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9. November 2009, 15:54 Uhr

Iran wirft US-Touristen Spionage vor

Es erinnert an einen ähnlichen Fall in Nordkorea vor einigen Monaten: Drei junge Rucksacktouristen aus den USA sind im Grenzgebiet des Irans zum Irak festgenommen worden. Jetzt wird ihnen Spionage vorgeworfen. Die US-Regierung reagierte unmissverständlich.

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Shane Bauer (l.) und Sarah Shourd sind zwei der US-Touristen, die im Iran der Spionage verdächtigt werden© AP

Die drei im Iran in Gewahrsam sitzenden US-Touristen sind wegen Spionage angeklagt worden. Die Ermittlungen dauerten an, zitierte die Nachrichtenagentur Irna am Montag den Teheraner Generalstaatsanwalt Abbas Dschafari Dolatabadi. Eine Erklärung zu dem weiteren Schicksal der Touristen, die zwischen 27 und 31 Jahren alt sind, soll es "in Kürze" geben. US-Außenministerin Hillary Clinton sagte, es gebe "keinerlei Anhaltspunkte", die eine Anklage der drei Touristen rechtfertigten. Im Namen der drei "jungen Menschen und ihrer Familien" forderte sie die iranische Regierung erneut auf, die Touristen freizulassen. Die USA verfolgten den Fall in Zusammenarbeit mit der Schweizer Botschaft in Teheran weiter, sagte Clinton, die sich anlässlich der Gedenkfeiern zum 20-jährigen Jubiläum des Mauerfalls in Berlin aufhielt. Die Schweiz vertritt die US-Interessen im Iran, da Washington und Teheran keine diplomatischen Beziehungen pflegen. Die USA hatten die Eidgenossen nach der Festnahme gebeten, mit den iranischen Behörden in Verbindung zu treten.

Festnahme im Grenzgebiet

Shane Bauer, Sarah Shourd und Josh Fattal waren am 31. Juli an der Grenze zwischen dem Iran und dem Irak festgenommen worden. Die Behörden im Iran werfen ihnen illegalen Grenzübertritt vor. Freunde der US-Touristen hatten berichtet, die Gruppe habe allenfalls aus Versehen die Grenze zum Iran überquert. Sie hätten geplant, in der Gegend der kurdischen Stadt Suleimanija einen Wasserfall anzusehen und hätten nicht gewusst, dass sie sich so nah an der Grenze befänden.

Einen ähnlichen Fall hatte es vor Monaten in Nordkorea gegeben. Dort waren zwei Journalistinnen aus den USA ebenfalls im Grenzgebiet zu China gefangen genommen und zu zwölf Jahren Arbeitslager verurteilt worden. Hillary Clintons Mann Bill war es schließlich vorbehalten, sie nach Gesprächen mit der koreanischen Führung mit zurück in die USA zu nehmen.

AFP/ben
 
 
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