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28. Dezember 2011, 08:00 Uhr

Präsidentin Fernandez de Kirchner hat Krebs

Schock für Argentinien: Präsidentin Christina Fernandez de Kirchner ist an Schilddrüsenkrebs erkrankt und muss ihr Amt für einige Wochen niederlegen. Allerdings sind die Heilungschancen hoch.

Drei Monate nach ihrem strahlenden Wahlsieg muss sich die argentinische Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner vorübergehend aus der Politik zurückziehen. Die 58-Jährige ist an Schilddrüsenkrebs erkrankt und wird kurz nach dem Jahreswechsel operiert. Das sagte ein Regierungssprecher am Dienstag in Buenos Aires. Die beliebte Politikerin hat die drittgrößte Volkswirtschaft Lateinamerikas in den vergangenen Jahren durch eine Phase starken Wachstums geführt.

Die Krebserkrankung wurde nach Angaben des Regierungssprechers in der vergangenen Woche bei einer Routineuntersuchung entdeckt. Der Tumor gehört demnach zur gut behandelbaren Sorte eines papillären Krebses und hat bislang keine Metastasen entwickelt. "Der Tumor muss entfernt werden", sagte der Krebsspezialist Julio Moreno aus Buenos Aires. "Die Prognose ist sehr gut. Die Chancen auf Heilung liegen bei 90 bis 98 Prozent." So soll Kirchners Pause vom Amt auch nur vom 4. bis zum 24. Januar dauern.

Erstaunliches Comeback

Die 58-Jährige war im Oktober mit einem Erdrutschsieg im Amt bestätigt worden, nachdem ihr Mann Nestor Kirchner ein Jahr zuvor an einem Herzinfarkt gestorben war. Es war lange erwartet worden, dass Fernandez de Kirchner bei der Wahl für ihren Mann Platz macht. Nach seinem Tod gelang ihr jedoch nicht zuletzt dank des kräftigen Wirtschaftswachstums und einer breiten Anteilnahme der Bevölkerung an ihrem privaten Schicksal ein erstaunliches politisches Comeback. Internationale Geldgeber und einheimische Wirtschaftsbosse halten ihr allerdings vor, mit relativ rigiden Vorgaben Investitionen im Land zu bremsen.

ben/Reuters
 
 
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