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7. August 2009, 07:25 Uhr

Taliban bestätigen Tod ihres Anführers

Erfolg im Kampf gegen den Terror in Pakistan: Baitullah Mehsud, Chef der pakistanischen Taliban, soll bei einem US-Drohnenangriff getötet worden sein. Das bestätigte einer seiner Kommandeure. Mehsud galt in Pakistan als Staatsfeind Nummer eins. Er soll unter anderem für den Mord an Ex-Premierministerin Benazir Bhutto verantwortlich gewesen sein.

Pakistan, Taliban, Drohne, Waziristan, Baitullah Mehsud

Baitullah Mehsud war Chef der Taliban in Pakistan. Jetzt starb er bei einem US-Drohnenangriff

Der pakistanische Taliban-Führer Baitullah Mehsud ist nach Geheimdienstinformationen bei einem US-Angriff getötet worden. Mit ihm sei am Mittwoch auch seine zweite Frau ums Leben gekommen, sagte der Taliban-Kommandeur Kafayat Ullah am Freitag der Nachrichtenagentur AP. Er sei bereits beerdigt. Allerdings hat kein Agent die Leiche gesehen. Zwei Geheimdienstmitarbeiter, die anonym bleiben wollten, hätten jedoch mit Zeugen gesprochen, die an Mehsuds Beerdigung teilgenommen hätten, so Innenminister Rehman Malik.

Taliban-Kommandeur bestätigt Tod

Die Regierung betrachtete Mehsud als eine der größten Bedrohungen für die innere Sicherheit Pakistans, die USA hatten ein Kopfgeld von fünf Millionen Dollar auf ihn ausgesetzt. Es gebe zwar noch keine stichhaltigen Beweise für den Tod Mehsuds, erklärte die US-Regierung, Aus glaubwürdigen Quellen kämen aber gleichlautende Angaben, sagten Sprecher des Weißen Hauses und des US-Verteidigungsministeriums.

Der Taliban-Kommandeur Ullah machte telefonisch keine näheren Angaben zu dem Luftangriff auf das Haus von Mehsuds Schwiegervater in Süd-Waziristan. Die Gegend wird von den Taliban kontrolliert. Wie aus Kreisen des pakistanischen und des amerikanischen Geheimdienstes verlautete, wurde der Angriff von CIA-Agenten ausgeführt.

Militäroperationen in Süd-Waziristan würden fortgesetzt, bis "Baitullah Mehsuds Gruppe für immer eliminiert ist", so Malik.

Kontakte zu al-Kaida

Mehsud leitet die Gruppe Tehrik-e-Taliban, die der Beteiligung an dem Mordanschlag auf die ehemalige Ministerpräsidentin Benazir Bhutto im Dezember 2007 verdächtigt wird. Auch soll er für Dutzende Selbstmordanschläge in Pakistan verantwortlich sein und Kontakte zum Terrornetzwerk Al Kaida haben. Die Regierung in Islamabad erachtet Mehsud als eine der größten Bedrohungen für die innere Sicherheit des Landes.

Die pakistanischen Taliban waren in den vergangenen Monaten bereits durch die Armeeoffensive gegen die Aufständischen im nordpakistanischen Swat-Tal geschwächt worden. Die USA verüben im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan immer wieder Raketenangriffe mit Drohnen, unbemannten Flugzeugen, auf Verstecke von Extremisten.

Stellvertreter ist wahrscheinlicher Nachfolger

Mehsuds Tod wäre ein großer Erfolg im Kampf gegen Taliban und Al Kaida in Pakistan und im Nachbarland Afghanistan. Die US-Regierung prüfe die Berichte, verlautete aus Kreisen der amerikanischen Terrorabwehr. Zwar habe man keinen physischen Beweis für den Tod des Taliban-Führers, allerdings gebe es andere Wege, um herauszufinden, wer bei dem Angriff am Mittwoch ums Leben gekommen sei.

Gewährsleute aus Geheimdienst- und Extremistenkreisen berichteten, es werde bereits über die Nachfolge des pakistanischen Taliban-Führers beraten. Als wahrscheinlichster Kandidat gilt Mehsuds Stellvertreter Hakimullah Mehsud, der für eine rigorose Rekrutierung und Ausbildung von Selbstmordattentätern bekannt ist. Auf den 28-Jährigen ist ein Kopfgeld von zehn Millionen Rupien (85.000 Euro) ausgesetzt. Er befehligt vermutlich 8.000 Mann und hat die Verantwortung für einen Bombenanschlag auf ein Hotel in Peshawar Anfang Juni übernommen. Außedem waren Geheimdienstkreisen zufolge die Namen Azmat Ullah und Waliur Rehman im Gespräch.

DPA/AP
 
 
KOMMENTARE (10 von 10)
 
Nursery (07.08.2009, 14:08 Uhr)
Keine Ende in Sicht
Wird einer dieser "Talibankämpfer" getötet werden, stehen schon drei da, die nachrücken.Nach meiner Meinung keine Effiziente Krisenbewältigung.Ganz im Gegenteil es wird weiter angefacht und es ist nur noch eine Frage der Zeit wann unsere Soldaten in Richtige Kämpfe in Afghanistan verstrickt werden.Und mit großen Verlusten zu rechnen haben.Aber bitte erst nach der Wahl es könnte sonst die Merkel aus ihrem "Dornröschenschlaf" geholt werden.Und bei Unserem "Winzerminister Jung " hoffe ich daß er bald wieder an seine Reben kommt .Als Minister eher ein Alptraum.
Administrator (07.08.2009, 14:03 Uhr)
Liebe User,
wir schließen die Deabatte an dieser Stelle.
Herzliche Grüße,
Ihre stern.de-Admins
Schnaafpaaf (07.08.2009, 13:44 Uhr)
@thinkbest
Rechtsstaatliches Verfahren....Zivilisation .... so,so. Erzählen Sie das den Taliban mal, vielleicht fsllen denen dann wenigstens vor Lachen die Kalaschnikows aus den Händen!
thinkbest (07.08.2009, 13:16 Uhr)
Völlig losgelöst?
An alle Vorkommentatoren: Geht´s bei Euch noch? Da werden mal eben ein paar Menschen weggebombt und Ihr fragt Euch, ob das politisch sinnvoll ist oder was sonst auch immer. Schon mal was von Zivilisation gehört? Rechtsstaatliches Verfahren und so?
whismerh2 (07.08.2009, 11:26 Uhr)
So so
schnell beerdigt und so, und keiner könnte dieses bestätigen.
Und selbst wenn Sie diesen ach so wichtige Zielperson erwischt hätten,
es rückt ja keiner nach, Nein wie auch die legen jetzt alles die Waffen nieder.
Fakt ist die kämpfen bis zum letzten Mann, leider für die falsche Sache.
Also von Erfolg kann heor wohl weniger die Rede sein, nur müde Probaganda.
butcher99 (07.08.2009, 11:00 Uhr)
leider
hat Malt den Nagel auf den Kopf getroffen
Gisella (07.08.2009, 10:13 Uhr)
Malt hat
e bereits gesagt-einer tot viele andere stehen bereits in den startlöchern.
Clibanarius (07.08.2009, 09:56 Uhr)
Und ist die...
...Welt nun ein Stück sicherer geworden? Was wurde jetzt mit dem Tod des Taliban erreicht? Haben die Taliban nun plötzlich Probleme genügend Nachwuchs zu finden weil die Leute Angst haben? Wozu musste die Frau mitsterben? Ach ja, Kollateralschaden nennt man das. Im umgekehrten Fall ist es natürlich ein feiger, hinterhältiger Mordterror, keine Frage. "Wir" sind nämlich die Guten!
ganzbaf (07.08.2009, 09:23 Uhr)
Die Bevölkerung müssen/sollten...

mit ihren Depoten selbst fertig werden, zewcks Nachhaltigkeit.
Das Modell "Weltpolizei" funktioniert nicht.
.
Und solange der Westen (und Rußlan/China) eifrig Waffensysteme in alle Welt exportieren, braucht man sich auch nicht über durgeknallte Milizen zu wundern.
Malt (07.08.2009, 08:12 Uhr)
Was....
...bringt's? Einer Tot, 10 rutschen nach... never ending Story... aber die Propaganda funktioniert, wie man sieht.
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