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Ägyptens Präsident Mursi gerät in Bedrängnis

In einem Interview von 2010 hatte Mursi Zionisten in Israel unter anderem als "Blutsauger" und "Kriegstreiber" beschimpft. Sein Sprecher sagte jetzt, die Zitate seien aus dem Zusammenhang gerissen.

  Das US-Außenministerium und das Weiße Haus fordern nun eine Stellungnahme des Ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi

Das US-Außenministerium und das Weiße Haus fordern nun eine Stellungnahme des Ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi

Der ägyptische Präsident Mohammed Mursi ist wegen anti-jüdischer Äußerungen in Schwierigkeiten geraten. Sein Sprecher Jassir Ali sagte zwar am Donnerstag vor der Presse in Kairo, diese alten Zitate von Mursi seien aus dem Zusammenhang gerissen wiedergegeben worden. Mursi habe die Bemerkungen damals im Zusammenhang mit den israelischen Angriffen im palästinensischen Gazastreifen gemacht. Doch mit Alis Erklärung dürfte diese Krise noch nicht ausgestanden sein.

Mehrere internationale Medien hatten Anfang dieser Woche über TV-Interviews des Islamisten von 2010 berichtet. Darin hatte er die Zionisten in Israel als "Blutsauger", "Kriegstreiber" und "Nachfahren von Affen und Schweinen" beschimpft. Außerdem forderte Mursi damals die Ägypter auf, "unsere Kinder und Enkelkinder zum Hass auf die Juden und Zionisten zu erziehen".

Das US-Außenministerium und das Weiße Haus reagierten nicht eben erfreut auf die Veröffentlichungen. Die US-Regierung forderte Mursi auf, nicht nur international, sondern auch gegenüber seiner eigenen Bevölkerung klarzustellen, dass diese Kommentare falsch waren. Mursi entstammt der Muslimbruderschaft, in deren Verlautbarungen Israel oft als "zionistisches Gebilde" bezeichnet wird.

amt/DPA/DPA

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