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5. Juli 2007, 09:09 Uhr

Sawahiri fordert Einigkeit im Dschihad

Al-Kaida-Vize Aiman al Sawahiri hat sich erneut in einer Videobotschaft zu Wort gemeldet. Darin fordert er die Muslime zum Heiligen Krieg auf und prophezeit dem Westen seine bevorstehende Niederlage.

Al-Kaida-Vize Sawahiri hat sich mit einer neuen Videobotschaft an Muslime und den Westen gewandt© DPA

Die "Nummer Zwei" des Terrornetzwerks al Kaida, Aiman al Sawahiri, hat sich mit einer neuen Videobotschaft im Internet zu Wort gemeldet und die Muslime zum Heiligen Krieg im Irak und Afghanistan aufgerufen. "Das erste, was unsere geliebten Brüder im Irak begreifen müssen, ist der entscheidende Charakter von Einheit", sagte der Muslimextremist in der im Internet veröffentlichten Aufnahme. Die Muslime müssten auf die "Felder des Dschihad wie Afghanistan, Irak und Somalia" eilen.

Zudem forderte Sawahiri den Sturz korrupter muslimischer Regierungen. Er kritisierte insbesondere die saudiarabische Königsfamilie. Die ägyptische Führung verurteilte der al Kaida-Kämpfer als Verbündete der USA. Auch palästinensische Zugeständnisse an Israel lehnte er ab.

Authentizität noch nicht geprüft

Das auf die Auswertung islamistischer Internetseiten spezialisierte Washingtoner Institut "Site" erhielt das Band nach eigenen Angaben vor dessen Veröffentlichung auf einschlägigen Webseiten und gab eine Mitschrift der Rede heraus. Die Authentizität konnte zunächst nicht überprüft werden.

Dem Westen sagte al Sawahiri in der über 90-minütigen Videobotschaft die baldige Niederlage voraus. "Der Westen fängt gerade erst an, die bevorstehende Niederlage zu begreifen, und versucht nun, das Unvermeidliche zu verhindern". Zu den gescheiterten Autobombenanschlägen in Großbritannien äußerte sich al Sawahiri nicht.

Der Heilige Krieg sei Pflicht der Muslime

Al Sawahiri forderte die jungen Muslime auf, im Irak und Afghanistan zu kämpfen, da der Heilige Krieg die Pflicht eines jeden Muslims sei. Die Kämpfer der palästinensischen Fatah forderte er auf, "sich auf ihre Religion, ihren Islam, ihre Ehre und ihre arabische Identität zu besinnen".

DPA/Reuters/AP
 
 
KOMMENTARE (4 von 4)
 
bernie-abg (05.07.2007, 10:45 Uhr)
Es ist einfach...
...ungemein praktisch einen Bösewicht zu haben den man bei Bedarf hervorholen kann. Hussein hat in dieser Rolle ausgedient weil er nur auf ein Land beschränkt war.Mit diesen "Terrorfürsten" hat man es praktischerweise mit sehr mobilen Gegnern zu tun, man kann also in vielen Regionen der Welt einen profitablen Krieg anfangen.
Zudem geben sie dem Bösen ein Gesicht (z.B. für die Bild-Leser),
damit kann man die Leute in ständiger Angst halten und somit jede sogenannte Anti-Terror Maßnahme durchdrücken.
Außerdem denke ich,das es sich einfach nicht lohnt jetzt schon einen von diesen Typen zu fangen,
die nächsten Präsidentschaftswahlen sind erst in ca. 1,5 Jahren und die Republikanische Partei hat sich noch nicht auf einen möglichen Nachfolger für Bush geeinigt.
derkleineRolf (05.07.2007, 10:31 Uhr)
War schon immer so
die Mächtigen benötigen ein Feindbild. Hätten wir keine Terroristen, wäre das Volk kaum so zu drangsalieren. Wir bräuchten keine Telefonüberwachung, keine Onlinedurchsuchungen, keinen Bundeswehreinsatz in fernen Ländern. Wenn ich mir das in England so angucke, wie ein Haufen Anschläge nicht funktioniert haben, macht mich das nachdenklich. Sind die Terroristen jetzt zu blöd zum sprengen? Glaub ich nicht. Das ist so ähnlich, wie mit Feuerwehrleuten, die selbst zündeln um dann als erste zu löschen.
catchme (05.07.2007, 10:29 Uhr)
Ein sehr professionelles Spiel wird hier gespielt ...
... die Nr. 1 und seine Vertreter der Terrornetzwerke sollen garnicht erwischt werden - jedenfalls nicht lebend. Was würde passieren, wenn der " Chef " einer Terrororganisation in einem Gefängnis sitzt ? Es würde sofort eine wahre Explosion des Terrors entstehen, um die Person freizupressen ... das möchte kein Land erleben. Deswegen versuchen die USA und andere Länder durch Bomben das Problem zu lösen - vielleicht trifft man ja zufällig das richtige Haus mit dem richten Bewohner ?! Ansonsten findet eine medienwirksame Suche statt, die auch der Bevölkerung zeigen soll, dass etwas unternommen wird ... dabei haben die politischen Führer der Länder immer die Angst, dass ein paar Soldaten plötzlich Erfolg haben, wie bei Saddam ... das ist große Politik und professionelles Geheimdienstgeschäft !
Frei_Talk (05.07.2007, 10:01 Uhr)
Ich wundere mich....
Hallo
ich will diesen Bullshit von dem Mann oder was das sonst ist nicht kommentieren. Die Welt hat langsam was anderes verdient..immer diese geisteskranken Mörder...Jahrzehnt für Jahrzehnt, Jahrhundert für Jahrhundert....
Was mich nur wundert ist die offensichtliche Unfähigkeit des Westens die Mörder zu liquidieren...ich weis nicht wieviel tausend Menschen in zig Geheimdiensten und Behörden dadran sind. Schiffe, Abhörstationen, Spitzel, Handyüberwachung und und und...Und die sind nicht in der Lage so einen Idioten zu fassen?? Was läuft da für ein Spiel? Der Mann muss essen, trinken, er braucht einen Arzt, er hat auch mit Sicherheit Feinde in den eigenen Reihen, die Botschaften werden zu den Sendern gebracht und übergeben...Die Polizei spürt Verbrecher in den entlegensten Gegenden auf...Nach jahren oft...Aber sie werden erwischt...Und hier....? Wer spielt hier welches dreckige Spiel? Oder seit ihr Geheimdienstleute einfach zu blöd..?
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