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6. Dezember 2008, 13:26 Uhr

Milliarden für die Infrastruktur

Der künftige US-Präsident Barack Obama will mit enormen Investitionen die Wirtschaftskrise bekämpfen. Obama will Schulen und Krankenhäuser modernisieren, die Breitband-Internet-Verkabelung ausbauen und öffentliche Gebäude energiesparend einrichten. So sollen bis zu 2,5 Millionen Jobs geschaffen werden.

Barack Obama muss dem massiven Verlust an Arbeitsplätzen entgegenwirken© Kevin Dietsch/EPA

Der künftige US-Präsident Barack Obama hat die größte Investition in die Infrastruktur des Landes seit dem Bau des Autobahnnetzes in den 50er Jahren angekündigt. Einschließlich Investitionen in den Straßen- und Brückenbau sollen so 2,5 Millionen Arbeitsplätze gesichert oder neu geschaffen werden, kündigte der künftige Präsident in einer Radioansprache an. Dass die USA bei der Breitband-Verkabelung nur den 15. Platz belegten, sei "nicht hinnehmbar", sagte Obama. "In diesem Land, welches das Internet erfunden hat, sollte jedes Kind online gehen können." Als Präsident werde er dafür sorgen, dass "die Wettbewerbsfähigkeit Amerikas gestärkt wird".

Obama hatte im November angekündigt, sein Team von Wirtschaftsexperten werde Pläne vorlegen, wie bis Januar 2011 rund 2,5 Millionen Jobs geschaffen werden könnten. In seiner Rundfunkansprache vom 22. November sagte er, das Beraterteam werde "die Details in den kommenden Wochen noch ausarbeiten". Zunächst war bei der Zahl der 2,5 Millionen Stellen ausdrücklich von neuen Arbeitsplätzen die Rede. Das Arbeitsministerium in Washington gab am Freitag bekannt, dass in den USA allein im November 533.000 Stellen verloren gingen. Die Erwerbslosenquote stieg damit von 6,5 Prozent im Oktober auf 6,7 Prozent. Der Verlust an Arbeitsplätzen war in absoluten Zahlen das größte monatliche Minus seit 1974.

Der Präsident als Kunstwerk von David Zwirner© Carlos Barria/Reuters

Investitionen in Energiespartechnik

Sein Team werde nicht "die alten Washingtoner Wege" beschreiten, sagte Obama weiter. "Wir werden nicht einfach mit Geld um uns werfen." Die Effizienz des Programms solle an bestimmten Indikatoren gemessen werden, etwa an der Zahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze und an der Menge der eingesparten Energie. In den öffentlichen Gebäuden sollen modernere Heizungen und Energiesparlampen installiert werden. Derzeit zahle die US-Regierung "die höchste Energierechnung weltweit", sagte Obama. "Das müssen wir ändern."

Die Schulen müssten flächendeckend mit Computern ausgestattet werden, forderte Obama. Wenn Schüler im Wirtschaftsleben des 21. Jahrhunderts wettbewerbsfähig sein wollten, müssten sie "in Schulen des 21. Jahrhunderts geschickt werden". Auch die Computer-Ausstattung der Krankenhäuser müsse ausgebaut werden, zwischen den Krankenhäusern solle es Internet-Verbindungen geben. Die "wertvollen Steuer-Dollars" sollten auf "intelligentere Weise" als bislang ausgegeben werden, sagte Obama. Wenn ein Bundesstaat das bereitgestellte Geld nicht "schnell in Straßen oder Brücken investiert", werde das Angebot zurückgezogen.

AFP
 
 
KOMMENTARE (7 von 7)
 
tricky_dude (07.12.2008, 14:30 Uhr)
@Gisella
Falsch! Bestenfalls die Hälfte der Bevölkerung hat beim zweiten mal Bush gewählt! Beim ersten mal wurde er definitiv nicht vom Volk gewählt. Und wen haben wir hier gewählt und was ist daraus geworden, hm??
Der wirds schon schaffen, denn die Bremser haben zur Zeit die schlechteren Karten und das ist die beste Vorraussetzung für Obamas Strategien. Allerdings fürchte ich das ihm der Konflikt zwischen Pakistan und Indien eeinen Strich durch die rechnung machen könnte. Das war m.E. von den Terroristen, bzw. deren Hintermännern durchaus beabsichtigt. Wo diese Hintermänner womöglich sitzen? Ich wage es nciht darüber zu spelulieren, denn dafür haben wir ja andere "Spezialisten" hier im Forum.;)
Gisella (07.12.2008, 12:28 Uhr)
Obamaaaaa???
-auch ihn wird man "ausbremsen"-ja, er ist die Hoffnung der amerikanischen Bevölkerung-das ist aber auch schon alles. Und diese Bevölkerung hat sich mitschuldig gemacht, in diese Misere geraten zu sein-sie haben 2mal den Kriegsverbrecher Bush gewählt. Seine Regierung hat das Land wirtschaftlich vernichtet.
gmathol (07.12.2008, 00:52 Uhr)
Das Geld kommt woher?
Diese Frage wird nicht gestellt, da man sie nicht beantworten kann.
O'dramas Maerchenstunde.
Knuffiman (06.12.2008, 22:31 Uhr)
zaxxon
da kommt das mit dem intelligent investieren ins spiel. wenn man mit investzuschüssen firmen in den osten lockt und sie damit nicht langfristig bindet, dann haben sie leider recht.viele sind schnell rüber, haben abgesahnt und sind dann wieder verschwunden. einzig und allein das war schlau. schnelles geld und nix dafür tun. die nicht so intelligenten sitzen heute in berlin deren geld es ja auch nicht war.
johnniedeamonic (06.12.2008, 20:04 Uhr)
"!"
wenn auch nur 20% von dem was er verspricht, durchgesetzt oder so angegenagen wird wie gesagt ist Obama "mehr" Politiker als es unsere gesamte Regierungs Junta jemals sein wird.
tarpan8 (06.12.2008, 19:16 Uhr)
Und noch mehr
Obama fordert seine Landsleute auf sich über die Feiertage Gedeanken über die zukünftige Gesundheitsvorsorge zu machen und dann konkrete Vorschläge zu machen, d.h. er bindet die Menschen ein. Da wird nicht von oben irgendein Blödsinn verzapft, sondern die Menschen sind aufgerufen mitzuarbeiten. Kann natürlich auch nur ein Placebo sein, man wird sehen.
Die Idee finde ich aber wirklich gut.
zaxxon (06.12.2008, 16:20 Uhr)
milliarden...
..in die infrastruktur zu stecken muß nicht umbedingt wirtschaftlichen aufschwung bringen...siehe ostdeutschland.
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