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18. Dezember 2009, 15:59 Uhr

USA und Russland handeln neues Abkommen aus

US-Präsident Barack Obama und der russische Staatschef Dmitri Medwedew wollen die Zahl ihrer Atomwaffen verringern. Die außenpolitischen Vertreter der beiden Großmächte handeln ein neues Abrüstungsabkommen aus.

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Treiben gemeinsam die nukleare Abrüstung voran: Dmitri Medwedew (l.) und Barrack Obama© Anatoly Maltsev/EPA

Ein neuer atomarer Abrüstungsvertrag zwischen Russland und den USA ist nach Angaben der Präsidenten beider Staaten zum Greifen nahe. "Wir stehen kurz vor einer Einigung", sagte US-Präsident Barack Obama am Freitag bei einem Treffen mit Kremlchef Dmitri Medwedew in Kopenhagen. Es gebe "ausgezeichnete Fortschritte". Medwedew meinte, eine Reihe technischer Details müsse zu klären sein. Der Vertrag regelt die Verringerung strategischer offensiver Waffen und ersetzt das am 5. Dezember abgelaufene Abkommen von 1991.

"Unsere Positionen sind sehr nah beieinander, und fast alle Fragen, die wir in den vergangenen Monaten diskutiert haben, sind ausgeräumt", sagte Medwedew. Sein außenpolitischer Berater Sergej Prichodko sagte, die Arbeit an dem neuen Abkommen solle im Januar fortgesetzt werden. Keine Seite könne zum jetzigen Zeitpunkt Details veröffentlichen. "Wir machen das sehr bewusst und respektieren die Verabredung mit unserem Partner." Sobald die Präsidenten das neue Abkommen unterzeichnet haben, müssen dann die Parlamente in Moskau und Washington die Verträge ratifizieren. Erst dann werden sie gültig.

Obama und Medwedew hatten vor kurzem bei einem Treffen in Singapur erneut ihren Willen bekundet, die Abrüstungsverhandlungen bald abzuschließen. Unterschiedliche Vorstellungen hatte es bis zuletzt bei der Zahl der atomaren Sprengköpfe und Trägersysteme gegeben. Geplant ist, die nuklearen Sprengköpfe auf maximal jeweils 1675 Stück zu senken. Zudem sollen Trägersysteme auf je höchstens 1100 reduziert werden. Streit hatte es außerdem bei der Rüstungskontrolle gegeben.

Der 1991 von Michail Gorbatschow und George Bush unterzeichnete Start-I-Vertrag begrenzte die Zahl der strategischen Atomwaffen auf jeweils etwa 6000. Beide Seiten mussten deswegen ihre Arsenale um etwa ein Viertel verkleinern.

DPA
 
 
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