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CDU und CSU wettern gegen EU-Beitritt

Eine Vollmitgliedschaft der Türkei in der EU? Für viele Politiker der CDU und CSU unvorstellbar. Gründe dafür seien ein anderes Werteverständnis und unterschiedliche kulturelle Wurzeln.

  Kanzlerin Angela Merkel und der Ministerpräsidenten der Türkei, Tayyip Erdogan. Bei ihrem Besuch in Ankala sprach sich Merkel für weitere Verhandlungen mit der EU aus.

Kanzlerin Angela Merkel und der Ministerpräsidenten der Türkei, Tayyip Erdogan. Bei ihrem Besuch in Ankala sprach sich Merkel für weitere Verhandlungen mit der EU aus.

Nach dem Türkei-Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) haben Unionspolitiker ihren Widerstand gegen einen EU-Beitritt des Landes bekräftigt. "Eine Vollmitgliedschaft der Türkei in der EU wird es nicht geben", sagte CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt der "Passauer Neuen Presse" vom Dienstag. Die Türkei habe ein anderes Werteverständnis, eine andere Werteordnung und andere kulturelle und historische Wurzeln als die EU. Dobrindt verwies auf den Plan der Union, der Türkei eine "privilegierte Partnerschaft" mit der EU anzubieten.

Merkel hatte sich bei ihrem Besuch in Ankara am Montag dafür ausgesprochen, ein weiteres Verhandlungskapitel in den EU-Verhandlungen mit der EU zu eröffnen. Zugleich machte sie nach einem Gespräch mit dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan ihre Vorbehalte gegen eine türkische EU-Mitgliedschaft deutlich.

Auch der CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach sieht die Türkei nicht als Vollmitglied in der EU. Die Türkei liege geografisch nur zu drei Prozent in Europa und "gehört einem anderen Kulturkreis an", sagte er der "Passauer Neuen Presse". Die EU solle sich angesichts ihrer Probleme zunächst um eine bessere Zusammenarbeit der bisherigen Mitglieder kümmern und nicht "eine ständige geografische Erweiterung der Union" in den Mittelpunkt stellen.

ds/AFP/AFP
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