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Ai Weiwei stellt Bild des toten Flüchtlingsjungen nach

Im Herbst 2015 ging das traurige Bild des toten Flüchtlingsjungen Aylan Kurdi um die Welt. Der chinesische Künstler Ai Weiwei hat sich nun genauso ablichten lassen, um auf das Schicksal der Flüchtlinge aufmerksam zu machen.

Der chinesische Künstler Ai Weiwei

Der chinesische Künstler Ai Weiwei engagiert sich mit mehreren Projekten für Flüchtlinge

Der chinesische Künstler Ai Weiwei hat das Foto des ertrunkenen syrischen Flüchtlingsjungen Aylan Kurdi nachgestellt und die Szene vom September 2015 damit erneut in die sozialen Netzwerke gebracht. Zahlreiche Twitter-Nutzer nannten das Bild  des 58-Jährigen "überwältigend" und "tief bewegend", einige kritisierten es auch.

Auf der Flucht Richtung Griechenland war der dreijährige Aylan zusammen mit seinem fünfjährigen Bruder und seiner Mutter vor der türkischen Küste ertrunken. Das Foto des toten an den Strand gespülten Jungen ging als tragisches Symbol der Flüchtlingskrise um die Welt.


Ai Weiwei legt sich auf Lesbos ans Meer

Ai Weiwei, der verschiedene Flüchtlingsprojekte unterstützt, legte sich nun auf der griechischen Seite am Strand von Lesbos selbst bäuchlings auf die Steine, und ließ sich dabei von dem Fotografen Rohit Chawla ablichten. Das Bild, das für ein Interview des indischen Magazins "India Today" gemacht wurde, war am Wochenende auf der Kunstmesse "India Art Fair" in Neu Delhi zu sehen. "Künstler sollten eher menschlich als politisch sein," sagte Ai Weiwei laut "India Today" auf der Messe.

Erst vergangene Woche hatte Ai Weiwei aus Protest gegen die verschärfte Asylpolitik der dänischen Regierung eine Schau mit seinen Werken in Kopenhagen gestoppt.  

Zur britischen Zeitung "The Guardian" sagte der Künstler: "Meine Momente mit Flüchtlingen in den vergangenen Monaten waren sehr intensiv. Ich sehe täglich Tausende ankommen, Kinder, Babies, schwangere Frauen, alte Damen, eine junger Mann mit einem Arm." Daher wollte er nicht, dass seine Arbeit in einem Land gezeigt wird, dass seine Asylgesetze so verschärft. 

fin/DPA
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