verteidigung einer Demokratie wie der in Afghanistan überhaupt ist. Die Hilfsorganisation Oxfam beklagt in einem Bericht über die "Kosten des Krieges" die weitverbreitete Korruption und Gewalt und kommt gar zu dem Schluss, dass es eine derartige Gewalttätigkeit wie derzeit in dem Land seit 2001 nicht gegeben habe. Oxfam rief die Regierung von Präsident Hamid Karsai auf, umgehend für rechtstaatliche Verhältnisse zu sorgen sowie die Korruption und die Vetternwirtschaft zu beenden. Für den Bericht wurden 704 afghanische Männer und Frauen zu ihren Erfahrungen seit der sowjetischen Invasion Ende der 1970er Jahre befragt. Am Donnerstag soll Karsai für eine weitere Amtszeit vereidigt werden.

AFP
 
 
KOMMENTARE (4 von 4)
 
Gisella (18.11.2009, 13:20 Uhr)
Wie immer
verschwenden wir mit unseren kommentaren unsere zeit. keiner -auch Obamaaaa wird nicht zugeben, daß es ein sinnloser krieg-gegen wen eigentlich-ist. Die USA haben damals die Taliban gegen die Sovietunion aufgerüstet und müssen heute dieselbigen Taliban bekämpfen. Schade , um jedes verlorene Leben dort- sei es ein US -oder jeder andere Soldat.
Oluja (18.11.2009, 12:24 Uhr)
@Evgen323, macht nichts, wer nicht hören will der wird fühlen und sie werden sehen wie schnell es die amis mit dem rückzug eines tages haben werden wenn noch viele mehr milliarden in afghanistan versichern und noch viele mehr gi´s im sarg oder als krüppel heim kommen.

das was wir heute erleben ist das selne wie 1985-1999 in afghanistan, indme damals auch die sovjets trotz offensichtlicher niederlage imme rmehr truppen shcickten und imme absurdere durchhalteparolen und endsiegblödsinn verzapgten, wie heute die USA, ISAF und die NATO vasallen, incl. D.

tja, wie man sieht tatsächlich NIX aus der historie gelernt, macht nichts, dafür wird das lehrgeld mit jedem tag teurer.
Evgen323 (18.11.2009, 12:12 Uhr)
Nicht aus Fehlern lernen
Ich wollte gerne auf den Satz
?Erfahrungen seit der sowjetischen Invasion Ende der 1970er Jahre? eingehen.

Ich kann verstehen, dass die Sowjetunion gemischte Gefühle hervor ruft, auch das immer noch viele den Feind im Osten zu suchen versuchen.
Nach dem Einmarsch der Sowjetunion Ende der 70er bezeichneten die USA dies als eine Invasion und unter der eigenen Fürcht für sich durch die mögliche Erweiterung des Sozialistischen Systems, entschied man nach dem Spruch ?Der Feind meines Feindes ist mein Freund? zu handeln, und hat die Talibanbewegung, und die die damals anders hießen, massiv unterstützt.
Die Ziele der Sowjetunion und der USA unterschieden sich schon. Aber das wichtigste bleibt dasselbe ?Frieden und Ordnung?. Das Vorgehen unterscheidet sich auch kaum: Die USA kämpfen heute gegen Taliban, gegen dieselben Leutz haben damals die Sowjets gekämpft.

Was ich damit sagen will: Wenn man heute und nach heutigen Erkenntnissen immer noch von der sowjetischen Invasion in Afghanistan spricht, will man aus den Fehlern der anderen nichts gelehnt haben. Ist ja auch kein Wunder wenn man nicht in der Lage ist(war) die Kragweite ende der 70er zu verstehen.

Tja, dann muss man eben Eigene Fehler machen!
Oluja (18.11.2009, 10:42 Uhr)
"Parteifreunde warnen Obama vor Truppenaufstockung"

tja, offebra begreifen immer mehr das mehr truppen = mehr opfer und verwüstungen auf allen seiten bedeutet.

erst wnen alle besatzer da sland verlassen besteht hoffnung auf eine beruhigung in afghanistan, sei es mit bürgerkrieg, dies sollen aber die afghanen selbst untereinander aus machen.

"Viele Bürger im Westen fragen sich mittlerweile, wie sinnhaft die Verteidigung einer Demokratie wie der in Afghanistan überhaupt ist."

ein brüller!, will man im ernst die korrupte, diktaturähnliche, massiv wahlfälschende und völlig unfähige vasallenregierung/marionette in kabul eine demokratie nennen?, ich lach mit tot?, dann ist demnach nordkorea auch demokratisch oder? :-))
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