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29. Juli 2008, 12:08 Uhr

Großoffensive in irakischer Provinz Dijala

Irakische und US-Streitkräfte haben in der Provinz Dijala nordöstlich von Bagdad eine Großoffensive begonnen. Ziel der Militäraktion soll es sein, al Kaida im Irak aus ihrer letzten Hochburg in der Nähe der Hauptstadt zu vertreiben. Für die Anwohner wurde eine Ausgangssperre verhängt.

Wie in anderen Provinzen so setzt die US-Armee auch in Dijala auf Bürgerwehren, die gegen al Kaida kämpfen sollen© Ali Yussef/AFP

Die US-Armee hat gemeinsam mit irakischen Sicherheitskräften eine Großoffensive in der Unruheprovinz Dijala nordöstlich von Bagdad begonnen. Die lokale Nachrichtenagentur Aswat al-Irak meldete, die Provinzverwaltung habe bis auf weiteres eine Ausgangssperre verhängt. Dijala gilt als eine Hochburg von al Kaida-Terroristen und Selbstmordattentäterinnen.

Es ist nicht die erste US-Offensive gegen Terroristen und schiitische Milizen in der Provinz, in der es in den vergangenen zwölf Monaten zahlreiche Terroranschläge gegeben hat. Wie in anderen Provinzen so setzt die US-Armee auch in Dijala auf Bürgerwehren, die gegen al Kaida kämpfen sollen. Sehr erfolgreich war diese Strategie in der Provinz allerdings bisher nicht.

Erst am Montag hatten sich im Irak vier Selbstmordattentäterinnen in die Luft gesprengt und etwa 50 Menschen mit in den Tod gerissen. Laut Aswat al-Irak töteten Polizisten am Dienstag in der nördlichen Provinz Ninive einen Selbstmordattentäter, bevor dieser an einer Polizei-Straßensperre seine Autobombe zünden konnte.

Eine der Attentäterinnen vom Montag hatte in der Öl-Stadt Kirkuk 28 Teilnehmer einer Kurden-Demonstration getötet und 188 weitere verletzt. Am Dienstag demonstrierten in Erbil, der Hauptstadt der kurdischen Autonomieregion im Nordirak, erneut Tausende von Kurden gegen das Provinzratswahlgesetz. Die Kurden befürchten, dass ihre Kandidaten bei der Wahl im Oktober durch die Neuaufteilung der Wahlbezirke in Kirkuk weniger gut abschneiden werden. Das ist wichtig für sie, weil sie eine Eingliederung der Stadt in ihr Autonomiegebiet betreiben.

DPA
 
 
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