. .
Politik im Ausland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
27. März 2009, 16:06 Uhr

Obama will "Krebsgeschwür" Al Kaida zerstören

US-Präsident Barack Obama verstärkt den Kampf gegen den Terror. Seine neue Strategie: mehr Soldaten für Afghanistan und finanzielle Hilfe für Pakistan. Das Ziel: die Zerschlagung von Al Kaida und ein Zurückdrängen der Taliban. Europa ist von dem neuen Ansatz begeistert.

Obama, Al Kaida, Taliban, Kampf, Zerstörung

Kündigt den Islamisten einen konsequenten Kampf an: US-Präsident Obama© Ron Edmonds/AP

US-Präsident Barack Obama hat die Zerstörung der radikal-islamische Al Kaida in den Mittelpunkt seiner neuen Afghanistan-Strategie gerückt. Nach Einschätzung von Geheimdiensten plane das Terrornetzwerk aktiv von den Rückzugsgebieten in Pakistan aus Angriffe in den USA, sagte Obama am Freitag bei der Präsentation seiner Strategie in Washington. Er bezeichnete die Islamisten und deren Verbündete zudem als Krebsgeschwür, das Pakistan von innen heraus zu töten drohe. Die Lage im benachbarten Afghanistan sei zunehmend gefährlich. Sollte Afghanistan wieder an die Taliban fallen, "wird dieses Land zu einem Stützpunkt für Terroristen, die uns töten wollen", warnte Obama.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und andere europäische Spitzenpolitiker begrüßten seinen Ansatz. Der US-Präsident sagte, das amerikanische Volk müsse begreifen, dass Pakistan Hilfe im Kampf gegen Terroristen brauche. Zudem sei die Lage in Afghanistan "zunehmend gefährlich". Zuvor war bereits in Washington bekannt geworden, dass die US-Kampftruppen in Afghanistan bis Ende des Jahres um 17.000 Mann verstärkt werden. Zusätzlich werden 4.000 Militärausbilder entsandt, um die afghanischen Sicherheitskräfte schnell in die Lage zu versetzen, selbst Ruhe und Ordnung zu garantieren.

Steinmeier und mehrere seiner EU-Kollegen begrüßten beim EU-Außenministertreffen in Tschechien vor allem diesen Punkt. Der italienische Ressortchef Franco Frattini kündigte die Entsendung zusätzlicher Militärpolizisten nach Afghanistan an, um die Ausbildung der einheimischen Sicherheitskräfte voranzubringen. Steinmeier sagte: "Die neue amerikanische Strategie ist doch den europäischen Vorstellungen unseres Einsatzes dort in Afghanistan sehr, sehr angenähert."

Obama setze eine "Priorität beim Wiederaufbau", so Steinmeier. Wichtig sei aber auch, "dass wir die afghanischen Sicherheitskräfte schnell und möglichst nachhaltig ertüchtigen, die Sicherheitsaufgaben selbst zu übernehmen", betonte der Bundesaußenminister. Daran sei die EU bereits beteiligt, aber "die Unterstützung kann in der Tat noch umfangreicher werden". Obama forderte unmissverständlich den militärischen Sieg über Taliban und Al Kaida. "Wir haben ein klares Ziel: Al Kaida in Afghanistan zu zerschlagen, aufzulösen und zu besiegen", sagte er. Dies müsse erreicht werden, und es könne keine gerechtere Sache geben. "Und an die Terroristen, die gegen uns sind, ist meine Botschaft dieselbe: Wir werden euch besiegen."

Die Bekanntgabe der neuen Afghanistan-Strategie wurde zeitlich so angesetzt, dass sie die Haager Afghanistan-Konferenz am kommenden Dienstag mit Außenministern aus 80 Staaten - darunter US-Außenministerin Hillary Clinton und eine iranische Delegation - sowie den NATO-Jubiläumsgipfel Ende kommender Woche nachhaltig prägen kann. Auch Pakistan nimmt teil. "Ich freue mich zu sehen, dass Pakistan jetzt in der EU eine höhere Priorität einnimmt", sagte der britische Außenminister David Miliband. Frattini erklärte, seine Regierung wolle zusätzliche Militärpolizisten nach Afghanistan schicken. Rund 50 Carabinieri sind bereits vor Ort. "Italien ist bereit, mehr zu tun und Carabinieri zur Ausbildung der afghanischen Polizei zu schicken", sagte Frattini. Zur Präsidentenwahl würden zudem 200 bis 250 italienische Soldaten nach Afghanistan entsandt

Auch Pakistan begrüßte die neue Afghanistan-Strategie der USA. "Ich denke, der Ansatz der neuen Obama-Regierung ist sehr positiv", sagte Pakistans Außenminister Shah Mehmood Qureshi bei einem Moskau-Besuch. "Sie gehen das Problem regional an." Pakistan sei willens, "dabei eine aktive und konstruktive Rolle zu spielen, weil wir der Ansicht sind, dass unser Frieden und unsere Sicherheit an die Lage in Afghanistan geknüpft ist", sagte er der Nachrichtenagentur Reuters.

AP/Reuters
 
 
KOMMENTARE (5 von 5)
 
Vincent_Vega (27.03.2009, 23:48 Uhr)
Hurra, bei einigen ist das Wochenende schon vorbei...
denn sie bashen die USA munter weiter ihre VTs über den als "Krieg gegen den Terror" getarnten "Krieg für Drogen" etc. genauso wie sie es auf der vorhergien Sternseite über Barack Obama und seine Verstärkung für Afgahnistan machen. Manchmal habe ich den Eindruck, dass der Stern-Admin einen alten Beitrag mit Änderungen in das Netz stellt, wenn die Diskussionen auf jegliches Niveau verlassen, aber hey, das könnte auch eine VT sein. Jedenfalls sind alle Verschwörungstheoretiker wieder versammelt, sogar die die sich in das Wochenende bereits verabschiedet hatten. Gute Nacht, morgen gehts bestimmt weiter.
chatahootchee (27.03.2009, 19:01 Uhr)
DUMM AUS DER WAESCHE GUCKEN
jetzt hier im Lande alle seine linken Waehler. Der Messiah schickt Soldaten und Waffen.
Ungeschickterweise hat er es oeffentlich angekuendigt, ohne sich mit anderen Nato-Staaten abzustimmen.
terrax (27.03.2009, 17:54 Uhr)
Fragt sich wer das Krebsgeschür ist?
"Er bezeichnete die Islamisten und deren Verbündete zudem als Krebsgeschwür, das Pakistan von innen heraus zu töten drohe." So weit ich weiß druckt Amerika auf Kosten der ganzen Welt US-Dollars... Fragt sich wer in der Welt das Krebsgeschwür ist. Was mich außerdem wundert ist, daß Obami ausgerechnet vor dem G20-Gipfel mit diesen Meldungen ankommt. Ich glaube da will Jemand sehr viel Geld kassieren... Bin ja mal gespannt auf den G20-Gipfel. Und Steinmeier noch so ein paar Knaller finden Obamis Idee natürlich wieder toll und deshalb findet Europa das ne tolle Idee? Liebe Medien ich bezweifel, daß in Krisenzeiten das Volk diese sinnlosen Kriege toll findet. Und wenn man dann dort ein paar angebliche Terroristen finden sollte gehören diese wahrscheinlich zur CIA oder zum BND. Tolle Wurst. Ich sag nur Sauerlandzelle ;-) Aber das hatten wir ja in den letzten Monaten schon desöfteren, daß Agenten verschiedener Geheimdienste an Attentaten beteiligt waren...
Blacky007 (27.03.2009, 17:46 Uhr)
Das Problem von Krebsgeschwüren
ist wohl bis zu Obama noch nicht durchgedrungen. Nur in den seltensten Fällen lässt sich Krebs wirklich besiegen und genauso wird es sich mit der Al Kaida und anderen Terrororganisationen verhalten.
-
Ich finde Afghanistan die größte Geldvernichtungsmaschinerie die zurzeit weltweit am Laufen ist und wen Obama hier nicht aufpasst, wird er ebenfalls Milliarden versenken und nur tote Soldaten produzieren.
Reality (27.03.2009, 17:46 Uhr)
Nicht zu vergessen...
es wird von entscheidender Wichtigkeit sein, dass die Mohnfelder weiterhin gut bewacht sein werden.
Denn dann haben die Geheimdienste immer genügend finanzielle Mittel um weiterhin ihr Unwesen treiben zu können.
Die Menschen dort sind zweitrangig, die werden erschossen oder zusammengebomt, das ist eben so es muß ja auch Kolateralschäden geben.
Hauptsache, dass die Kriegsindustrie genügend neue Waffen mit dem Geld der dummen Leute die Steuern zahlen bauen können und exorbitante Gewinne generieren können.
MEHR ZUM ARTIKEL
Kampf gegen den Terror Obama rüstet gegen Al Kaida auf

US-Präsident Barack Obama will das Terrornetzwerk Al Kaida in seinen Rückzugsgebieten in Afghanistan und Pakistan zerstören. Dies ist laut einem Medienbericht das Ziel einer neuen Strategie, die Obama im Laufe des Tages vorstellen wird. Er schickt Tausende weitere Soldaten und Ausbilder in die Region. mehr...

Nato-Gipfel "In Baden-Baden herrscht Obamania"

Anfang April feiert die Nato ihren 60. Geburtstag, und Barack Obama wird erstmals als US-Präsident Deutschland besuchen. Die Sicherheitsvorkehrungen sind enorm. stern.de sprach mit den Oberbürgermeistern von Straßburg, Baden-Baden und Kehl über Gipfelgegner, Luxushotels und Carla Bruni. mehr...

Obamas Dialog-Angebot Taliban wollen Macht, keinen Krieg

Barack Obama wandelt auf den Spuren von Kurt Beck: Wie der ehemalige SPD-Chef will auch er Gespräche mit den gemäßigten Taliban in Afghanistan. Auch wenn die das Ersuchen brüsk ablehnen, dürften sie nicht unglücklich über die US-Charmeoffensive sein. Doch das eigentliche Problem des neuen Präsidenten dürfte ein anderes sein. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe