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29. April 2009, 21:30 Uhr

Deutscher Soldat stirbt im Hinterhalt

Tödlicher Hinterhalt in Afghanistan: Eine Bundeswehr-Patrouille ist in der Nähe von Kundus mit Granaten und Handfeuerwaffen angegriffen worden. Ein Soldat kam dabei ums Leben, vier weitere wurden leicht verletzt. Die Taliban hatten zuvor eine Offensive gegen ausländische Truppen angekündigt.

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Der völlig zerstörte Wagen des Selbsmorattentäters, der bereits am Morgen einen Anschlag auf die Bundeswehr in Kundus verübt hatte© Wahdat/Reuters

In Afghanistan ist am Mittwoch ein deutscher Soldat getötet worden. Vier seiner Kameraden zogen sich leichte Verletzungen zu, teilte das Verteidigungsministerium in Berlin am Abend mit. Der Angriff habe sich in der Nähe von Kundus ereignet. Die Bundeswehr-Patrouille sei gegen 19 Uhr Ortszeit nordwestlich der Stadt in einen Hinterhalt geraten und mit Handfeuerwaffen und Granaten beschossen worden. Die Angehörigen seien informiert worden, weitere Informationen lägen derzeit nicht vor. Nach Angaben des Ministeriums sind seit dem Beginn des Bundeswehreinsatzes in Afganistan 32 deutsche Soldaten ums Leben gekommen.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD), der sich derzeit in Kabul aufhält, sprach von einem "feigen und heimtückischen Anschlag". Auch solche Gewalttaten dürften aber "nicht davon abhalten, unsere Arbeit für eine bessere Zukunft dieses geschundenen Volkes fortzusetzen". Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) und der Generalinspekteur der Bundeswehr, Wolfgang Schneiderhahn, wollen am Donnerstagvormittag in Berlin ein Statement zu dem Anschlag abgeben.

Am Mittwochmorgen hatte bereits ein Selbstmordattentäter einen Anschlag auf die Bundeswehr verübt und dabei fünf Soldaten leicht verletzt. Der Attentäter habe das gepanzerte Fahrzeug vom Typ "Dingo" mit einer Autobombe angegriffen, sagte ein Ministeriumssprecher. Der "Dingo" sei bei dem Anschlag schwer beschädigt worden. Die verletzten Soldaten würden im Rettungszentrum im Hauptquartier in Kundus behandelt. Zu dem Anschlag bekannten sich die radikal-islamischen Taliban.

Laut Verteidigungsministerium gibt es derzeit keine Erkenntnisse, dass ein Zusammenhang zwischen dem Anschlag und dem Besuch von Steinmeier bestehe, der am selben Tag in Kabul eingetroffen war. Steinmeier kam unter anderem mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karsai zusammen. Er versicherte, dass Deutschland an seiner Unterstützung für das kriegsgeplagte Land festhalten werde. In Afghanistan sind mehr als 3800 deutsche Soldaten stationiert.

Die Taliban hatten zuvor mit einer neuen Offensive gegen die Regierung und die ausländischen Truppen gedroht. Die geplanten Hinterhalte, Bomben- und Selbstmordanschläge seien gegen die Regierung, gegen ausländische Truppen und Vertretungen gerichtet. Die Sicherheitskräfte wurden aufgefordert, zu desertieren und sich den Taliban anzuschließen. An Privatfirmen und -personen erging der Aufruf, nicht für die ausländischen Truppen zu arbeiten.

Die im Jahr 2001 mit Unterstützung der USA von der Macht vertriebenen Taliban haben in den vergangenen Monaten nicht nur in Afghanistan, sondern auch in Pakistan erheblich an Stärke gewonnen. Um sie zurückzudrängen, wollen die USA die 70.000 Soldaten aus mehr als 40 Nationen um 20.000 Mann aufstocken.

Reuters/AP/DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 36)
 
Frank44 (01.05.2009, 07:28 Uhr)
Dummes Zeug
@Vegefranz,sie sind ein verblendeter,brauner Scharfmacher!
Nicht der Islam oder irgendwelche Terroristen bedrohen den Frieden der Welt nein,es ist der ewig gestrige, imperialistische Kapitalismus,der die Völker unterdrükt und ausbeutet.
Unsere Soldaten stehen da nicht,um dem Afghanischen Volk zu helfen,sie stehen da,um das Afghanische Volk unter Kontrolle zu halten,damit man in Ruhe die Ölpiplines bauen und die Vormachtstellung des Westens festigen kann.
Hätte man wirklich dem Afg.Volk helfen wollen,dann hätte man die 1979,demokratisch gewählte Regierung
in Afghanistan unterstützen sollen!
Da diese Reierung aber sozialistisch war,hat der Westen an die Taliban Waffen geliefert,sie also aufgerüstet,um diese Regierung zu stürzen.(Erinnert doch irgendwie an Chile,11.09.1973,der Putsch geg. Salvador Allende)
Daraufhin bat die afghanische Regierung die Sowjetunion um Hilfe.Den Rest kennen wir.
Ich sage,wer unbedingt Krieg befürwortet und befiehlt,sollte sich selbst feiwillig dorthin begeben und an vorderster Front die Kapitalinteressen verteidigen,damit meine ich unsere großmäuligen Politiker von CDU/CSU/SPD/Grüne/FDP und deren Ar...kriecher im Volk!
Sie alle wissen nicht was Krieg bedeutet und würden sich in die Hosen schei....,wenn ihnen die ersten Kugeln um die Ohren fliegen!
Malt (30.04.2009, 14:34 Uhr)
@Schmitty
Also, erstmal ist das von Ihnen geschilderte Verhältnis der Amerikaner zu Ihren Soldaten keineswegs so loyal wie sie hier darstellen möchten. Warum kommt es dort sonst zu MASSENHAFT erweiterten Selbstmorden von Kriegsheimkehrern, wenn sich die Amis ja so toll um "ihre Jungs" kümmern? Die werden nach einem Einsatz oder nach schweren Verletzungen damit alleine gelassen... mit einem Orden und nem Händedruck! Es ist zudem so, dass für viele dort der Krieg nicht öffentlich wahr genommen wird, da es sich bei den Amerikanern um eine Berufsarmee handelt, die sich zum großen Teil traditionell aus den ärmern Teilen der Bevölkerung rekrutiert. Und da kommt dann auch die (gefährliche) Argumentation von wegen "die wollten es doch so" zustande...
.
Und eine Alternative zu einem "Vernichtungskrieg" gegen die Taliban gibt es selbstverständlich auch: Man muss dafür sorgen, dass die Taliban kein Geld mehr für Ihren Kampf bekommen. Die Geldmittel beziehen sie fast zu 100% aus der Duldung des Drogenanbaus lokaler Drogenbarone, die quasi "Lizensen" von den Taliban brauchen um Ihrem geschäft nachgehen zu können (man könnte auch Schutzgelder dazu sagen)! Wenn man den Drogenanbau und den Schmuggel einschränken würde, könnte man die am ausgestreckten Arm verhungern lassen... denn Krieg kostet Geld, weil NIEMAND Waffen zu verschenken hat... ergo kein Geld - kein Krieg.
Und das ist auch der Knackpunkt: Ich WEIGERE mich zu glauben, dass derartige Mengen an Opium auf Schleichwegen das Land verlassen können, OHNE von den Alliierten bemerkt zu werden. Es geht hier ja nicht um 1 - 2 Kilo, sondern um Tonnen, die nicht mit 3 Eseln über die Berge zu schaffen sind... da braucht man LKWs und Flugzeuge dazu... und mit der Überwachungsmaschinerie (UAV, Satelliten) der Amis müsste es EIN LEICHTES sein, die Transporte zu unterbinden. Man müsste natürlich wollen! Dieser Krieg aber, wie er momentan geführt wird, ist (ähnlich wie damals Vietnam) von Haus aus darauf ausgelegt, nicht gewonnen zu werden - er soll nur andauern!
balldurian (30.04.2009, 12:20 Uhr)
@Txvet
Ihre anmerkungen sind keinesfalls falsch, allerdings gibt es vielleicht im grossen 'D' noch einige punkte zusätzlich zu beachten.
Zuerst wäre da das über 50% der deutschen gegen jeden einsatz in afghanistan sind oder dieses vorgeben. Das ist fakt - inwieweit jeder diesen in seine entscheidungen sozusagen 'demokratisch' mit einbezieht ist innenpolitsch tag für tag als rein persönliche vorliebe zu erleben ....
Zweitens bietet schon die historie wenig anlass den 'ruhmreichen' (mittlerweile 'vereinigten') deutschen armeen viel vertrauen zu schenken. Die zeit in diktatur und grössenwahn vor 1945 generell aussenvor gelassen, endeten alle nachkriegseinsätze, mit ausnahme der 'befreiung' Kambodschas, im absoluten desaster. Das begann 1968 mit dem einmarsch der ostzonen pioniere in die Tschechoslowakei, der als segen für die menschheit in einer hochverdienten niederlage endete. Setzte sich u.a. in 'Somalia' bis zur massenflucht kapitulierender 'aufbauhelfer' fort und wird bei den aktuellen 'wiederaufbauhilfen' der neuerlich 'grossdeutschen wehrmacht' wahrscheinlich nicht viel anders enden.
Es ist schwierig abzuschätzen inwieweit politischer wille oder unvermögen dieses handeln bestimmt - sehr gut verständlich aber das eine tagtäglich neu vorrausgesetzte siegermentalität zum überleben im deutschen einheitsleben dem individum nur sehr wenig energien freihält mehrmals stündlich die seiten zu wechseln um sich jubelnd an die fersen ewiger verlierer zu heften. Wobei die knapp verbleibende zeit zudem im selbstmitleid besser angelegt ist ...
In Afghanistan herrscht nach auffassung hier regierender politgenies eben _kein krieg_ ! Die wehrmacht errichtet dort schulen und hospitäler - wie tausende maurer in deutschland selbst. Jeder dieser arbeiter kennt es nur zu gut welch mühe es erfordert den steinetransport im schubkarren so abzusichern damit die kollegen das akkordziel erreichen. Und auch hier fallen dabei sicherlich 10% aller schubkarren ein oder mehrmals um ....
Wäre es _krieg_ würde ich Ihnen voll recht geben; dies schlösse eine ganz andere bewertung evtuell zustimmender unterstützung mit ein. Bei einem betriebsausflug hingegen muss im party deutschland vergnüglichkeit, persönliche annäherung bzw. der ein oder andere verdauungsspaziergang im vordergrund stehen ...
jetrabbit (30.04.2009, 11:51 Uhr)
es gibt immer eine alternative
zum krieg. es geht hier doch nur um UNOCAL und TAP pipeline.
Schmitty (30.04.2009, 11:04 Uhr)
@ Luzius
Für gewöhnlich lese ich die meisten großen Blätter und ja auch die Bild gehört dazu, auch wenn meine Motiviation sie zu lesen sicher nicht in der Qualität der Artikel zu suchen ist.
Mir ist klar das es auch in Amerika kritische Stimmen zum Krieg gibt, aber selbst diese stehen oft noch hinter ihren Soldaten und konzentrieren sich auf die Politiker als Auslöser. Und wer hier sagt, die Jungs sind Freiwillige also ist es íhre eigene Schuld. Tut mir leid, aber das ist Bildzeitungsniveau! Ich hab auch noch keinen Soldaten sich beschweren hören, das er da nicht hinwollte, selbst die, welche mit dem dort erlebten nicht zurechtkommen, beschweren sich nicht. Können sie ja auch gar nicht, den wenn ich hier lese was ihr von den Jungs gehalten wüsste ich auch, dass ich hier keine Unterstützung zu erwarten habe und nur mit Psychologen reden kann oder allein damit zurecht kommen muss. Was mich vielmehr interessieren würde. Was ist denn die Alternative zum Einsatz dort. Meckern kann jeder, zeigt mir eine Alternative und ich bin bereit meine Meinung über den Einsatz zu ändern.
Luzius (30.04.2009, 10:49 Uhr)
@Schmitty: Bildzeitungsleser?
Schoen das Sie sich um "unsere" Jungs sorgen - soweit ich weiss sind die alle freiwillig und motiviert dorthin also brauchen Sie Volkes Rueckhalt bestimmt nicht, ausserdem haben die haben ja Jung, Steinmeier und das Merkel zum Haendchenhalten.
Wer effektiv Terrorismus bekaempfen will sollte erstmal in Washington und in Lanlgey anfangen.Zum Glueck hat in Amerika und GB seit eingen Jahren ein Umdenken begonnen...geschlossener Rueckhalt fuer die Truppen gibts dort auch nur noch in den Pressemitteilungen der Regierungen.
Zuguterletzt:Afgahnistan wurde noch NIE erfolgreich erobert und besetzt, seien es die Russen, die Briten oder Alexander der Grosse - alle mit einer blutigen Nase aus AFG zurueckgekommen.
Operation Enduring Freedom ist breits von Anfang an gescheitert.
arniston (30.04.2009, 10:40 Uhr)
d-day
wenn die allierten so in den 2 w-krieg gezogen, wäre hitler und konsorten immen noch am ruder..
und göring auf der jagd.
obwohl ich von heeresführung keine ahnung habe, sollten es wesentlich mehr soldaten sein,
was obama schon erkannt..
vegefranz (30.04.2009, 10:28 Uhr)
@willma: gut dargestellt
es sit - wenn man hinguckt und das auch sehen WILL - tatsächlich ein immer grösserer Einfluss der Islamisten und ihrer verbände in deutschland festzustellen. weiteres Beispiel: In Berlin wurde zuletzt über das Pro reli Volksbegehren entschieden. Stets wurde - beispielsweise im TAGESSPIEGEL neben einem vertreter der Kirche auch der Islamistische Bund Berlin um eine Stellungnahme gefragt. man fragt sich: Was haben diese Leute mitzubestimmen?
Schmitty (30.04.2009, 10:25 Uhr)
Wie wär's mit Rückrad!
Wenn ich das hier alles so lese könnte ich schreien vor Wut! Ist das das Erbe des 2. Weltkrieges? Nie wieder Krieg in dem wir uns aus allem raushalten? Diese beinahe radikale 68er Sicht, das schon alles gut wird wenn wir uns nur aus allem raushalten? Ich könnt kotzen! Und dann diese Rückradlosigkeit, unsere Jungs sterben da drüben und anstatt ihnen Rückhalt zu geben hinter Ihnen zu stehen spuckt Ihr auf sie. Warum dampfen wir die Bundeswehr nicht ein? Wir brauchen ja keine die Amis können uns doch verteidigen und wir zahlen sie dann aus, bloß nicht selbst die Hände schmutzig machen damit wir uns schön hinstellen können und sagen "Wir haben nichts getan" Wie blauäugig ist denn das? Das Problem mit den Politikern ist doch, dass sie auch keinen Arsch in der Hose haben. Beim Pirateneinsatz das Gleiche, amerikanischer Kaptain wird entführt, dann kommen ein paar amerikanische Kriegsschiffe und Spezialeinheiten, Kapitain frei, Piraten tot, und wir? GSG9 fliegt runter, kommt nicht zum Einsatz weil sich Bundeswehr und Bundespolizei nicht über die Zuständigkeit einigen können und die deutschen Matrosen sind seid Wochen da unten. Was passiert wir zahlen, jede Wette! Das kann dann nämlich schön heimlich passieren und wieder mal haben wir uns freigekauft wie immer!
Raus aus Afganistan, lassen wir das Volk doch in seiner Scheisse ersaufen, was geht's uns an? Tolle Einstellung! Bei allem was ich an Amerika nicht mag, die halten wenigstens zusammen und stehen hinter ihren Jungs!
willma912 (30.04.2009, 08:53 Uhr)
@txvet: Sie haben so Recht!
Ich war 15 Monate als Soldat in AFG und wir hatten jeden Tag mit den Afghanen zu tun. Die Bevölkerung ist so froh, dass wir da sind weil sie durch unsere Präsenz und die Hilfe wieder Hoffnung auf eine bessere Zukunft haben. Alle, die hier rumkritisieren sollten sich mit dem Wesen radikaler Moslems auseinander setzen.
Was passiert, wenn -mal angenommen- die muslimische Gemeinde in Berlin-Wedding die Einführung der Scharia fordert und etwaige Kritik daran als Rassismus und Islamophobie brandmarkt? Sollen wir dann tatsächlich zuschauen, wie eine Parallelverfassung installiert wird? (Wie es beim Thema Schächten bereits vorgemacht wurde, als extra für unsere muslimischen Freunde das Tierschutzgesetz ausgehebelt wurde!) Für Sozialleistungen ist der deutsche Staat zuständig, für den Rest die Imame? Ich jedenfalls möchte nicht in einem Land leben, in dem ich weltweite Proteste von Muslimen provoziere, nur weil ich in einem Biergarten öffentlich Alkohol getrunken habe und sich eine muslimische Familie in ihren religiösen Gefühlen verletzt sieht! Zwar ist es noch nicht so weit, aber die, die in AFG gegen uns antreten, die wollen in der ganzen Welt die Scharia und den Islam einführen. Und da habe ich ernsthaft was dagegen. Ich möchte, dass meine Tochter selbst bestimmen kann, welche Kleidung sie trägt, welchen Mann oder von mir aus auch Frau sie sich als Partner/in wählt und welchen Beruf sie ergreifen möchte; Da brauch ich keinen Imam dazu!
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