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Merkel erntet freundliche Worte statt Hass

Blanker Hass sei Angela Merkel bei ihrer Athen-Visite entgegengeschlagen, hieß es. Doch am Tag danach zeigt sich: Die Kanzlerin traf wohl den richtigen Ton. Die griechische Presse gibt sich moderat.

Von Andreas Albes

Es brannten Deutschlandfahnen, während Bundeskanzlerin Angela Merkel in Athen weilte. Nein, das ist nicht nett. Einige Demonstranten hatten einen Armee-Jeep aufgetrieben und sich Naziuniformen angezogen, um vors griechische Parlament zu fahren. Auch das: sehr unfreundlich, aber immerhin steckte hinter der Aktion ein gewisser Aufwand. Ansonsten: Viele "Merkel raus!"-Rufe und ein paar plumpe antideutsche Schlagzeilen in den Tageszeitungen. Das Ergebnis: Die deutschen Medien mokieren sich heute darüber, dass die Griechen mal wieder die Nazikeule geschwungen hätten. "Merkel schlug blanker Hass etgegen." Dabei sollten die Griechen doch ihr und den bundesdeutschen Steuerzahlern lieber dankbar sein.

Das kann man so sehen. Doch es verzerrt das Bild. In Wahrheit wurde Angela Merkel unerwartet freundlich empfangen. Noch im Februar wäre die Athener Innenstadt in Flammen aufgegangen, hätte die Kanzlerin ihren Fuß auf griechischen Boden gesetzt. Die Tatsache, dass 6000 Polizisten die Innenstadt abgeriegelt hatten und die Samaras-Regierung zum ersten Mal seit der Militärdiktatur ein Demonstrationsverbot verhängte, trug nur zum Teil dazu bei, dass es am Dienstag verhältnismäßig ruhig blieb (etwa 40.000 Menschen demonstrierten). Denn wer die Griechen kennt, weiß, dass sie sich durch übermäßige Präsenz staatlicher Organe eher provoziert als eingeschüchtert fühlen.

Kanzlerin trifft den richtigen Ton

Auch die großen Athener Tageszeitungen hielten sich erstaunlich zurück. Eine einzige "Heil Merkel"-Schlagzeile gab es im Vorfeld des Besuchs. Während der großen Streikwelle im vergangenen Herbst prangte fast auf jeder Titelzeile eine Merkel-Fotomontage mit SS-Outfit. Dabei geht es den Griechen heute schlechter als damals. Und die Aussichten für die Zukunft sind finsterer den je. In 400.000 Familien gibt es niemanden mehr, der einen Job hat. Die Arbeitslosenquote liegt bei 25 Prozent, und nach jüngsten Prognosen von Wirtschaftsexperten wird es mindestens zehn Jahre dauern, bis sie erstmals wieder unter die Zehn-Prozent-Marke fällt.

Sicher wirkte Angela Merkels Kurztrip etwas absurd. Wie sie in ihrer gepanzerten Limousine durch eine schwer bewachte und fast menschenleere Stadt raste. Anschließend mit Premier Samaras in seiner idyllischen Dienstvilla ("Megaro Maximou") inmitten von Palmen zusammentraf, während einige hundert Meter entfernt deutschlandfeindliche Parolen skandiert wurden. Und doch muss die Bilanz positiv ausfallen. Denn offensichtlich hat Merkel in ihrer trockenen Art den richtigen Ton gefunden. Viele Menschen in Griechenland scheinen ihr abzunehmen, dass sie weiß, wie das Volk leidet. Und dass sie die allmählichen Fortschritte bei den Reformen würdigt. Etwa die Entwicklung in der Außenhandelsbilanz oder bei den Lohnstückkosten.

"Griechenlands Isolation beendet"

Entsprechend fielen die heutigen Schlagzeilen der griechischen Presse aus. "Merkel-Besuch ein Zeichen der Hoffnung", schrieb "Ekathimerini". Und das führende Blatt "Ta Nea" titelte: "Sie kam, sie sah, sie versprach." Und weiter: "Mit ihrem Besuch hat Angela Merkel die zweieinhalb Jahre andauernde Isolation Griechenlands beendet." "Ethnos", sonst vor allem für plumpe Hitler-Karikaturen bekannt, säuselte: "Merkels Visite bestätigt das positive Klima in den deutsch-griechischen Beziehungen." Das mag etwas übertrieben klingen. Doch es belegt, dass Angela Merkel im Dialog mit Athen ein wichtiger Neuanfang gelungen ist.

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