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Der in Bedrängnis geratene Außenminister Steinmeier hat jegliche Verstrickung der Regierung Schröder in den Fall al Masri bestritten. Für das CIA-Opfer hatte er sogar eine gute Nachricht von US-Außenministerin Rice.
Im Bundestag müssen sich gleich drei Minister, vor allem Walter Steinmeier, für die Verschleppung von Khaled al Masri verantworten. Die neue Regierung steht unter enormem Aufklärungsdruck, dabei weilen die Hauptschuldigen außer Reichweite: in den USA.
Vom "Treffen der Vergeltung" war die Rede - und genau das wurde es. Ein Spitzenspiel der ägyptischen Liga eskaliert. Das Stadion wird zur Todesfalle für mehr als 70 Menschen. Szenen des Chaos im Stadion von Port Said.
Bisher hatte es stets geheißen, eine Namensverwechslung sei verantwortlich gewesen für die Verschleppung von Khaled al Masri durch die CIA. Aber offenbar spielten deutsche Sicherheitsbehörden bei dem Vorfall eine Rolle.
Während das ägyptische Volk die Schuldfrage für die Krawalle von Port Said diskutiert, hat die Regierung reagiert: Sie setzte den Gouverneur und die Führung des Fußballverbandes ab.
Nach dem Fußballspiel zwischen Al-Masri und Al-Ahly Kairo (3:1) im ägyptischen Port Said sind am Abend über 70 Menschen bei schweren Krawallen ums Leben gekommen.
Frank-Walter Steinmeier war während der rot-grünen Regierungszeit Kanzleramtschef. Ihm und anderen früheren Ministern wird vorgeworfen, sie hätten Gefangennahmen und -transporte von Terrorverdächtigen durch die CIA in Europa stillschweigend gebilligt.
Als "empörend und unverantwortlich" hat Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier die Vorwürfe einer deutschen Beteiligung an der al Masri Entführung zurückgewiesen. Ein umfassender Bericht sei in Arbeit.
Triumph für die Regierung in Bagdad: Der Al-Kaida-Anführer im Irak, Abu Ajjub al Masri, sei in Mossul verhaftet worden, berichtet das Außenministerium. Von den US-Streitkräften gibt es noch keine Bestätigung. Al Masri kommandierte das Terrornetzwerk seit dem Tod seines Vorgängers Abu Mussab al Sarkawi.
Entschuldigung und Wiedergutmachung forderte Khaled al Masri von der CIA. Unmöglich, hat jetzt das amerikanische Bundesgericht entschieden: Im Fall eines Prozesses müssten Staatsgeheimnisse preisgegeben werden.
Was wusste die Bundesregierung von der Verschleppung von Khaled al Masri? Und vor allem: wann? Völkerrechtler Alexander Lorz im Interview mit stern.de über mögliche Konsequenzen für alte und neue Regierungsmitglieder.
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