Armee setzt weiter auf Gewalt

17. August 2013, 15:03 Uhr

Die ägyptische Armee hat eine besetzte Moschee gewaltsam gestürmt. Die Regierung betonte, weiter mit "eiserner Faust" gegen die Muslimbrüder vorzugehen - und erwägt ein Verbot der Organisation.

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Nach dem "Freitag der Wut" geht die Auseinandersetzung zwischen Sicherheitskräften und Anhängern des entmachteten Präsidenten Mursi weiter. Das Kräftemessen konzentriert sich am Samstag vor allem auf die Fateh-Moschee im Zentrum der ägyptischen Hauptstadt. Dort widersetzen sich Hunderte
islamistische Demonstranten seit dem Freitagabend der Aufforderung der Polizei, die Moschee zu verlassen. Am frühen Nachmittag berichten Augenzeugen von ersten Schusswechseln.

Bei den blutigen Protesten und Krawallen vom Freitag sind nach Angaben aus Sicherheitskreisen landesweit rund 100 Menschen getötet worden. Ein Sprecher des ägyptischen Außenministeriums wies den Vorwurf zurück, die Sicherheitskräfte seien mit
unverhältnismäßiger Gewalt gegen Demonstranten vorgegangen. Die Proteste seien nicht friedlich verlaufen, und überall habe es
bewaffnete Gruppen gegeben, sagte Atti dem Nachrichtensender
Al-Dschasira.

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