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11. November 2004, 12:42 Uhr

Holland kommt nicht zur Ruhe

Seit der Ermordung des Filmemachers van Gogh hat sich die Gewaltspriale in den Niederlanden dramatisch weitergedreht. Unbekannte versuchten, eine Kirche in Rotterdam in Brand zu stecken.

Niederländische Polizisten bei der Anti-Terror-Aktion in Den Haag© Michael Kooren/Reuters

Die Serie von Anschlägen auf religiöse Einrichtungen in den Niederlanden nach der Ermordung des islamkritischen Filmemachers Theo van Gogh reißt nicht ab. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, schleuderte ein unbekannter Täter in Rotterdam einen Molotow-Cocktail durch ein Fenster eines Kirchensaals. Der Brandsatz habe sich allerdings nicht entzündet, so dass kein Schaden entstanden sei. Zum Zeitpunkt des Anschlags hatte in dem Raum der reformierten Kirchengemeinde eine Versammlung stattgefunden.

Welle der Gewalt reißt nicht ab

Zuletzt waren am Mittwochabend eine katholische Schule in Eindhoven und eine reformierte Kirche in Rotterdam Ziel von unerkannt entkommener Brandstifter. In Eindhoven waren ein Klassenzimmer ausgebrannt und weitere Räume durch Rauch und Löschwasser beschädigt worden.

Die Polizei vermutet Jugendliche hinter den Taten, die keine religiösen Motive gehabt hätten. Seit der Ermordung der 47-jährigen van Goghs am Dienstag vergangener Woche hat es in den Niederlanden immer wieder Ausbrüche von Gewalt gegeben.

Ein Justizsprecher teilte mit, bei Anti-Terror-Aktionen seien am Vortag in Den Haag, Amsterdam und Amersfoort bei Utrecht insgesamt sieben Verdächtige festgenommen worden. Sie gehören mutmaßlich zu einem Netzwerk radikaler Muslime.

DPA
 
 
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