Erst Israel, nun die Palästinensergebiete: Bundespräsident Joachim Gauck und seiner Freundin Daniela Schadt werden mit viel Sympathie empfangen. Und sparen nicht an klaren Worten.
Der Bundespräsident kommt gut an: Nach seinem Besuch in Israel ist Joachim Gauck (re) in die Palästinensergebiete gefahren. Hier wird er von den Schülerinnen einer Mädchenschule bejubelt, die er am Morgen eingeweiht hat. Sie wurde mit deutschen Geldern gebaut, 480 Schülerinnen sollen dort unterrichtet werden. "Bildung ist die Voraussetzung für das friedliche Zusammenleben im eigenen Land und zwischen den Völkern", sagte Gauck bei der Einweihung.
Im Amtssitz des Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas wurde Gauck danach mit höchsten protokollarischen Ehren empfangen. Wichtigstes Gesprächsthema zwischen den beiden: die Möglichkeiten zur Wiederbelebung des Friedensprozesses im Nahen Osten. Israel übergab fast zeitgleich mit dem Besuch Gaucks im Westjordanland als Geste des guten Willens die sterblichen Überreste von 91 Palästinensern. Sie waren im Verlauf der vergangenen Jahrzehnte im Kampf gegen Israel und bei Selbstmordanschlägen getötet und in Israel begraben worden.