19. Dezember 2012, 19:08 Uhr

Obama macht Druck bei Verschärfung des Waffenrechts

US-Präsident Obama beruft Vizepräsident Joe Biden zum Leiter einer Kommission zur Überarbeitung des Waffenrechts in den USA. Schon im Januar sollen erste Vorschläge auf dem Tisch liegen.

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US-Präsident Barack Obama forciert den Kampf gegen die mächtige US-Waffenlobby.©

Nach dem Amoklauf von Newtown macht US-Präsident Barack Obama bei der Verschärfung des Waffenrechts Druck. Bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus forderte er am Mittwoch, dass im Januar Vorschläge für strengere Gesetze vorliegen müssten. Seinen Vizepräsidenten Joe Biden berief Obama zum Leiter einer Kommission, die Antworten auf die Waffengewalt finden soll. Dem Gremium sollen neben Biden weitere Mitglieder des Kabinetts sowie Experten von Nichtregierungsorganisationen angehören.

Aus Regierungskreisen in Washington hieß es, dass sich die Kommission nicht nur mit einer Reform des Waffenrechts, sondern auch mit Gewalt in Filmen und Computerspielen sowie der Behandlung von psychisch Kranken in den USA befassen soll. Obama versprach, dass er die Empfehlungen "unverzüglich" an den Kongress weiterleiten werden, um sie in Gesetzesform zu gießen.

"Wir haben die Pflicht, es zu versuchen"

Bei der Bluttat an der Sandy-Hook-Grundschule in Newtown waren am Freitag 20 Kinder und sechs Erwachsene erschossen worden. Der Täter, der zuvor zu Hause auch seine Mutter ermordet hatte, tötete sich anschließend selbst. "Wenn es nur eine Sache gibt, die wir tun können, um diese Ereignisse zu verhindern, dann haben wir die große Pflicht, dies zu versuchen", sagte Obama. Am Dienstag hatte der Präsident bereits seine Unterstützung für die Initiative einer Senatorin zum Verbot von Sturmgewehren erklärt.

Obama machte deutlich, dass er das in der Verfassung verankerte Recht der Bürger auf Waffenbesitz grundsätzlich befürworte. "Dieses Land hat eine starke Tradition des Waffenbesitzes, die von Generation zu Generation weitergegeben wird", sagte er. Allerdings müssten für den Besitz von Schusswaffen "verantwortliche Grenzen" gelten.

kng/AFP
 
 
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