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22. Oktober 2009, 12:26 Uhr

Israel und Iran: Erzrivalen treffen in Kairo aufeinander

Erstmals seit 30 Jahren haben Israel und der Iran nach israelischen Angaben gemeinsam an Gesprächen über die regionale Atompolitik teilgenommen. Eine Vertreterin der israelischen Atombehörde und ein iranischer Repräsentant häben vergangenen Monat in Kairo an einer entsprechenden Versammlung teilgenommen.

Erstmals seit 30 Jahren haben Israel und der Iran nach israelischen Angaben gemeinsam an Gesprächen über die regionale Atompolitik teilgenommen. Eine Sprecherin der israelischen Kommission für Atomenergie bestätigte am Donnerstag, eine Vertreterin der israelischen Atombehörde und ein iranischer Repräsentant hätten vergangenen Monat in Kairo an einer entsprechenden Versammlung teilgenommen. Sie sei von der Internationalen Kommission für atomare Nichtverbreitung und Abrüstung (ICNND) unter australischer Schirmherrschaft organisiert worden. Aus Teheran kam ein klares Dementi, der Sprecher der iranischen Atombehörde bezeichnete die Berichte als «reine Lügen».

Es wäre das erste Mal seit der Islamischen Revolution im Iran 1979, dass Repräsentanten des Irans und Israels gemeinsam an einem solchen Treffen teilnehmen. Die Sprecherin der israelischen Atombehörde, Jael Doron, betonte jedoch, es habe keinen Dialog zwischen den beiden Vertretern gegeben. Die israelische Zeitung «Haaretz» schrieb, an der Tagung hätten unter anderem auch Repräsentanten der Arabischen Liga, Jordaniens, Ägyptens, der Türkei sowie europäische und US-Vertreter teilgenommen. Die israelische Vertreterin Meirav Zafary-Odiz und der iranische Botschafter bei der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Ali Asghar Soltanieh, hätten sich am 29. und 30. September gemeinsam mit den anderen Repräsentanten mehrmals getroffen. Bei den Debatten sei es um die Möglichkeit gegangen, den Nahen Osten zu einer atomwaffenfreien Zone zu erklären und die Verbreitung von Atomwaffen zu verhindern.

DPA
 
 
KOMMENTARE (2 von 2)
 
max67 (23.10.2009, 15:38 Uhr)
Solange
Israel Atomwaffen hat und es nicht zu gibt, passiert hier gar nichts. USA haben die Atomwaffen an Israel geliefert und jetzt müssen sie zu sehen, wie sie die Waffen weg kriegen. basta
olga1805 (22.10.2009, 13:12 Uhr)
Wer den Baustop auf Anraten der . . .
friedlichen Welt nicht durchsetzt wird wohl seine Atomwaffen gleich garnicht freiwillig abgeben, oder sehe ich das falsch ?

@den Nahen Osten zu einer atomwaffenfreien Zone zu erklären und die Verbreitung von Atomwaffen zu verhindern@


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