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"Let's dance" für Präsidenten: Obama tanzt den Tango

Es ist einer seiner letzten Staatsbesuche: US-Präsident Barack Obama und die First Lady besuchen derzeit Argentinien. Und wer in dem südamerikanischen Land unterwegs ist, kommt an Mate-Tee und Tango nicht vorbei. So auch Obama, der sich glatt für eine Teilnahme bei "Let's dance" empfahl.

Barack Obama und

Bailando, bailando! US-Präsident Barack Obama und Startänzerin Mora Godoy tanzen den Tango während des Gala-Diners in Buenos Aires

US-Präsident Barack Obama hat bei seinem Argentinien-Besuch einige lokale Gewohnheiten ausprobiert. Bei dem Gala-Diner am Mittwochabend (Ortszeit) mit seinem firsch gewählten Kollegen Mauricio Macri wagte Obama einige Schritte im Tango. Startänzerin Mora Godoy lud den Präsidenten der USA ein, mit ihr zu tanzen. Der sonst so locker und selbstsicher wirkende Obama folgte etwas steif, aber durchaus korrekt, den Schritten der feurigen Tänzerin - fast eine Bewerbung für die TV-Show "Let's dance".

Dennoch versuchte Obama zweimal während des kurzen Tanzes, einen Schlusspunkt zu setzen. Mora Godoy ließ jedoch nicht locker und es gelang ihr, Obama bis zu einer Abschluss-Umarmung mit angezogenem Bein zu verführen. Auch First Lady Michelle Obama übte sich mit dem Tanz-Partner Godoys im kurzen Tanz zu dem Tango "Por una cabeza" (Um einen [Pferde]-Kopf), von der Tango-Legenden Carlos Gardel und Alfredo Le Pera. Allerdings: Der First Lady scheint der Tango doch eher fremd zu sein.


Mate-Tee - "ist ganz gut"

Obama hatte zum Auftakt seines zweitägigen Besuchs bereits den in Argentinien allgegenwärtigen Mate-Tee probiert. Er habe wissen wollen, was das Getränk sei, das die Personen in den von ihm viel gelesenen Werken von Jorge Luis Borges und Julio Cortázar stets genossen. "Ich habe es probiert, ist ganz gut", sagte er auf einer Pressekonferenz. Seine Worte hörten sich aber auch weniger überzeugend als sonst an.

Die Visite Obamas in Argentinien ist allerdings alles andere als eine diplomatische Touristentour. Die USA hatten einst die brutale Militärdiktatur (1976-1983) in dem südamerikanischen Land gestützt - als Bollwerk gegen den Kommunismus. Obama ging vorsichtig auf Distanz zur damaligen US-Politik. Heute würden mit Recht "andere Schwerpunkte gesetzt", sagte der Präsident. Gegen den Staatsbesuch des US-Präsidenten zum Jahrestag des Militärputsches hat es in Buenos Aires Proteste gegeben, US-Flaggen wurden dabei verbrannt. Die Auswirkungen der Gewaltherrschaft der Militärs sind bis heute in dem Land spürbar. Die Menschenrechts-Organisation "Mütter der Plaza de Mayo" erinnern noch heute an die damals spurlos verschwundenen Menschen. Jede Woche findet auf der Plaza vor dem Präsidentenpalast ein Schweigemarsch statt.

dho/DPA
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