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5. Januar 2009, 16:47 Uhr
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Extremisten schießen Polizisten nieder

Die Gewalt in der griechischen Hauptstadt Athen ist erneut eskaliert. Extremisten haben einen Polizeiposten mit einer Kalaschnikow, einer Pistole und einer Handgranate angegriffen und dabei einen 21-jährigen Polizisten lebensgefährlich verletzt.

Athen, Polizist, Ausschreitungen, Handgranate, Kalaschnikow

© Pantelis Saitas/DPA

Griechenland kommt nicht zur Ruhe: Mutmaßliche Extremisten attackierten am Montag eine Polizeistation mit einer Kalaschnikow, einer Pistole und einer Handgranate, es fielen mehr als 30 Schüsse. Dabei wurde ein 21-jähriger Polizist lebensgefährlich verletzt. Ziel des Angriffs war ein Posten vor dem Kulturministerium im Stadtviertel Exarchia, wo die Unruhen vom Dezember ihren Ursprung hatten.

Der Polizist schwebt trotz einer mehrstündigen Operation weiter in Lebensgefahr, teilten die Ärzte mit. "Der Zustand des Verletzten ist äußerst ernst, aber stabil", sagte ein Sprecher des Krankenhauses in Athen. Zwei Kugeln hätten seine Lunge und andere Organe verletzt.

72 Verdächtige, die sich in Tatortnähe aufhielten, seien in Polizeigewahrsam genommen worden, hieß es im Staatsradio. Experten stuften die Attacke als möglichen Racheakt ein: Am 6. Dezember war in Athen ein 15-Jähriger bei einer Demonstration von Autonomen durch eine Polizeikugel getötet worden.

Seitdem kommt es in Griechenland immer wieder zu gewaltsamen Protesten und Angriffen auf die Polizei. Ministerpräsident Kostas Karamanlis nannte die jüngste Bluttat ein "schweres Verbrechen". "Unsere Demokratie ist stark", sagte Karamanlis im Fernsehen und kündigte an, der Rechtsstaat werde die Verantwortlichen finden und zur Rechenschaft ziehen."

Die blutige Attacke ereignete sich laut Polizei kurz nach drei Uhr nachts. Augenzeugenberichten zufolge beschossen zwei oder drei Täter den Polizeiposten aus einer Entfernung von etwa 40 Metern.

Die ballistische Untersuchung der Kugeln ergab, dass sie aus zwei Waffen kamen, die auch bei vorherigen Attacken eingesetzt worden waren. Mit der am Montag benutzten Kalaschnikow war auch bei einem Angriff am 23. Dezember geschossen worden. Damals war ein Polizeibus ins Visier genommen worden, es wurde aber niemand verletzt. Zu der Tat hatte sich eine bisher unbekannte Untergrundorganisation namens "Volksaktion" bekannt.

Die Pistole war bereits bei einem anderen Angriff auf eine Polizeistation von der Terrororganisation "Revolutionärer Kampf" benutzt worden. Diese Untergrundorganisation gilt als äußerst gefährlich. Sie hat in den vergangenen zehn Jahren mehrere Anschläge mit Bomben auf Regierungsgebäude und Polizeiautos verübt und am 12. Januar 2007 auch die amerikanische Botschaft in Athen mit einer Panzerfaust attackiert.

DPA/AP
KOMMENTARE (2 von 2)
 
Dirk_37 (07.01.2009, 09:28 Uhr)
Wo sind denn...
.. die Damen und Herren Kommentatoren, die noch vor wenigen Wochen den Aufmarsch des Mobs als heldenhaften Widerstand gefeiert haben??? Bei solcher Eskalation würde ich die bayerische Polizei anfordern; die würden dem Pack schon zeigen, was eine Harke ist! MfG Dirk
Hans_Juergen (05.01.2009, 22:32 Uhr)
das riecht aber..
..verdächtig nach gladio & strategie der spannung
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