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Eine Umarmung bewegt die Welt

Es ist das Bild zu seinem zweiten Wahlsieg: Barack Obama und seine Ehefrau Michelle eng umschlungen unter blauem Himmel. Knapp drei Millionen Mal wurde das Fotos schon geliket - das Paar bewegt.

Von Carsten Heidböhmer

  Barack Obama und seine Ehefrau Michelle: Dieses Foto begeistert am Wahltag Millionen Menschen in aller Welt. Dabei ist es drei Monate alt

Barack Obama und seine Ehefrau Michelle: Dieses Foto begeistert am Wahltag Millionen Menschen in aller Welt. Dabei ist es drei Monate alt

Die Frau trägt ein rot-weißes Sommerkleid, der Mann hat die Ärmel hochgekrempelt. Beide stehen sie eng umschlungen unter blauem Himmel. Sie scheinen einander in tiefer Liebe und Zuneigung ergeben. Wir sehen zwei Menschen, die zusammengehören und füreinander da sind.

Das alles ist auf einem Foto zu sehen, das sich zur Stunde rasend schnell verbreitet und weltweit Menschen berührt. Denn es sind nicht irgendwelche Personen, die darauf abgebildet werden. Bei dem Liebespaar handelt es sich um Barack Obama und seine Ehefrau Michelle. Es zeigt den mächtigsten Mann der Welt als großherzigen, empfindsamen Menschen, der von der Last des Amtes und der Bürde der Verantwortung nicht korrumpiert und zu ehrlichen und unverstellten Gefühlen fähig ist. Dabei spricht man genau das Politikern gerne ab - verlogen und unglaubwürdig sind die da oben doch alle.

Rekord bei Twitter

Nicht so dieser Mann: Er liebt seine Frau. Das sagt zumindest das Foto, das der US-Präsident als erste Reaktion auf seine Wiederwahl gegen 4 Uhr morgens unserer Zeit auf Facebook und Twitter gepostet hat. Es hat sich in Windeseile verbreitet, zur Stunde haben es schon mehr als 3,22 Millionen Menschen geliket, rund 400.000 Menschen haben das Foto auf ihrem Profil geteilt. Auch über Twitter rast das Bild um die Welt: 653.000 Mal ist der Tweet seitdem weitergegeben worden, Stand 16.15 Uhr. Niemals zuvor gab es so viele Retweets - damit überrundet der Präsident mühelos den bisherigen Rekordhalter Justin Bieber.

Das Bild ist damit auf dem besten Weg, eine Ikone zu werden. Vielleicht vergleichbar mit Robert Doisneaus Foto eines Paares, das sich in Paris auf offener Straße küsst. Die Wirkung hat Obama kühl kalkuliert: Für diesen historischen Moment seiner Wiederwahl hat er nicht ein aktuelles Foto vom Wahltag verwendet, sondern auf eine drei Monate alte Aufnahme zurückgegriffen. Entstanden ist es bereits vor drei Monaten, am 15. August 2012, bei einem Wahlkampfauftritt in Dubuque, Iowa. Daher der lichte Himmel und das sommerliche Kleid, die dem Foto eine hoffnungsvolle Atmosphäre verleihen und deutlich mehr Aufbruch und Optimismus verströmen als ein Bild aus dem tristen November.

"Michelle, ich habe dich nie mehr geliebt"

Keine Frage: Dass Barack Obama die Liebe zu seiner Frau so offen zur Schau stellt, kommt bei den Menschen an. Obama ging in der ersten Rede nach seiner Wiederwahl sogar noch weiter, freimütig wie selten ein Staatsmann vor ihm sprach er über seine Gefühle: "Lassen Sie es mich öffentlich sagen: Michelle, ich habe dich nie mehr geliebt." Auch seine Töchter bezieht er in die Rede ein: "Sasha und Malia, vor unseren Augen wachst ihr zu zwei starken, klugen und hübschen jungen Frauen heran, genau wie eure Mom."

Diese öffentlichen Gefühlsbekundungen sind für viele gerade deshalb so berührend, weil Obama in seinem Alltag als Präsident ganz anders auftreten muss. Er befehligt Hunderttausende Soldaten im Ausland. Er entscheidet bei Drohnenangriffen buchstäblich, wer leben darf und wer sterben muss. Es ist nicht immer ein schöner Job.

Die beruhigende Nachricht, die von dem Foto ausgeht, und die bei Millionen Menschen in aller Welt ankommt, ist: Amerika mag eine bisweilen brutal auftretende Großmacht sein, doch im Herzen wird sie von einem sanften, gefühlvollen Familienvater regiert. So manchen mag das beruhigen: Da hören sich die Nachrichten von weiteren Killerkommandos oder dem Fortbestand von Guantanamo doch gleich freundlicher an.

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