. .
Politik im Ausland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
6. Februar 2009, 07:09 Uhr

US-Konjunkturpaket steht auf der Kippe

US-Präsident Barack Obama muss um sein milliardenschweres Konjunkturpaket bangen. Im US-Senat hat sich die Debatte um die Staatshilfen zugespitzt. Die Verhandlungen zwischen Demokraten und Republikanern um die Details des geplanten 900 Milliarden Dollar schweren Pakets sind ins Stocken geraten - obwohl Obama erneut vor einer "Katastrophe" warnte.

Obama, Senat, Konjunkturpaket, Verhandlungen, Demokraten, Republikaner, Finanzkrise,

Eindringlicher Appell an den Senat: Barack Obama kämpft um Zustimmung für sein milliardenschweres Konjunkturpaket© Evan Vucci/AP

Im US-Senat hat sich das Ringen um das milliardenschwere Konjunkturpaket in der Nacht zum Freitag dramatisch zugespitzt. Der demokratische Mehrheitsführer Harry Reid unterbrach die Verhandlungen von Demokraten und Republikanern am späten Donnerstagabend (Ortszeit) und vertagte sie auf Freitag. Die Partei von US-Präsident Barack Obama habe noch nicht die nötige Stimmenzahl für eine Billigung des Programms, berichtete der US-Fernsehsender CNN. Die Gespräche seien "sehr, sehr schwer". Zuvor hatte Reid angekündigt, notfalls bis zum Morgen zu verhandeln.

Die Republikaner dringen auf eine Verringerung des zunächst mehr als 900 Milliarden Dollar (703 Milliarden Euro) umfassenden Pakets. Zugleich wollen sie einen höheren Anteil an Steuererleichterungen. Eine Gruppe gemäßigter Demokraten und Republikaner im Senat hatte am Donnerstag über Stunden an einer Kompromissformel gearbeitet. Sie sollen ihre Beratungen am Freitag wieder aufnehmen.

Präsident Obama verstärkte den Druck und rief die Republikaner eindringlich zur Kompromissbereitschaft auf: "Wenn wir nicht rasch zu einer Unterzeichnung des Rettungspakets kommen, wird sich eine Wirtschaft, die ohnehin in einer Krise ist, einer Katastrophe gegenübersehen", sagte Obama am Donnerstag in Williamsburg im Bundesstaat Virginia.

Der Präsident verschärfte zugleich deutlich den Ton gegenüber den Gegnern des Pakets. Er sei für konstruktive Kritik, könne aber die "immergleichen alten und abgenutzten Argumente" nicht mehr hören. "Es wird nicht helfen, wenn wir zur derselben Politik zurückkehren, die in acht kurzen Jahren die Staatsverschuldung verdoppelt und die Wirtschaft ins Trudeln gebracht hat", sagte er. Steuererleichterungen allein seien eine "Verlierer-Formel". Die Amerikaner schauten genau zu. "Sie haben uns nicht hierher geschickt, damit wir uns mit denselben alten Verzögerungs- und Ablenkungsmanövern verzetteln", mahnte der Präsident.

Zwar verfügen die Demokraten über eine Mehrheit im Senat von 58 zu 41 Sitzen. Es sind jedoch 60 Stimmen nötig, um die Blockade eines Votums über das Konjunkturprogramm zu verhindern. Ursprünglich war eine Senatsabstimmung bis zu diesem Freitag vorgesehen. Nach dem Votum der kleineren Kongresskammer muss der Entwurf noch in Übereinstimmung mit der bereits verabschiedeten, 819 Milliarden Dollar umfassenden Version des Repräsentantenhauses gebracht werden. Obama will das endgültige Gesetz bis Mitte Februar unterzeichnen.

US-Finanzminister Timothy Geithner will US-Medienberichten zufolge an diesem Montag ein neues Programm zu Stabilisierung des Finanzsektors vorstellen. Dabei könnte die Schaffung einer staatlichen "Bad Bank" für den Aufkauf von Ramschpapieren eine zentrale Rolle spielen. Geithner und Obama hatten zuvor wiederholt ihr Ziel betont, den Kreditfluss wieder in Gang bringen.

Obama hatte den US-Kongress bereits zuvor aufgerufen, das Konjunkturpaket "ohne Verzögerungen" zu verabschieden. Sein Streben nach einer parteiübergreifenden Zusammenarbeit an dem Programm hatte jedoch einen Dämpfer erlitten, nachdem im Abgeordnetenhaus kein einziger Republikaner für die Vorlage der Demokraten gestimmt hatte.

DPA
 
 
KOMMENTARE (7 von 7)
 
cobdet (07.02.2009, 00:04 Uhr)
@Blacky 007
Entschuldigung was die politische zugehörigkeit angeht akzeptiert. Dann nehme ich auch den Hohlkopf wieder zurück. Aber Entschuldigung das nachgeschriebene strotzt immer noch vor latenten Antisemitismus.
So ganz nebenbei: Kapital hat weder eine Religion noch ein Vaterland. Oder würden sie auch von einem katholischen Kapitalisten reden ?
Im übrigen gibt es in den USA weit aus mehr "arme Menschen jüdischen Glaubens" als di von ihnen angeführten Kapitalisten.
Also bitte vorsichtiger bei der Wortwahl, denn es sind die Worte die die Taten vorbereiten
Blacky007 (06.02.2009, 22:48 Uhr)
@cobdet
Ich bin durch und durch gelb-schwarz! Wollte um Zensur zu vermeiden etwas umschrieben und habe beim Tippen wirklich nicht groß nachgedacht, zumal ich eben Null braun denke und (zugegeben) meinen dummen Spruch nicht mit braunem Gesocks assozierte. Aufrichtige Entschuldigung.
-
Aber: es ist weithin bekannt, dass das meiste Kapital, das in die USA gepumpt wurde, von Juden und Arabern stammt. Ein sehr großer Teil sitz in den Reihen der Repulikaner. Denen passen etliche Vorhaben Obamas nun mal überhaupt nicht in den Kram, geht es doch um deren Kapital. Wenn Obama od. ein anderer Präsident an den Pfünden der Oberen zu kratzen beginnt, dann wird er sich dort sicher keine Freunde machen und so werden die Reps eben mit aller Gewalt versuchen Blockaden aufzubauen, um den Präsidenten dabei schlecht aussehen zu lassen. Die Blockade der Reps wird beim Volk nicht ansatzweise so prominent gesehen, wie ein evtl. Scheiter des Präsidenten - er ist eben gescheitert und nicht die Reps. Die Reps werden auch weiterhin jede Chance nutzen, Obama zum Stolpern zu bringen. Die Reps haben das Land in den letzten 8 Jahren nahezu in den Ruin gewirtschaftet, da dürfte es sie wohl auch einen feuchten Kerhicht interessieren, ob sie mit ihrer Blockade den Schaden noch ein wenig vergrößern. Dazu verfolgen die Reichen unter ihnen zu große Eigeninteressen.
-
Johann58 (06.02.2009, 14:01 Uhr)
die 'Patrioten'
werden schon alles versuchen, damit Obama der Erfolg so schwer wie moeglich gemacht wird. Ob es Naivitaet ist oder der Glaube an das Gute im Menschen, was dem ja dann wieder gleichkommt oder reine Boshaftigkeit vor der verlorenen Wahl sei dahingestellt. Die taeglichen Schreckensmeldungen, welcher Konzern wie viele Tausend in den naechsten tagen entlassen wird sollte den ein oder anderen wachruetteln, tut es aber bisher noch nicht. Obama hat es sich sicher leichter vorgestellt aber es gib t zu viele, die lieber das Land vor die Hunde gehen lassen als einem schwarzen Demokraten Erfolg zu koennen.
MRP66 (06.02.2009, 10:53 Uhr)
Konjunkturpaket
ich glaube die Dinge sitzen doch etwas tiefer. Einen guten Artikel darüber und über die ganze neue Situation des Präsidenten zeigt, wie er sich "leider" selbst ausmanövriert hat.
http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2009/02/05/AR2009020502766.html?hpid=opinionsbox1
mr_s (06.02.2009, 10:24 Uhr)
@susiwolf
'Arbeite hart und vergiß das Sparen nicht....'
.
Der Spruch von Ludwig Erhard gilt auch in D schon lange nicht mehr. Viel besser ist es doch, sich vom Staat aushalten zu lassen. Und die welche noch arbeiten, möchten immer weniger arbeiten bei gleichem oder höherem Gehalt. Und was unser Staat gerade an Kohle raushaut - also nicht immer nur auf die Amis schauen. Vor der eigenen Türe sollten wir mal kehren...
susiwolf (06.02.2009, 08:18 Uhr)
Ein Schuldenruck ... der Schuldendruck.
Nun muß einem Präsidenten geholfen werden. Der XXL-Schuldenstaat schreit nach weiterer Aushöhlung. Die ausstehende 'stimulation' von 900Mrd greenbacks
( amerik. 900 Billion ) schreit nach Bestätigung....
Es geht doch nur um statistische 3.000 Einheiten dieser Währung pro Einwohner ('statistical calculation' ...)
Mögen sich die letzten 2 Demokraten ihres Sperrpotenzials entledigen und ihrem Präsidenten zur Freude geleiten. 'White House', das gemeint ist ...
Unser (deutsches) Nachkriegsmotto: 'Arbeite hart und vergiß das Sparen nicht....' hatte in den Vereinigten Staaten noch nie Kultstatus erreicht. Kommt auch nicht mehr.
Julian2225 (06.02.2009, 07:51 Uhr)
Naiver oder arroganter?
War oder ist Obama naiver oder zu arrogant als manche dachten, denn sooo einfach ist es nun wirklich nicht sich gegen die eingefleischten Reps durchzusetzen! Wer sich den Arbeitsmarkt der USA anseht dem muss ganz schlecht werden, denn wenn die von 7.5% Arbeitslosigkeit sprechen dann sind es bereits mehr als 10% und der Schneeball vergroessert sich taeglich denn sehr viele Jobs im Dienstleistungsgewerbe stehen bereits auf der Kippe. Armer Obama, denn je laenger sein Stimulus plan braucht, umso mehr hat er zu "stimulieren"! Vielleicht gibt er nach und erhoeht sein Paket um 100Milliarden damit die Wallstreet Saecke auch noch ein bissel mehr abschmarotzen koennen!
MEHR ZUM ARTIKEL
Barack Obama Das Dilemma der eigenen Maßstäbe

US-Präsident Barack Obama tappt nach zwei Wochen Amtszeit in Fallen, die er sich im Wahlkampf selber gestellt hat. Er wollte die "Drehtür" schließen, die seit Jahren in Washington so gut funktionierte: Wer aus dem Kongress flog, kam direkt wieder in Lobbygruppen oder Regierungsämtern unter. Doch jetzt werden Obamas eigene Maßstäbe zum Problem. mehr...

US-Präsident Obama "Ich habe es vermasselt"

Erste kleine Krise beim US-Präsidenten? Barack Obama gibt sich jedenfalls zerknirscht wegen seiner Kandidaten für die Ministerposten. Denn mit Tom Daschle musste erneut ein Anwärter wegen Steuer-Problemen einen Rückzieher machen. Beim Volk gut ankommen dürfte hingegen Obamas Plan, Managergehälter auf 500.000 Dollar zu begrenzen. mehr...

Konjunkturkrise US-Wirtschaft bricht dramatisch ein

Experten hatten mit noch schlechteren Werten gerechnet, dennoch sind die Zahlen alarmierend: Die US-Wirtschaft ist 2008 so stark geschrumpft wie seit fast 30 Jahren nicht. US-Präsident Barack Obama appellierte angesichts der "anhaltenden Katastrophe für amerikanische Familien" an den Senat sein 800 Milliarden Dollar schweres Konjunkturpaket rasch zu verabschieden. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe