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4. November 2009, 18:16 Uhr

US-Generalstabschef Mullen fordert Gegenleistungen von Afghanen

US-Generalstabchef Michael Mullen hat die afghanische Regierung zu Gegenleistungen für eine mögliche Ausweitung des Militäreinsatzes der USA aufgefordert. Der afghanische Präsident Hamid Karsai müsse "bedeutsame Schritte zur Ausmerzung der Korruption" unternehmen, sagte Mullen am Mittwoch in Washington.

US-Generalstabchef Michael Mullen hat die afghanische Regierung zu Gegenleistungen für eine mögliche Ausweitung des Militäreinsatzes der USA aufgefordert. Der afghanische Präsident Hamid Karsai müsse "bedeutsame Schritte zur Ausmerzung der Korruption" unternehmen, sagte Mullen am Mittwoch in Washington. "Wenn wir nicht ein gewisses Maß an Legitimität und guter Regierungsführung bekommen, werden auch alle Truppen der Welt nichts ausrichten können", sagte er. Die Korruption der afghanischen Regierung bereite ihm "extreme Sorge".

An Präsident Karsai gerichtet formulierte der US-Generalstabchef folgende Forderungen: "Lassen Sie diejenigen fallen, die korrupt sind. Sie müssen diese Leute wirklich festnehmen und aburteilen lassen. Sie müssen konkrete Ergebnisse vorzeigen." Die Forderung nach einer politischen Erneuerung beziehe sich nicht nur auf die Hauptstadt Kabul, sondern "auch auf die Provinzen, die Distrikte", sagte Mullen. "Karsai muss endlich Verantwortung für sein eigenes Land übernehmen."

Karsai hatte am Dienstag eine bessere Regierungsführung versprochen. Beim ersten Auftritt nach seiner Ausrufung zum Wahlsieger kündigte er an, die Korruption bekämpfen und eine Einheitsregierung bilden zu wollen. Die US-Regierung berät derzeit in Washington mit der Militärführung über eine Aufstockung ihrer Truppen in Afghanistan.

AFP
 
 
 
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