24. Januar 2013, 14:54 Uhr

Deutschland will Aids-Fonds mit einer Milliarde unterstützen

Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel traf sich beim Weltwirtschaftsforum in Davos unter anderem auch mit Bill Gates, der ebenfalls ein wichtiger Geldgeber des GFATM ist.

Deutschland hat dem Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria (GFATM) eine Milliarde Euro an Hilfsgeldern in Aussicht gestellt. Die Mittel seien zur Auszahlung in den Jahren bis 2016 vorgesehen, teilte Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) am Donnerstag beim Weltwirtschaftsforum in Davos mit.

"Deutschland hat wieder Vertrauen in den Fonds und steht ihm als verlässlicher Partner zur Seite", erklärte Niebel. "Der Fonds ist jetzt effizienter, wirksamer und weniger korruptionsanfällig und steht damit heute zukunftsfähiger da denn je."

Die Bundesrepublik hatte vor mehr als einem Jahr Mittel für den Fonds wegen Korruptionsvorwürfen auf Eis gelegt. Nach einer grundlegenden Reform und der Berufung eines neuen Exekutivdirektors wurden die Zahlungen 2012 wieder freigegeben. Deutschland ist seitdem wieder der drittgrößte Geldgeber des in Genf ansässigen Fonds.

"Wir erleben den Anfang vom Ende von Aids"

Niebel hob hervor, dass maßgeblich durch die über den Fonds bereitgestellten Mittel im Kampf gegen die Immunschwächekrankheit Aids laut UN-Zahlen eine Trendwende erreicht worden sei. "Wir erleben den Anfang vom Ende von Aids. Das ist auch ein Verdienst des neu aufgestellten Globalen Fonds." Allerdings seien weitere große Anstrengungen nötig, um das Ziel zu erreichen.

Auf dem Programm des Ministers beim Weltwirtschaftsforum stand am Abend auch eine Begegnung mit Microsoft-Gründer Bill Gates, der ein wichtiger Partner und Geldgeber des GFATM ist. Bereits zuvor traf sich Niebel auch mit dem neuen Exekutivdirektor des Fonds, Mark Dybul.

amt/DPA
 
 
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