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Pro-russischer Journalist in Kiew getötet

Der bekannte pro-russische Journalist Oles Busina wurde in Kiew von Unbekannten erschossen. Russlands Präsident Putin sprach von einer politisch motivierten Tat.

  Der 45-jährige Journalist Oles Busina galt als prominenter Unterstützer des 2014 gestürzten Präsidenten Viktor Janukowitsch.

Der 45-jährige Journalist Oles Busina galt als prominenter Unterstützer des 2014 gestürzten Präsidenten Viktor Janukowitsch.

Unbekannte haben in der ukrainischen Hauptstadt Kiew den bekannten pro-russischen Journalisten Oles Busina erschossen. Die Tat ereignete sich offenbar vor der Wohnung des Journalisten. Die beiden Täter seien maskiert gewesen, teilte das Innenministerium mit.

Der 45-jährige Busina arbeitete für die ukrainische Tageszeitung "Sewodnja" und war insbesondere für seine russlandfreundlichen Artikel bekannt. Busina war Chefredakteur der Zeitung "Segodnia" von Rinat Achmetow, dem reichsten Mann der Ukraine und Hauptfinanzier der Partei der Regionen. Auf seiner eigenen Website hatte Busina der neuen Regierung in Kiew vorgeworfen, sie wolle "die russische Kultur zerstören". Das Innenministerium bestätigte seinen Tod. Er hatte mehrfach behauptet, dass die prowestliche Regierung der Ukraine Zensur ausübe. Im vergangenen Jahr hatte Busina zudem ohne Erfolg für die Partei "Russischer Block" bei der ukrainischen Parlamentswahl kandidiert.

Zweites Attentat in einer Woche

Präsident Poroschenko verurteilte die offenkundigen Morde als "absichtliche Provokation", die "Öl auf die Mühlen unserer Feinde gießen und die Lage in der Ukraine destabilisieren". Er forderte seine eigenen Behörden zu einer "transparenten Untersuchung" auf.

Der russische Präsident Wladimir Putin sprach von einer politisch motivierten Tat. Die Ukraine habe derzeit mit einer ganzen Reihe solcher Morde zu kämpfen, sagte er bei seiner jährlichen Bürgerfragestunde in Moskau.

Am Mittwoch hatte sich bereits ein ähnlicher Vorfall ereignet. Oleh Kalaschnikow, ein früherer Abgeordneter der Partei des gestürzten prorussischen Präsidenten Viktor Janukowitsch, war bei einem Attentat vor seiner Wohnung getötet worden.

Überdies war Ende März der jüngste Sohn Janukowitschs mit einem Kleinbus auf dem zugefrorenen Baikal-See in Sibirien eingebrochen und ertrunken. Auch wenn Vertraute des Ex-Präsidenten von einem Unfall sprachen, wurde der Vorfall von manchen Beobachtern als verdächtig bewertet.

Busina und Kalaschnikow waren bekannte Gegner der prowestlichen Proteste in der Ukraine, die im Februar 2014 Janukowitsch aus dem Amt trieben. Zwei Monate später begannen die schweren Gefechte zwischen ukrainischen Streitkräften und prorussischen Rebellen im Osten des Landes.

las/AFP/AFP
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