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Der im März im Gazastreifen verschleppte BBC-Journalist Alan Johnston ist frei. Fast vier Monate lang befand er sich in Gefangenschaft einer radikalen palästinensischen Splittergruppe; in der Nacht war er der Hamas übergeben worden.
Der im Gaza entführte Journalist Alan Johnston fleht in einem von seinen Kidnappern veröffentlichten Video, ihn nicht gewaltsam zu befreien. Der Reporter trägt in den Aufnahmen angeblich einen Sprengstoffgürtel um die Taille. Dieser soll bei einem Befreiungsversuch gezündet werden.
Seit zwei Monaten halten radikale Moslems den BBC-Reporter Alan Johnston gefangen. Nun tauchte im Internet ein Tonband auf, in dem die Gruppe die Freilassung von Mitgliedern aus britischer Haft fordert.
Natürlich freuen sich Journalisten, wenn sie für ihre Arbeit ausgezeichnet werden. Erst recht, wenn sie sich in so würdevoller Gesellschaft finden. Heute abend bekomme ich einen Preis mit einem langen Namen: den "Preis für die Freiheit und die Zukunft der Medien" der Medienstiftung Leipzig. Aus der Begründung der Medienstiftung: Der „Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien“ wird an Journalistinnen, Journalisten, Verlegerinnen und Verleger, aber auch an Medieninstitutionen verliehen, die sich mit Risikobereitschaft, Engagement und Mut für die Pressefreiheit einsetzen. Susanne Fischer hat diesen Mut seit Jahren durch ihre journalistische Arbeit im Irak, aus dem sie seit 2003 berichtete. Darüber hinaus bildet sie seit 2005 im Auftrag des britischen „Institute for War and Peace Reporting“ (IWPR), das in zahlreichen postautoritären Staaten die Entwicklung einer freien Presse fördert, Journalisten aus. In Workshops und Seminaren wird journalistische Praxis vermittelt, die freie Meinungsäußerung und kritische Berichterstattung garantieren soll. Susanne Fischer, die in Hamburg und Beirut lebt, leitete das lokale Büro des IWPR im Irak. Eine Aufgabe, die Mut erforderte und die dazu beitrug, in dem zerrütteten Staat unabhängige Medien aufzubauen. Nach dreijähriger Arbeit in dem krisengeschüttelten Land ist sie seit Mai dieses Jahres in gleicher Mission für das IWPR in Syrien aktiv und pendelt zwischen Damaskus und ihrem Wohnort Beirut." Ich fühle mich sehr geehrt. Noch mehr aber freut mich, mit wem gemeinsam ich geehrt werde. Wir werden zu dritt auf der Bühne stehen heute abend: Ausgezeichnet werden auch der Brite Alan Johnston (BBC); weltweit bekannt geworden durch seine monatelange Gefangenschaft in Gaza. Und der Dritte im Ehrenbund - auf ihn sei besonders das Scheinwerferlicht gelenkt, denn er kann selbst nicht hier sein, sondern wird durch seine Nichte vertreten - ist der fast 80jährige Win Tin aus Burma (in Leipzig vertreten durch seine Nichte Tin Thiri). Erst am 24. September wurde Win Tin aus dem Gefängnis entlassen, nach 19 Jahren Haft für politische Opposition gegen das burmesische Militärregime. Noch am Tag seiner Entlassung verkündete er, seinen Kampf für Demokratie in Burma nicht aufzugeben. Aus der Preisbegründung: Win Tin war Chefredakteur der Tageszeitung „Hanthawati“, die 1978 verboten wurde, er verfasste viele regierungskritische Artikel und arbeitete als Berater der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi. Win Tin war außerdem einer der Führer der oppositionellen „Nationalen Liga für Demokratie“ (NLD). Seit seiner Festnahme im Jahr 1989 wurde Win Tin nach und nach zu drei, zehn und sieben Jahren Gefängnis verurteilt. Dies geschah jeweils in geheimen, nicht-öffentlichen Verfahren. Einer der Gründe für seine Verhaftung sind seine Versuche, die Vereinten Nationen über die Menschenrechts-verletzungen in burmesischen Gefängnissen zu informieren. Zustände, unter denen der schwerkranke 79-jährige nun selbst zu leiden hat. Trotzdem bleibt Win Tin unbeugsam und weigert sich, der NLD abzuschwören. Ich möchte mich an dieser Stelle vor Win Tin verbeugen und ihm meinen großen Respekt für diese Unbeugsamkeit aussprechen. Möge der Preis dazu beitragen, Licht auf das finstere Regime in Burma zu werfen.
Staatschef Gordon Brown tappst von einem Skandal in die nächste Katastrophe. Kein Wunder, dass die Briten Ex-Premier Tony Blair als Lichtgestalt aus der Schublade holen. In ihrer Kolumne beschreibt Cornelia Fuchs diesmal den Kampf zwischen Teflon-Tony und Velcro-Brown.
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