Zwölf Tote bei der Explosion einer Autobombe

7. August 2003, 15:11 Uhr

Bei der Explosion einer Autobombe vor der jordanischen Botschaft in Bagdad sind am Donnerstag bis zu zwölf Menschen getötet und 52 weitere zum Teil schwer verletzt worden.

US-Soldaten vor der Botschaft©

Am Donnerstagmorgen nahm die 4. Infanteriedivision in Tikrit vier mutmaßliche Organisatoren der Anschläge auf die US-Truppen fest. Darunter sind nach Militärangaben zwei frühere Generäle, ein Anführer der Fedajin-Milizen sowie der mutmaßliche Finanzier der Anschläge in Tikrit. Bei der Razzia setzten 100 Soldaten, unterstützt von Panzern und einem Kampfhubschrauber, zunächst etwa 40 Personen fest. Die meisten von ihnen wurden nach Verhören wieder freigelassen.

Ukraine schickt erste Soldaten nach Kuwait

Russland präzisierte unterdessen seine Anforderungen an eine neue UN-Resolution zu Irak, die Moskau zur Bedingung für eine Beteiligung am Wiederaufbau des Landes macht. Die Resolution müsse einen klaren Zeitplan für die Verabschiedung einer Verfassung und demokratische Wahlen enthalten, sagte Außenminister Igor Iwanow laut Berichten russischer Nachrichtenagenturen. „Im Rahmen eines solchen Prozesses wäre es möglich, den irakischen Verwaltungsrat als Übergangs-Regierung anzuerkennen“, wurde Iwanow zitiert.

Neue UN-Resolution im Sicherheitsrat

Die Zeitung „Financial Times“ hatte am Montag berichtet, dass London und Washington die Einbringung einer neuen UN-Resolution in den Sicherheitsrat prüfen. Ohne UN-Mandat sind zahlreiche Staaten, darunter Deutschland und Frankreich, zur Entsendung von Friedenstruppen nach Irak nicht bereit. Auch Syrien wies eine entsprechende Anfrage der USA am Donnerstag zurück. Am Dienstag hatte bereits die Arabische Liga das US-Ersuchen um Friedenstruppen abgewiesen.

Die Ukraine dagegen schickte am Donnerstag die ersten 345 Soldaten ihres angekündigten Truppenkontingents nach Kuwait, wo sie auf ihren Einsatz in Irak vorbereitet werden sollen. Bis zum 11. August sollen alle 1.660 Soldaten eintreffen. Das ukrainische Kontingent ist Teil einer von Polen angeführten multinationalen Friedenstruppe.