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18. Juni 2007, 08:10 Uhr

Sieben Kinder bei US-Luftangriff getötet

US-geführte Truppen haben bei einem Angriff im Osten Afghanistans sieben Kinder getötet. Das US-Militär bedauerte den Zwischenfall. Der Angriff habe Al-Kaida-Kämpfern gegolten, die sich nahe einer Moschee versteckt hätten.

Archiv-Bild vom 16. Juni: US-Militärs in den Straßen von Kabul© Omar Sobhani/Reuters

Bei einem Luftangriff auf ein mutmaßliches Al-Kaida-Versteck nahe einer Moschee im Osten Afghanistans sind sieben Kinder getötet worden. Das bestätigte das US-Militär in Afghanistan am Montag. Der Vorfall am Vorabend in der Provinz Paktika sei sehr bedauerlich.

Überlebende Kinder hätten ausgesagt, dass sie von den Terroristen gezwungen worden seien, in dem Gebäudekomplex zu bleiben, sagte Militärsprecher Chris Belcher. Dies sei ein weiteres Beispiel dafür, dass Terroristen der Organisation Al Kaida Zivilisten und Moscheen nutzten, um sich in ihrem Schutz zu verbergen.

Es habe zuverlässliche Informationen gegeben, dass Kämpfer der Terrororganisation in dem Gebäudekomplex, in dem neben einer Moschee auch eine Religionsschule war, Unterschlupf gefunden hätten und daraufhin sei ein Luftangriff angeordnet worden. Bewohner hätten bestätigt, dass bei dem Angriff auch mehrere Al-Kaida-Kämpfer getötet worden seien. Zwei weitere seien festgenommen worden.

"Wir bedauern, dass Unschuldige ihr Leben auf Grund der Feigheit der Kämpfer verloren haben", sagte Belcher. Er betonte, an der Moschee sei nur geringer Schaden entstanden.

Wie das US-Militär am Montag weiter mitteilte, kam es in der südlichen Unruheprovinz Helmand in der Nacht zu schweren Kämpfen. Am Wochenende hatte es eine Serie von Anschlägen gegeben, bei denen auch mehrfach Zivilisten getötet wurden. Bei dem schwersten Anschlag, am Sonntag in Kabul, starben 35 Menschen, die meisten davon Polizisten.

DPA
 
 
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