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"Deutschland verliert die Menschenrechte aus dem Blick"

Im Report zur weltweiten Lage der Menschenrechte 2015 hat Amnesty International erneut zahlreiche Menschenrechtsverletzungen dokumentiert. Auch gegen Deutschland richten sich Vorwürfe.

Von Alina Schwermer

  In Syrien ist die Menschenrechtslage besonders dramatisch. Laut Amnesty International sind bislang etwa 250.000 Syrer im Bürgerkrieg getötet worden. Die Hälfte aller Menschen, die 2015 das Mittelmeer überquerten, flüchten vor dem Syrien-Konflikt. Insgesamt seien über 50 Prozent der syrischen Bevölkerung aus ihrer Heimat vertrieben worden. "Es ist eine der größten Tragödien des 21. Jahrhunderts", so Caliskan. Auch, weil die Weltmächte nur ihre eigenen Interessen im Blick hätten und die Hilfsprogramme chronisch unterfinanziert seien. Im vergangenen Jahr suchten allerdings nicht nur Syrer massenhaft den Weg übers Mittelmeer. Die drittgrößte Gruppe waren Flüchtlinge aus Eritrea. Warum?

In Syrien ist die Menschenrechtslage besonders dramatisch. Laut Amnesty International sind bislang etwa 250.000 Syrer im Bürgerkrieg getötet worden. Die Hälfte aller Menschen, die 2015 das Mittelmeer überquerten, flüchten vor dem Syrien-Konflikt. Insgesamt seien über 50 Prozent der syrischen Bevölkerung aus ihrer Heimat vertrieben worden. "Es ist eine der größten Tragödien des 21. Jahrhunderts", so Caliskan. Auch, weil die Weltmächte nur ihre eigenen Interessen im Blick hätten und die Hilfsprogramme chronisch unterfinanziert seien. Im vergangenen Jahr suchten allerdings nicht nur Syrer massenhaft den Weg übers Mittelmeer. Die drittgrößte Gruppe waren Flüchtlinge aus Eritrea. Warum?

Insgesamt 160 Länder hat Amnesty International im vergangenen Jahr untersucht, um die Lage der Menschenrechte dort festzuhalten. Das Ergebnis: Vor allem im Syrien-Konflikt und in der Flüchtlingskrise haben viele Staaten die Menschenrechte mit Füßen getreten. "Es erschlägt einen schon", kommentierte Selmin Caliskan, deutsche Generalsekretärin von Amnesty International. Auch in der Bundesrepublik hat sich manches verschlechtert: "Deutschland verliert die Menschenrechte aus dem Blick. Wir müssen uns Humanität leisten wollen." Immerhin ein paar gute Nachrichten gibt es: In den untersuchten Ländern gab es im Vergleich zu 2014 mehr Pressefreiheit und weniger Folter. Was sich sonst noch verändert hat, warum Amnesty International Frankreich kritisiert, wieso Tausende aus Eritrea flüchten und was die Vorwürfe gegen Deutschland sind, zeigt die Fotostrecke.


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