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12. Juni 2009, 14:49 Uhr

Nato schickt erstmals Awacs-Aufklärer

Aufklärungsflugzeuge der Nato sollen die Flugsicherheit in Afghanistan verbessern. Die Allianz hat sich in Brüssel auf den Einsatz von bis zu vier Awacs-Maschinen am Hindukusch geeinigt. Laut Bundesverteidigungsministerium bedeutet das auch die Entsendung von 100 deutschen Besatzungsmitgliedern.

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Ein Awacs-Aufklärer startet vom Flughafen Geilenkirchen: Laut Verteidigungsministeriums sollen vier Awacs in der Türkei stationiert werden© Oliver Berg/DPA

Die Nato schickt erstmals Awacs-Maschinen zur Sicherung des Luftverkehrs nach Afghanistan. Drei bis vier Maschinen würden am Hindukusch eingesetzt, um die Internationale Schutztruppe Isaf zu unterstützen, sagte Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer am Freitag in Brüssel zum Abschluss des Nato-Verteidigungsministertreffens.

Die Awacs-Flugzeuge sind in Geilenkirchen bei Aachen stationiert. Für den Einsatz in Afghanistan werden rund 100 deutsche Besatzungsmitglieder entsandt. Der Luftraum über Afghanistan sei sehr dicht geworden, und in Afghanistan gebe es keine flächendeckende Radarkontrolle am Boden, erklärte De Hoop Scheffer. "Dies werden die Awacs-Maschinen aus der Luft machen."

Zuvor hatte Frankreich seinen monatelangen Widerstand aufgegeben. Weil die USA ihre Truppen am Hindukusch massiv verstärkten, habe sich die Lage verändert, sagte Verteidigungsminister Herve Morin. Bundesverteidigungsminister Franz-Josef Jung wies darauf hin, dass mit den Awacs-Aufklärern zur Flugsicherheit über Afghanistan beigetragen werde.

Vor allem über die Finanzierung der Unterstützungsaktion war wegen französischer Einwände monatelang gestritten worden. Der Einsatz von etwa einem halben Dutzend Flugzeugen kostet nach früheren Nato-Angaben 50 bis 150 Millionen Euro im Jahr. Von den bis zu 250 Einsatzkräften stellt die Bundesrepublik 40 Prozent. Nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums werden voraussichtlich vier Awacs in der Türkei stationiert..

Der Bundestag muss für den Einsatz ein Mandat erteilen. Regierungssprecher Ulrich Wilhelm kündigte an, das Kabinett werde so rasch wie möglich eine Beschlussvorlage ausarbeiten. Solange es sich nur um die Flugsicherung handelt, ist in der Koalition kein nennenswerter Widerstand gegen das Mandat zu erwarten. Kritiker befürchten allerdings, dass die Awacs auch militärische Einsätze erleichtern könnten.

Reuters/AP
 
 
KOMMENTARE (2 von 2)
 
jetrabbit (13.06.2009, 12:28 Uhr)
jetzt können die mohnfelder
vorsichtig umbombt werden. CIA, ihre drogenkriege und die BRD mitten drin.
stwberlin (12.06.2009, 17:46 Uhr)
Sicherung des Luftverkehrs ?
Man sollte hier reinen Wein einschenken :
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Die Effizienz dieses Krieges wird erhöht, weil man Feindbewegungen mit diesen Flugzeugen sehr genau beobachten kann. Das dient sowohl dem Schutz deutscher Soldaten als auch der Senkung der Gesamtkosten und Risiken dieses Krieges.
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Man kann die Gegner angreifen, bevor sie sich wieder in sichere Gebiete oder Gebäude zurückziehen. Das schützt Zivilisten davor, Luftangriffen zum Opfer zu fallen.
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Diese Entscheidung ist richtig und hätte schon viel früher getroffen werden sollen. Man sollte sie jetzt aber auch ehrlich und klar (militärisch !) begründen, anstatt den Bürger für dumm verkaufen zu wollen.

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