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4. November 2008, 08:42 Uhr

Neuer Bericht spricht Palin frei

In der letzten Phase der US-Präsidentenwahl ist ein neuer Bericht veröffentlicht worden, der die Gouverneurin von Alaska, Sarah Palin, vom Amtsmissbrauch freispricht. Palin tritt als Vizepräsidentin an der Seite von John McCain an.

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Sarah Palin soll nun doch keine Gesetze des Staates Alaska verletzt haben, heißt es in einem neuen Bericht© Scott Sady/AP

Ein unmittelbar vor der amerikanischen Präsidentenwahl veröffentlichter Bericht spricht die Gouverneurin von Alaska und republikanische Kandidatin für das Amt des US-Vize-Präsidenten, Sarah Palin, vom Vorwurf des Amtsmissbrauchs frei. Wie US-Medien am Montag berichteten, habe Palin demnach keine Gesetze des Staates Alaska verletzt.

Die Schlussfolgerung der Personalkommission des US-Bundesstaates widerspricht damit einem Untersuchungsbericht des vom Kongress in Alaska eingesetzten Ausschusses. Dieser war nach sechswöchigen Ermittlungen im vergangenen Monat zum Schluss gekommen, dass Palin ihren Polizeichef zumindest zum Teil aus persönlicher Rachsucht entlassen und damit die Ethik-Richtlinien verletzt habe.

Das Dokument vom Montag, das auf der Arbeit eines unabhängigen Ermittlers fußt, betont, dass es keinen Beweis gebe, dass Palin oder irgendein Bediensteter des Staates Alaska in dem Fall unvorschriftsmäßig gehandelt habe. Die Schlussfolgerung des ersten Berichts basiere auf einer fälschlichen Interpretation der Ethik-Gesetze des Staates und auf unzureichenden Beweisen, hieß es in der "New York Times". Die Abgeordneten, die den ersten Bericht angefordert hatten, blieben bei ihrer Beurteilung der Fakten, schreibt das Blatt weiter.

Die Untersuchungen der als "Troopergate" bekannten Affäre hatten Wochen vor der Nominierung Palins als Nummer Zwei von Präsidentschaftskandidat John McCain Ende August begonnen. Palin selbst hatte zunächst ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit dem Ausschuss erklärt, dies aber dann später mit der Begründung zurückgenommen, dass die Ermittlungen politisch "vergiftet" seien.

Polizeichef Walter Monegan war im Juni entlassen worden, Palin zufolge wegen Budgetstreitigkeiten. Monegan selbst erklärte jedoch, dass er das Opfer eines hässlichen Disputs innerhalb der Palin-Familie geworden sei. Nach eigenen Aussagen wurde er von Palin, deren Mann Todd und von Mitarbeitern der Gouverneurin dutzende Male indirekt, aber massiv unter Druck gesetzt, Palins Ex-Schwager, den Trooper (Polizisten) Mike Wooten, zu feuern. Wooten hatte sich von der Schwester der Gouverneurin scheiden lassen und sich danach mit ihr einen erbitterten Sorgerechtsstreit geliefert. Die Palins porträtierten ihn als einen gewalttätigen Mann, der die Familie wiederholt bedroht habe.

DPA
 
 
KOMMENTARE (7 von 7)
 
SethusCalvisius (04.11.2008, 14:46 Uhr)
Es gibt einen Unterschied
zwischen Justiz und Moral. Anscheinend hat Palin bei der Entlassung nicht gegen ein Gesetz verstossen. Wenn man aber die Vorgeschichte kennt, kann man sich schon ein genaues Bild machen und da sieht Palin eben nicht gut aus.
Dass der Bericht einen Tag vor der Präsidentenwahl veröffentlicht wurde, ist ja ein deutliches Zeichen für die "Neutralität" dieses Ausschusses.
MisterBrezeldent (04.11.2008, 14:03 Uhr)
Pille-Palle...
Palin...? Äh wer war das noch mal?
kralli19 (04.11.2008, 12:26 Uhr)
Unabhängiger Ermittler...nee, is klar...
Was ist das denn für Augenwischerei, "vom unabhängigen Ermittler" freigesprochen !
Unabhängig ist relativ, oder wie ?
Zitat:
"Es gebe keine Anzeichen dafür, dass die Vize-Kandidatin des Republikaners John McCain als Gouverneurin von Alaska bei der Entlassung des Sicherheitschefs des Bundesstaates gegen das Gesetz verstoßen habe, entschied eine Personalkommission in Alaska. Das Gremium ist Teil der Exekutive und untersteht damit der Gouverneurin."
Sublucem (04.11.2008, 10:55 Uhr)
Wissen Sie...
... was der Unterschied zwischen einem Verbrecher und einer Hockey-Mom ist? Der Verbrecher trägt keinen Lippenstift.
Gisella (04.11.2008, 10:37 Uhr)
Freispruch
War doch eigentlich vorauszusehen.-Eine eventuelle Vice-presidentin vorbestraft?????????Hoffentlich , wirklich nur "eventuell".
mr_s (04.11.2008, 10:28 Uhr)
Freispruch wäre auch in Deutschland erfolgt...
... aufgrund Unzurechnungsfähigkeit der Angeklagten :-)
Malt (04.11.2008, 09:16 Uhr)
Praktisch!
War vermutlich eben so eine gründliche Untersuchung wie die 09/11 Commission.
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