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Der designierte britische Premierminister Gordon Brown genießt nicht unbedingt den besten Ruf. Er gilt als eiskalt, aufbrausend und machtbesessen. Wenn er Tony Blair beerbt, krönt er eine von Niederlagen geprägte Karriere.
Dieser Vorladung konnte er nicht entgehen: Großbritanniens Ex-Regierungschef Tony Blair musste sich vor der Untersuchungskommission kritische Fragen zum Einsatz im Irak gefallen lassen. Blair tat, was er immer tut: Er verteidigte seinen Angriffsbefehl.
Der britische Premier Gordon Brown ist ein Anti-Blair: Sperrig statt geschmeidig, dröge statt unterhaltend. Den Briten gefällt das, oder besser: Ihnen gefiel das. Denn der Vorsprung von Labour auf die Konservativen ist geschmolzen. Tory-Chef David Cameron hat sich bei Brown etwas abgeguckt.
Er schuf Cool Britannia und hätte der größte Premier Großbritanniens werden können. Doch er verspielte alles: seine Chancen, seinen Charme, sein politisches Kapital und wurde die größte Enttäuschung. Nach zehn Jahren tritt Tony Blair nun zurück.
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