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26. März 2007, 17:21 Uhr

"Taliban dürsten nach deutschem Blut"

In groben Worten hat Mullah Obaidullah Achund, die Nummer drei der Taliban, der Bundeswehr mit Selbstmordattentaten gedroht. "Niemand wird verschont bleiben", sagte er in einem Zeitschriften-Interview. Ab Anfang April sind sechs deutsche Tornados im Einsatz.

Einer von hunderten Taliban-Anschlägen: Mitte März fuht im Süden Kandahars ein Selbstmordattentäter in einen Nato-Konvoi. Die Bilanz: Ein Toter, drei Verletzte© Abdul Qahir/Reuters

Ein ranghoher Talibanführer hat mit Selbstmordattentaten gegen die Bundeswehr in Afghanistan gedroht. "Niemand wird von ihnen verschont werden. Nicht die Deutschen, nicht die Briten, nicht die Kanadier und schon gar nicht die Amerikaner", sagte die Nummer Drei in der Hierarchie der Taliban, Mullah Obaidullah Achund, dem Magazin "Cicero" in einem am Montag veröffentlichten Interview. "Wir werden sie alle töten, wir dürsten nach ihrem Blut", fügte er hinzu. 6000 junge Krieger seien bereit, sich in Anschlägen auf die westlichen Truppen in Afghanistan zu opfern. Kleine Gruppen von Kämpfern seien in den vergangenen Wochen und Monaten nach Afghanistan eingesickert. An Waffen und Munition mangele es ebenso wenig wie an Unterstützung in der Bevölkerung. Das Interview wurde Ende Februar im pakistanischen Quetta geführt.

Atomwaffen? "Werden eingesetzt"

Auch der islamistische pakistanische Abgeordnete Maulana Noor Mohammed drohte Deutschland. "Deutschland ist ebenso ein Feind für die wahrhaft Gläubigen wie die USA", sagte er dem Magazin. Die Deutschen schickten Kampfflugzeuge in den Kampf gegen den Islam und massakrierten muslimische Gläubige. "Ich rufe alle wahrhaft gläubigen Muslime dazu auf, Deutschland und die Deutschen genauso zu bekämpfen, wie sie uns bekämpfen", sagte der Politiker.

Auf die Frage, was geschehen werde, falls die radikal-islamische Opposition im Atomwaffenstaat Pakistan die Macht übernehmen sollte, drohte Mohammed mit dem Einsatz von Nuklearwaffen. "Jede Waffe, die Gott den wahrhaft Gläubigen in die Hand gegeben hat, ist eine Waffe, die zur Verteidigung des Islams eingesetzt werden darf, eingesetzt werden muss und auch eingesetzt werden wird“, erklärte er.

Ab April sechs Tornados im Einsatz

Die Bundeswehr hat derzeit etwa 3200 Soldaten vor allem im Norden Afghanistans stationiert. Ab April sollen außerdem sechs Tornado-Jets Aufklärungsdaten aus ganz Afghanistan liefern und damit den Kampf gegen die radikal-islamischen Taliban unterstützen.Das Bundeskriminalamt (BKA) hatte bereits Mitte März gewarnt, dass sich die Sicherheitslage im früher relativ ruhigen Norden deutlich verschlechtert und beinahe der Situation im umkämpften Süden angeglichen habe. In islamistischen Drohvideos im Internet war in den vergangenen Wochen der Abzug der Deutschen aus Afghanistan gefordert worden.

Reuters
 
 
KOMMENTARE (5 von 5)
 
Malt (28.03.2007, 15:28 Uhr)
Mein Vater hat immer gesagt...
...es gibt einen Zeitpunkt, ab dem Reden keinen Sinn mehr hat und man zusehen sollte, dem Gegenüber aufs Maul zu hauen bevor er es tut.
Ich bin wahrlich kein Freund von Krieg, geschweige denn vom von den USA geführten "Kampf der Kulturen". Aber den Krieg in Afganistan, vor allem gegen diese durchgeschossenen Drecksbande der Taliban, die ich für total durchgeschossene Verrückte halte, halte ich für wirklich sinnvoll, auch wenn die Argumentation, die für diesen Krieg angeführt wurde, die Falsche war.
Aber die Taliban wollen Allah ja möglichst früh sehen, und so zynisch wie es klingen mag, aber den Gefallen sollte man Ihnen tun. Mir tut nur die bevölkerung in afganistan leid, die seit Jahrzehnten unter wechselnden Verrückten zu leiden hatten. Seins, die Russen, die Taliban oder die Amis (die den Taliban im Kampf gegen die Russen auch nicht zu Ungläubig waren, um das Pferd mal von der seite aufzuzäumen)..
detlefd (27.03.2007, 12:02 Uhr)
Dürsten nach deutschm Blut
Da kann man nur hoffen, das es bei den Selbstmordattentaten die in Zukunft bei uns passieren, doch die richtigen trifft, ich denke dabei besonders an unsere Politiker und Wirtschaftsführer
Possibilly (27.03.2007, 06:12 Uhr)
Dürsten nach deutschem Blut
Ja auch mein Vater sagte, wenn die Arbeit knapp wird, werden Kriege angezettelt.
Wo bitte sind wir Menschen vertreten von denen, die sich gerne Volksvertreter (Politiker) nennen?
Welcher Mutter wird wie einst (angeblich) bejahen, daß ihre Knaben eingesetzt werden. um Krieg spielen zu müssen?
Welches Recht maßt sich Deutschland an, sich als Rechtsprecher für andere Nationen aufzuspielen?
Wer von den Menschen, die ausgepreßt werden, die jeden Cent umdrehen müssen, will Kriegsbeteiligung? Wenn jetzt auch hier die Anschläge losgehen, ich denke, die Machthaber sollten doch monatlich in den Ring steigen, um fest zu stellen, wer von ihnen der GRÖßTE ist. Niemand möchte Krieg haben....kein Volk, denn das besteht aus Menschen, die versuchen zu leben...irgendwie im Gegensatz zu den Machthabern.
Ich kann gar nicht ausdrücken, wie sehr Angst in mir anwächst, denn kein Volk wird von den Politikern so vertreten, wie es sich die Menschen wünschen, die ihnen das großzügige Gehalt bezahlen, von den ein Arbeiter nach 20 Jahren knüppelharter Arbeit träumen würde.
Ich habe ANGST.
Ayubowan (26.03.2007, 22:26 Uhr)
Dürsten nach deutschem Blut
Mit Schröder fing es an, der es superwichtig fand, daß "unsere Jungs" auch in Jugoslawien kämpfen, - und nun schlägt Angela in die gleiche Kerbe. Wir sind wieder wer. Ich muss immer an meinen Vater denken, der einst sagte: "Wenn keine Arbeit mehr da ist und die Bevölkerung zu stark wächst, dann gibts irgendwann wieder einen Krieg." Es sieht so aus, als führen unsere Politiker uns gerade voll in einen solchen. Und nicht nur aus dem Deutschen Bundestag . . . nein, jetzt fordert unsere Kanzlerin auch noch eine Europa-Armee, damit wir auch ja an jedem Konflikt beteiligt sind und keine Gelegenheit verstreicht, in der wir unsere militärische Wiedererstarktheit demonstrieren. Lasst erst die ersten toten Deutschen aus Afghanistan kommen, dann sind es nur noch Monate, und dann reitet Angela voran. Wenns nicht so traurig wäre . . .
Rosenengel (26.03.2007, 22:08 Uhr)
"Dürsten nach deutschem Blut..."
Dann haben ja deutsche Politiker endlich erreicht, was sie wollten.
Herr Struck hat ja auch schon die Extra - Milliarden, die man dem deutschen Volk aus den Rippen gequetscht hat, für Afghanistan eingeplant.
Bravo, ein Bravo an alle deutschen Politiker.
Jedes Jahr weniger Deutsche in Deutschland (rund 150.000 wandern jedes Jahr ab), dafür wandern Moslems zu. Bravo und nochmals Bravo. Erhöht die Steuern, senkt die Leistungen, es fehlen Geld und Blut für Afghanistan. Bravo und nochmals Bravo.
Treibt Deutschland in den Ruin (Experten sagen, in spätestens 1 - 2 Jahren hat Spanien Deutschland in Punkto Lebensqualität und Einkommen überholt, heisst, dann ist Spanien reicher wie Deutschland) und die Deutschen aus dem Lande.
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