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Auswärtiges Amt: Deutsche sollen in Hotels bleiben

Sie ist eine der beliebtesten Einkaufsstraße Istanbuls: In der Istiklal-Straße gab es eine Detonation. Es soll sich um einen Selbstmordanschlag handeln. Fünf Menschen sind tot, mindestens 36 weitere wurden verletzt.

Anschlag in Istanbul

Anschlag in Istanbul: Helfer versorgen die Verletzten

Bei einem Selbstmordanschlag im Zentrum der türkischen Metropole Istanbul sind fünf Menschen getötet und 36 verletzt worden. Sieben der Opfer seien schwer verletzt, teilte der Gouverneur von Istanbul, Vasip Sahin, am Samstag mit. Zum Hintergrund des Anschlags machte er keine Angaben. Es werde ermittelt. In der Nähe des Explosionsortes befindet sich ein Einkaufszentrum und das Bezirksamt. 

Unter den Verletzten seien auch drei Israelis, berichtete die Nachrichtenseite Ynet news unter Berufung auf Kreise aus dem Außenministerium. Das Auswärtige Amt in Berlin prüft mit Hochdruck, ob möglicherweise auch Deutsche betroffen sind. Hubschrauber kreisten über dem Unglücksort, Rettungswagen rasten zur Detonationsstelle. Die Polizei sperrte die Einkaufsstraße Istiklal weiträumig ab, wie ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur berichtete.

Am Donnerstag und Freitag waren das deutsche Generalkonsulat in Istanbul, die Botschaft in Ankara und weitere deutsche Einrichtungen wegen einer Terrorwarnung geschlossen worden. Das Konsulat in Istanbul hatte die Bundesbürger am Wochenende zu Achtsamkeit in der Stadt aufgerufen. Ebenso am Montag zum kurdischen Neujahrsfest Newroz.


Erhöhte Vorsicht in Istanbul

Das Auswärtige Amt rät ebenfalls zu erhöhter Vorsicht in Istanbul, Ankara und anderen Großstädten der Türkei. Menschenansammlungen - auch auf öffentlichen Plätzen und vor Touristenattraktionen - sowie der Aufenthalt nahe Regierungs- und Militäreinrichtungen sollten gemieden werden.

Erst vergangenen Sonntag gab es einen Anschlag in der Hauptstadt Ankara mit 37 Toten, zu dem sich eine Splittergruppe der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK bekannte. Die Tat sei eine Vergeltung für die "Massaker in Kurdistan", hatte die Gruppe in ihrem Bekennerschreiben mitgeteilt und zugleich neue Anschläge angekündigt. Die türkische Armee geht seit Monaten in einer Militäroffensive gegen die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK im Südosten der Türkei vor.

Die TAK ging 2004 aus der PKK hervor und verübte Anschläge in Städten. Die Gruppe hatte sich schon im Februar zu einem Anschlag auf einen Militärkonvoi mit 30 Toten in Ankara bekannt. In der Türkei kommt es immer wieder zu Anschlägen. In Istanbul hatte im Januar ein Selbstmordattentäter zwölf deutsche Touristen mit in den Tod gerissen. Die Tat wurde der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zugerechnet.

dsw/DPA
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