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7. Dezember 2008, 13:54 Uhr

Attacke auf der Raststätte

In Pakistan ist ein Militärkonvoi der alliierten Truppen in Afghanistan angegriffen worden. Nach Polizeiangaben wurden mehr als 96 Lastwagen in Brand gesetzt, die Militärfahrzeuge transportierten.

Die wertvolle Ausrüstung wurde lediglich von Parkplatzwächtern geschützt© Tariq Mahmood

Im Nordwesten Pakistans haben mutmaßliche Islamisten bei einem Angriff auf die Nachschublinie für die internationalen Soldaten im benachbarten Afghanistan mehr als 60 Lastwagen im Brand geschossen. Nach Polizeiangaben wurde dabei am frühen Sonntagmorgen ein Wachmann getötet. Die Extremisten hätten die auf einem Rastplatz am Stadtrand von Peschawar geparkten Fahrzeuge mit Granatwerfern und Sturmgewehren angegriffen. Die Lkw sollten Lebensmittel und Militärgüter für die westlichen Truppen bringen.

Wie ein Polizeisprecher weiter sagte, hatten einige Transporter auch gepanzerte Fahrzeuge für die NATO-geführte Schutztruppe ISAF geladen. Die Fahrer hatten über Nacht auf dem Rastplatz haltgemacht, da die pakistanischen Behörden die Fuhrunternehmer angewiesen haben, den rund 18 Kilometer von Peschawar entfernten Khyber-Pass nur tagsüber und nur mit Sicherheitsbegleitung zu überqueren. Die 35 Kilometer lange Route durch die unruhigen Stammesgebiete über den Khyber-Pass ist eine der Hauptversorgungslinien für Afghanistan.

Schutzloser Nachschub

Extremisten in der Region haben wiederholt damit gedroht, die Versorgungslinie zu durchtrennen, was den Einsatz der ausländischen Truppen gegen die Aufständischen in Afghanistan stark behindern würde. Bereits am vergangenen Montag hatten Islamisten zwei Lastwagenfahrer auf dem selben Parkplatz bei Peschawar getötet und mindestens ein Dutzend Nachschubfahrzeuge zerstört. Der Konvoi wurde allen Anschein nicht von Militäreinheiten gesichert.

Diese Taliban haben ihren Humvee heil erbeutet© Tariq Mahmood/AFP

Am Samstag ist Afghanistan der 100. Soldat aus Kanada ums Leben gekommen. In der südafghanischen Unruheprovinz Kandahar wurden drei Kanadier durch einen Bombenanschlag getötet, als sie in ihrem gepanzerten Fahrzeug unterwegs waren, wie die kanadische Tageszeitung "Globe and Mail" berichtete. Zuletzt war Anfang September ein kanadischer Soldat von einer Autobombe ebenfalls im Süden des Landes getötet worden. Die drei Männer waren routinegemäß auf einer Patrouille 15 Kilometer westlich der Stadt Kandahar unterwegs - als Teil der eines Unterstützung- und Trainingsprogramms für afghanische Soldaten. In der Region zeigten die Taliban seit Juli wieder verstärkt Präsenz, hieß es.

DPA/AP

 
 
KOMMENTARE (10 von 11)
 
Reality (07.12.2008, 19:15 Uhr)
@palatine
Ihr Wort in Gottes Gehörgang.
Ihr Kommentar lässt bei mir den Schluss zu, dass sie wirklich an das glauben was sie da ausdrücken.
Da frage ich mich, in welcher Welt leben sie, von was träumen Sie ?
Haben sie nicht realisiert, was dort ab geht ?
Meinen sie wirklich die lassen sich verändern, würden ihren Glauben aufgeben ?
Das alles noch dazu in einem Land wo man uns vorlügt, dass es Fortschritte in Form von Demokratisierung, Glaubensfreiheit gäbe.
auf welcher Wolke schweben sie ?
Lesen sie einschlägige Literatur.!
Nicht nur das nachbeten was einem von Seiten der Politik der Mainstream Medien geboten wird.
Nicht nur das glauben was diese Meinungsmachfirmen aus USA auf den Markt bringen.
Ändern sie ihr Verhalten in Bezug auf Informationbeschaffung und sie werden schnell erkennen, dass es nur ums Geld in diesem Angriffs-Krieg dort geht.
Um nicht mehr und nicht weniger, alles andere soll die dumm gebliebenen Bürger beruhigen.
Es wird eine Politik von einer unfähigen Kanzlerin gemacht die leichtfertig junge Soldaten für nichts und wieder nichts opfert, zu Angriffskriegsschlachtbank führt.
Mit dem Argument, die westliche Freiheit muß am Hindukusch verteidigt werden weil sonst der Terror zu uns kommt.
(Fragt sich nur ob er mit dem Fahrrad oder zu Fuß kommt.)
Leute lasst euch doch nicht weiter verblöden!!!
L.Gleichmann (07.12.2008, 18:24 Uhr)
@Palatine
Guten Abend
Die Meinung steht unter der Erkenntnis: Es ist da schon wahrlich genug auch im Guten versucht worden. Irgendwann hat alles seine Grenzen. Es gibt eine Ausnahme: Man hätte die Chance das Talibangesindel mit der Wurzel ohne eigen Verluste auszuräuchern. Dazu sehe ich derzeit keine Möglichkeiten.
Palatine (07.12.2008, 17:50 Uhr)
Palatine
@GleichmannZitat: "Dort raus aus dem Scheissland und die Deppen sich selbst übelassen"
Das ist auch der Gedanke, den ich zuerst bei solchen Meldungen habe. Nur: Es sind nicht alle Deppen in Afghanistan. Es gibt auch die Lehrer, die ermordet werden, es gibt die Frauen, die einhgesperrt werden und gesteinigt, wenn sie nicht ins Muster der Taliban passen. Es gibt die Mädchenschulen, die brennen, und es gibt die Mädchen, die auf dem Weg in die Schule Anschlägen zum Opfer fallen. Können wir uns wirklich mit gutem Gewissen zurücklehnen und stolz sein auf unsere Friedensliebe, wenn wir unsere Soldaten abziehen dort alles dem Terror überlassen?
undueberhaupt (07.12.2008, 17:27 Uhr)
Aber Hallo!
Leute, das war die dümmste Nachricht seit Wochen. Da lachen ja die Hühner. Wie kann man an der gefährlichsten Stelle in Parkistan einen Militärkonvoi über Nacht stehen lassen. Da sind mal schnell ein paar hunderttausend Dollar verpufft. Was sind das für Kameltreiber?
L.Gleichmann (07.12.2008, 17:19 Uhr)
Einfach
Man lernt nichts, die riesige sowjetische Miltärmaschinen hat es nicht geschafft da "Ordnung" rein zu bringen. Es hilft nur prophylaktisch dort jeden 2 Mann zu erschiessen, aber, auch das gabs schon mal, es hat auch nicht geholfen. ERGO: Dort raus aus dem Scheissland und die Deppen sich selbst übelassen. Jede andere Politik ist hirnrissig, die Vetreter einer solchen genauso.
Reality (07.12.2008, 16:41 Uhr)
Es gibt keine Legitimation für diesen Angriffs- Krieg
Es wird uns immer wieder gebetsmühlenartig vorgeschwaffelt,
dass wir dort die westliche Freiheit, die westliche Demokratie installieren wollen oder sollten.
Es wurde dieser Krieg begonnen weil angeblich Bin Laden dort sei und dieser den 11.09....zu verantworten hätte.
Nun bis heute bleibt es ein Mysterium warum die Amerikaner diesen Bin Laden nicht zu fassen bekommen. Will man ihn überhaupt fassen ?
Was würde er uns wohl preisgeben - erzählen ?
Womöglich, dass alles von den amerikanischen Geheimdiensten veranstaltet wurde ?
Jedenfalls die Afghanen haben den 11.09...nicht zu verantworten.
Bin Laden kommt aus Saudi Arabien.
Auch die Taleban nicht.
Nur diese sitzen eben in diesem Land das man so gerne von Amerika aus als Transitland für die Ölförderung benutzen will und den Profit will man nicht mit den Taleban teilen, da sind diese im Weg.
Nur dass diese damit nicht einverstanden sind, versteht sich wohl von selbst.
Diesen Krieg kann und wird der Westen nie gewinnen.
Der Westen muss andere Lösungen suchen und finden und wenn er mit den Taleban dabei teilen muß.
Es ist ohnehin ein Witz der Geschichte, dass wir vorgegebenermaßen dort die Freiheit unseres Landes oder des Westens verteidigen sollen indem wir unter anderem morden und töten und nebenher die Opiumfelder bewachen damit die Geheimdienste genügend finanzielle Mittel haben um ihre Spielchen weiter treiben zu können.
Und unsere Parteien im Bundestag sind doch tatsächlich der Auffassung, dass das Deutsche Wählervolk so verblödet ist und diese Spielchen nicht registriert.
heinzbecker007 (07.12.2008, 16:22 Uhr)
Lachnummer
Die ganze Allianz in Afghanistan ist doch eine Lachnummer. Echten Profis wäre so etwas nicht passiert. Es wird höchste Zeit, daß die Bundeswehr das Land verläßt und die Afghanen sich selbst um ihr Land kümmern.
Wiebitte20081 (07.12.2008, 15:00 Uhr)
???
Alles klar.mit ,,Billigkräften²den Nachschub sichern.Der ist ja nicht so wichtig.Das gleiche wie hier bei uns in Deutschland .Mies bezahlt,schlecht ausgebildet wird aber voller Einsatz erwartet.Das Ergebniss.Totales Versagen.Was glauben die Truppen da unten eigentlichßDas die Alis sich f. 3Dollar am Tag den Arsch aufreissen?Mal die Überwachungsvideos v. Mumbai gesehen?wie die Sicherheitskräfte sich da mit ihrer Enfieldflinte a.d. 1.Weltkrieg hinter einem Campingstuhl verstecken?Oder damals die Wächter in Ägypten im Tal d. Könige sich mit leeren Kalaschnikows unter die Touristen gemischt haben?Oder die Irakischen v. Militärberatern trainierten Schafhüter sich beim Essen fassen beinahe selber mit dem MG umgelegt haben?es gibt Berichte v. amerikanischen Soldaten die immer drauf geachtet haben entweder die Koalitionstruppen zuerst nach Vorne oder ganz aus dem Einsatz rauszuhalten.Die wussten schon warum.Wie müssen sich die Soldaten da unten eigentlich vorkommen wenn sie f. jeden Schuss unter Umständen in den Bau müssen oder zumindest die Munition bezahlen müssen?Da unten hilft nur Truppen raus Bombe rein.
Salzsteuer (07.12.2008, 14:59 Uhr)
Nichts gelernt...
aus dem Desaster in Vietnam. Amis halt!
esopherah (07.12.2008, 14:44 Uhr)
krieg light
funktioniert nicht. das war nach 2 monaten afganistan doch schon klar.
Wir sind nunmal besatzer eines fremden landes!
Wenn afganistan irgendwann enden soll, müssen alle clanchefs beseitigt werden und die vorhanden traditionen zerstört werden (wie die militärtradition der deutschen nach wwII). Das geht aber nicht ohne massive menschliche verlusste auf allen seiten.
Aber nur so können die afganen einen neuanfang machen. Zur Zeit ist die lage da unten so scheisse, dass die exil afganen die dem land gerne helfen würden sich noch nicht runter trauen, weil sie in die selben modernisierungs feindlichen systeme zurück müssten. Momentan seh ich für das land und unsere truppen schwarz.
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