15. März 2007, 06:43 Uhr

Al Kaidas Nummer 3 gesteht

Chalid Scheich Mohammed, die ehemalige Nummer 3 der Al Kaida, hat im Verhör in Guantanamo die Planung der Attentate vom 11. September 2001 gestanden. "Ich mag es nicht, Leute umzubringen", sagte er - und offenbarte gleichzeitig, dass das Terrornetzwerk noch viel größere Zerstörungspläne hegte.

Chalid Scheich Mohammed: "Ich mag es nicht, Leute umzubringen"©

Die ehemaligen Nummer 3 des Terrornetzwerkes Al Kaida, Chalid Scheich Mohammed, hat nach Angaben des Pentagons die Planung der Terroranschläge vom 11. September gestanden. "Ich war verantwortlich für die Planung der Operationen vom 11. September von A bis Z", sagte Mohammed bei einer Anhörung im US-Militärgefängnis von Guantànamo Bay auf Kuba. Laut eines vom Pentagon freigegebenen und zensierten Protokolls hat der 53-Jährige auch die Planung für den Anschlag auf das World Trade Center aus dem Jahr 1993 zugegeben.

Ramsi Binalshibh schweigt

Vor einer US-Militärkommission in Guantànamo werden derzeit 14 als besonders gefährlich eingestufte Gefangene angehört. Sie wurden im September vergangenen Jahres aus geheimen CIA-Gefängnissen im Ausland in das Militärgefängnis gebracht. Die 14 Gefangenen sollen nach dem Willen von US-Präsident George W. Bush wegen Kriegsverbrechen angeklagt werden.

Im Gegensatz zu Mohammed hat Ramsi Binalshibh, der nach Überzeugung der USA ebenfalls zu den Mitverschwörern der Anschläge vom 11. September gehört, jede Zusammenarbeit mit der Militärkommission verweigert.

"Es tut mir Leid"

In einer längeren mündlichen Aussage hat Mohammed nach Angaben des Pentagons ebenfalls die Verantwortung für das 2001 fehlgeschlagene Schuhbomben-Attentat auf ein Flugzeug der Fluggesellschaft American Airlines übernommen. Er sei außerdem an einem Attentatsversuch auf Papst Johannes Paul II. während dessen Besuch auf den Philippinen beteiligt gewesen.

Mohammed schwor vor der Militärkommission den Angaben zufolge einen Treueeid auf Terrorchef Osama bin Laden. "Ich mag es nicht, Leute umzubringen. Es tut mir Leid, dass am 11. September Kinder getötet wurden", sagte der Häftling in gebrochenem Englisch. Deren Tod sei aber Teil der "Sprache des Krieges".

Auch Sears Tower und Empire State Building sollten fallen

Nach Darstellung von Mohammed hatte Al Kaida nach den Terroranschlägen vom 11. September eine zweite Welle von Angriffen auf den Library Tower in Los Angeles, den Sears Tower in Chicago, die Plaza Bank in Seattle und das Empire State Building in New York geplant.

Im Gegensatz zu früheren Anhörungen ist dieses Mal die Presse ausgeschlossen worden. Das Pentagon begründet dies mit höchst vertraulichen Informationen unter anderem über die Umstände der Gefangennahme und die bisherige Haft. Deshalb werden nur zensierte Protokolle der Anhörungen veröffentlicht.

Das Transkript des Verhörs Lesen Sie hier das vollständige Transkript des Verhörs in englischer Sprache.

DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 11)
 
042020 (15.03.2007, 20:53 Uhr)
STARMAX
Your response shows you as a real low live. mad since someone is not agreeing with you ? FYI, I was in Gitmo.looks like you are in the two digit IQ range.
you are far from what is called a
homo sapien ? remember Neanderthal
is also in Germany, you must be one of the last from the group.
so keep talking.
starmax (15.03.2007, 12:14 Uhr)
042020
F...ight your ass yourself. Your statement only shows your laziness to think really through.
Real man ? Perhaps a million Volt in your arm, but no Light Power in your head bulb...
042020 (15.03.2007, 11:56 Uhr)
folter
why are you German assholes forever
keep on the "folter" in Guantanamo.
a little pressure yes, but folter never.rec;d you Krauts just shut up,
drink your beer and drive your Mercedes and let real men fight Al
Kaida.
S.Gray's book,fiction =B/S.
solse (15.03.2007, 11:13 Uhr)
Einfach mal den Bericht von ai lesen...
PS. Einfach mal diesen Bericht hier lesen:
http://web.amnesty.org/library/index/ENGAMR510072006
solse (15.03.2007, 11:09 Uhr)
Wie sieht er denn aus???
Tja, wie ein Gefangener eines fair agierendes Rechtstaates sieht er nicht aus. Es ist grtoesk, dass unter solch einem Foto steht: "Geständnis!" Hallo? Stern-Redkation? Ist einer noch wach?
JenFuchs (15.03.2007, 10:37 Uhr)
schlechte Wahl der Überschrift
ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen, dieses Geständnis ist kein Geständnis, ich würde unter diesen Bedingungen auch alles zugeben und auch selber nachher glauben. Schade finde ich allerdings, dass wir hier mitsolchen Überschriften diesen Mist unterstützen und das es keine kritische Berichterstattung gibt, sobald das Wort Guatanamo fällt müssten doch die Alarmglocken losbimmeln. Bei uns ja und bei Ihnen auch ?
Rosenengel (15.03.2007, 09:40 Uhr)
Eine Empfehlung:
Wer wissen will, wie die USA zu "Geständnissen" kommt, sollte mal das Buch von Hrowe H. Saunders "Forum der Rache" lesen, oder von Stephen Grey "Das Schattenreich der CIA".
Neutrum (15.03.2007, 09:21 Uhr)
Irreführende Überschrift
Die Überschrift "Al Kaidas Nummer 3 gesteht" ist irreführend. Dieses Geständnis ist unter Folter erzwungen. Der Auftritt vor einem Tribunal dient zur Blendung der Öffentlichkeit.
Wer zwei Jahre in Guantanamo gefoltert wird, gesteht alles was der Folterspezialist hören will. (siehe die 10 geheimen Seiten des "Field Manual 34-52 Intelligence Interrogation" der US Army)
Auch die Aussagen, seinen "Terorismus" als Freiheitskampf zu kennzeichnen gehören zu der Nebelbombe des "Amts für Missinformation" der USA, um die Aussagen "glaubwürdig" zu machen.
germex (15.03.2007, 09:04 Uhr)
endlich ist es bewiesen.....
wers glaubt... möcht mal wissen mit welchen neuen methoden sie ihn dazu überredet haben. wenn ers denn überhaupt zugegeben hat....
space-tv (15.03.2007, 09:03 Uhr)
na das wurd aber zeit..
über 5jahre.. im Mittelalter ging das schneller.. und da mußte man immerhin gestehen ein werwolf oder eine hexe zu sein...
und genaues weis man nicht weil das würde nationale interessen von amerika verletzen...ach soo.
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