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21. April 2010, 14:03 Uhr

IWF und EU schnüren Hilfspaket für Griechenland

Der IWF und die EU haben am Mittwoch in Athen die Detailarbeit für ihre geplante Griechenland-Hilfe aufgenommen. In den Gesprächen mit der griechischen Regierung geht es um die genauen Konditionen für Beistandskredite, die Griechenland im Fall eines drohenden Staatsbankrotts erhalten soll.

Der IWF und die EU haben am Mittwoch in Athen die Detailarbeit für ihre geplante Griechenland-Hilfe aufgenommen. In den Gesprächen mit der griechischen Regierung geht es um die genauen Konditionen für Beistandskredite, die Griechenland im Fall eines drohenden Staatsbankrotts erhalten soll.

Die EU wird bei den Verhandlungen durch EU-Kommission und Europäische Zentralbank vertreten. Es wird erwartet, dass die Teilnehmer mindestens zehn Tage benötigen, um sich auf die Bedingungen für ein gemeinsames Hilfspaket zu einigen. Danach könnten die Kredite rasch überwiesen werden, sobald Griechenland die Unterstützung beantragt.

Finanzminister Giorgos Papakonstantinou wird am Freitag in Washington erwartet. Dort sind am Rande der Frühjahrstagung von IWF und Weltbank Gespräche mit IWF-Direktor Dominique Strauss-Kahn und US-Finanzminister Tim Geithner geplant. Papakonstantinou sagte, das Hilfspaket sei eine Sicherheit für alle Anleger, dass sie nicht um ihr Geld bangen müssten. Denn sobald Griechenland auf die Kredite angewiesen sei, würden diese sehr schnell überwiesen.

Die Regierung in Athen hat erklärt, sie ziehe eine weitere Kreditaufnahme am Kapitalmarkt vor. Allerdings sind die Zinsen für griechische Staatsanleihen drastisch gestiegen; am Mittwoch waren sie 4,49 Prozentpunkte höher als die Zinsen für deutsche Staatsanleihen. Das hohe Zinsniveau bringt die Besorgnis der Investoren zum Ausdruck, ob das geliehene Geld auch zurückgezahlt wird. Griechenland muss aufgrund eines Schuldenbergs von 300 Milliarden Euro in diesem Jahr etwa 54 Milliarden zusätzlich aufnehmen, um seinen Verpflichtungen nachzukommen.

Die Zahlungsunfähigkeit eines Staates der Eurozone wäre ein großer Schlag für die EU-Gemeinschaftswährung. Um dies zu verhindern, hat die griechische Regierung ein umfangreiches Sparprogramm aufgelegt. Die Maßnahmen treffen allerdings auf massiven Widerstand der Gewerkschaften. Am Mittwoch traten die Ärzte an den staatlichen Kliniken in einen 48-stündigen Ausstand. Am (morgigen) Donnerstag ist ein eintägiger Streik im gesamten öffentlichen Dienst geplant.

APN
 
 
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