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Trotz Ausgangssperre zogen auch in der zweite Nacht nach dem Sturz der kirgisischen Regierung Tausende Plünderer und Randalierer durch die Straßen, es gab einen Toten und mehrere Verletzte. Der gestürzte Präsident Askar Akajew tauchte jetzt in Moskau auf.
Ein Tag nach der Machtübernahme in Kirgisien hat die bisherige Opposition ihren Anführer Kurmanbek Bakiew zum amtierenden Präsidenten und Regierungschef des Landes ernannt. Bakiew will nach heftigen Plünderungen und Kämpfen erst einmal für Ruhe sorgen.
Kaum stürmten Oppositionelle das Regierungsgelände der kirgisischen Hauptstadt Bischkek, hat der Präsident Askar Akajew mit seiner Familie fluchtartig das Land verlassen. Jetzt widersprechen sich die Nachrichten: Ist er zurückgetreten oder nicht?
Hunderte Demonstranten haben den Regierungssitz in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek gestürmt und den Rücktritt von Übergangspräsident Bakiew gefordert. Mit Tränengas jagte die Polizei die Menschen durch die Straßen.
Vor drei Jahren war Kurmanbek Bakijew noch getreuer Parteigänger des kirgisischen Präsidenten Askar Akajew. Erst als im Mai 2002 sechs Demonstranten von der Polizei erschossen wurden, schloss er sich der Opposition an.
Die Frage, ob das alte oder das neue Parlament in Kirgisien legitimiert ist, ist entschieden. Die Wahlkommission erteilte dem neu gewählten Unterhaus alle Vollmachten.
Galt lange als die liberalste Republik im autoritären Zentralasien. Aber seit Strom- und Heizkosten die Löhne auffressen, murrt das Volk - jetzt hat es gegen die harte Linie des Präsidenten revoltiert.
Machtwechsel in Kirgistan? Zumindest laut Opposition hat die Regierung von Ministerpräsident Danijar Ussenow ihren Rücktritt eingereicht. Zuvor hatte sich der Aufstand in dem zentralasiatischen Land dramatisch zugespitzt: Dutzende Menschen starben, Regierungsgebäude gingen in Flammen auf.
Die ehemalige Sowjetrepublik Kirgistan liegt in Zentralasien. Die Hauptstadt ist Bischek. Regiert wird das Land von Präsident Kurmanbek Bakijew. Er ist 2005 an der Spitze einer Protestbewegung an die Macht gekommen. Die sogenannte Tulpenrevolution führte zum Sturz seines Vorgängers Askar Akajew, dem Korruption und Günstlingswirtschaft vorgeworfen wurden. Inzwischen wird Bakijew mit ähnlichen Vorwürfen konfrontiert. Das größtenteils muslimische Land wird seit Anfang März von Unruhen erschüttert.
Bei den Präsidentschaftswahlen im zentralasiatischen Staat Kirgisien hat sich das amtierende Staatsoberhaupt Bakijew durchgesetzt. Nach Unruhen im Frühjahr ist das Land damit wieder auf Stabilitätskurs.
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Askar Akajewitsch Akajew war 1990–1991 Präsident der Kirgisischen SSR und 1991–2005 der erste Staatspräsident des unabhängigen Kirgisistan. Nach einem Physikstudium in Leningrad schlug er eine wissenschaftliche Laufbahn ein. Ende der 1980er Jahre wurde der zum Präsident der Kirgisischen Akademie der Wissenschaften ernannt. Er war Mitglied im ZK der KPdSU und wurde 1990 vom Obersten Sowjet der Kirgisischen SSR zum Parlamentspräsidenten ernannt. Er vermittelte zwischen den verschiedenen Volksgr...