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7. Februar 2010, 10:35 Uhr

Iran will Uran im eigenen Land höher anreichern

Ungeachtet der Androhung neuer Sanktionen will der Iran sein Uran höher anreichern. Im Staatsfernsehen gab Präsident Mahmud Ahmadinedschad bekannt, er habe den Auftrag erteilt, auf 20 Prozent angereichertes Uran zu produzieren. Ein Kompromiss mit der Internationalen Atomenergiebehörde scheint nun ausgeschlossen.

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Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad will Uran im eigenen Land auf 20 Prozent anreichern lassen© Behrouz Mehri/AFP

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat die Anreicherung von Uran auf 20 Prozent in seinem Land angeordnet. Diesen Auftrag erteilte er am Sonntag im staatlichen Fernsehen dem Chef der iranischen Atomenergiebehörde, Ali Salehi. "Ich habe gesagt, dass ihnen zwei bis drei Monate gegeben werden soll und wenn sie nicht zustimmen, werden wir selbst anfangen", sagte er mit Blick auf die internationale Gemeinschaft.

Im Atomstreit hatte der Iran dem Westen Anfang Januar ein Ultimatum gestellt. Die internationale Gemeinschaft habe "einen Monat Zeit", auf Teherans Bedingungen für eine Uran-Anreicherung im Ausland einzugehen, sagte Außenminister Manuschehr Mottaki damals.

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hatte dem Iran im Oktober vorgeschlagen, Uran mit niedrigem Anreicherungsgrad nach Frankreich und Russland zu exportieren. Dort solle das Material stärker angereichert und dann in den Iran zurückgeliefert werden. Dieses Angebot war von Teheran zunächst zurückgewiesen worden. In dieser Woche ergab sich durch Äußerungen von Ahmadinedschad jedoch der Eindruck, die Anreicherung im Ausland werde von Teheran in Betracht gezogen.

Bei der Münchener Sicherheitskonferenz hatten die USA und Deutschland indes erklärt, es gebe keine Zeichen dafür, dass der Iran im Atomstreit einlenke. Die internationale Gemeinschaft befürchtet, dass der Iran unter dem Deckmantel der friedlichen Nutzung der Kernenergie heimlich an Atomwaffen arbeitet. Deutschland bemüht sich zusammen mit den fünf UN-Vetomächten Russland, China, Frankreich, Großbritannien und den USA um eine Lösung des Konflikts.

AFP/Reuters
 
 
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