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13. Dezember 2005, 13:19 Uhr

Ahmadinedschad gießt Öl ins Feuer

Gerade waren die internationalen Proteste gegen israelfeindliche Äußerungen des iranischen Präsidenten ein wenig abgeklungen, da legt Ahmadinedschad nach: Er ruft die islamische Welt zu Aktivität in "der palästinensischen Frage" auf.

Ahmadinedschad leugnet erneut den Holocaust: "Falls die Ermordung von Juden in Europa wahr"© Raheb Homavandi/Reuters

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat sich erneut antisemitisch geäußert und den Holocaust in Zweifel gezogen. "Falls die Ermordung von Juden in Europa wahr ist, und die Zionisten unter diesem Vorwand unterstützt werden, warum sollte das palästinensische Volk den Preis dafür zahlen?", sagte Ahmadinedschad nach einem Bericht des staatlichen Fernsehens, der im Internet erschien.

Erst in der vergangenen Woche war der Präsident wegen israelfeindlicher Äußerungen weltweit in die Kritik geraten. Ahmadinedschad nahm am Montag an einer islamischen Konferenz in Teheran teil.

Islamische Welt soll aktiv werden

Später sprach er mit dem politischen Führer der Hamas, Chaled Maschaal, wie es im Internet hieß. "Die islamische Welt sollte ihre Passivität aufgeben und sich aktiver mit der palästinensischen Frage beschäftigen", sagte der Präsident. Der Westen könne im israelisch-palästinensischen Konflikt keine Vermittlerrolle übernehmen, weil er immer auf der Seite des "zionistischen Regimes" stehe.

Schon in der vergangenen Woche hatte Ahmadinedschad Zweifel am Holocaust geäußert und gefordert, Israel nach Deutschland oder Österreich zu verlegen. Europa, die USA und sogar der iranische Verbündete Russland reagierten verärgert. Selbst die konservative Partei Islamische Koalitionsgesellschaft forderte, Ahmadinedschad müsse "seine Worte mit Bedacht wählen".

DPA
 
 
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