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29. März 2010, 06:27 Uhr

Obama setzt Karsai unter Druck

Blitzbesuch von Barack Obama in Kabul: Der US-Präsident forderte von seinem afghanischen Amtskollegen Hamid Karsai energische Schritte gegen Korruption und Drogenhandel. Die US-Truppen warnte er vor "schwierigen Tagen".

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"Wenn die Region zurückgleitet, wird die Welt weniger sicher sein": Barack Obama auf dem Luftwaffenstützpunkt Bagram© Charles Dharapak/AP

US-Präsident Barack Obama hat seinen überraschenden Kurzbesuch in Afghanistan beendet und wird im Laufe des Tages wieder in Washington zurückerwartet. Während seiner knapp sechsstündigen Visite - der ersten in Afghanistan seit seiner Amtsübernahme vor 14 Monaten - war Obama am Sonntag in Kabul mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karsai zusammengetroffen. Dabei bekräftigte er die amerikanische Partnerschaft mit Afghanistan und hob jüngste militärische Fortschritte im Kampf gegen Taliban-Rebellen und Terroristen in der Region hervor. Zugleich mahnte er jedoch Verbesserungen im zivilen Bereich an und wandte sich dabei insbesondere gegen anhaltende Korruption in der afghanischen Regierung.

Rede vor 2000 US-Soldaten

Obama kam auf dem Luftwaffenstützpunkt Bagram auch mit dem US-Oberbefehlshaber Stanley McChrystal zusammen. In einer Rede vor gut 2000 Soldaten machte er klar, dass die USA zwar Afghanistans Partner seien, "aber unsere Absicht ist es, sicherzustellen, dass die Afghanen die Fähigkeit haben, für ihre eigene Sicherheit zu sorgen. Das ist der Kern unserer Mission."

Obama zeigte sich zuversichtlich, dass der Einsatz in Afghanistan erfolgreich beendet werde. Zwar werde es Rückschläge geben, "aber wir werden unseren Job erledigen". Den versammelten US-Soldaten sicherte Obama den notwendigen Rückhalt durch ein klares Mandat und die "richtige Strategie" zu, damit sie "ihren Job erledigen" könnten. Vor den Truppen lägen "schwierige Tage", sagte der Präsident. "Wir stehen einem entschlossenen Feind gegenüber. Aber wir wissen, das die Vereinigten Staaten nicht aufgeben, wenn sie etwas begonnen haben."

Er warnte, wenn es nicht gelinge, Al-Kaida-Terroristen und Taliban erfolgreich zu bekämpfen, "wenn die Region zurückgleitet, dann werden mehr Leben von Amerikanern auf dem Spiel stehen, und die Welt wird deutlich weniger sicher sein".

Kampf gegen Opiumhandel

Das persönliche Gespräch mit Karsai will Obama am 12. Mai in Washington fortsetzen. Bei dem knapp 30-minütigen Treffen mit seinem afghanischen Amtskollegen in Kabul hatte der US-Präsident auch einen verstärkten Kampf gegen den Opiumhandel angemahnt, einer Geldquelle für die Rebellen. Außerdem drängte er zu einer "guten Regierungsführung", zur Sicherstellung der Produktion in der Landwirtschaft und im Energiebereich sowie zur "Gesetzmäßigkeit". Das alles, so Obama, werde zu einem sichereren und unabhängigeren Afghanistan mit mehr Wohlstand beitragen.

Ein hochrangiger Washingtoner Regierungsbeamter charakterisierte das Gespräch mit Karsai als "sehr produktiv" und geschäftsmäßig". Der afghanische Präsident selbst sprach von einer "guten Diskussion".

 
 
KOMMENTARE (5 von 5)
 
Gisella (29.03.2010, 13:19 Uhr)
"Oluja
Ist Ihnen bekannt, dass die jetzigen Gesundheitskosten höher sind, als die gesamte Summe der EU??? Neee, was ?? Nur, alles ist in Kanälen versickert und nie richtig bei den Notleidenden angekommen. Hat eine healthcare-group für Millionen falsch abgerechnet, war die Strafe sehr gering.
Oluja (29.03.2010, 10:55 Uhr)
"Zur Zeit sehe ich nur einen Politiker, der was tut, und der Verantwortung zeigt. "


hahaha, ein guter witz oder meinen sie das etwa ernst?.

in ihren augen also ein beweis für verantwortung wenn obama buschs katastrophale politik weiterbetreibt, imme rnoch dne illegalen krieg im irak betreibt und den längst verlorenen in afghanistan weiter anheizt, sowie die nie dagewesene rekordsumme von 800 milliarden für die armee genehmigt.

das gejubel für die versicherungspflich zur krankenversicherung ist ebenfalls damit geschuldet das viele nicht kapieren das diese zwangsversicherung in dne usa die gesundheitskosten explodieren lassen wird, beim eh shcon überschuldeten staat usa, der dieses jahr 2,2 billionne! neue shculden machen wird, bei shcon 12 billionen schuldenstand.
brigitteramsau (29.03.2010, 10:36 Uhr)
Obama declares Afghanistan als "essential".
Klar doch Mord ist eine feine Sache.

Obama ist nicht mal ein Waschlappen! Seine Reden werden geschrieben und er liest diese vom Teleprompter ab.

Obama fuehrte die Krankenversicherung ein? Hahaha!
sky_1 (29.03.2010, 00:52 Uhr)
Der Mangel an Verantwortung in Deutschland...
ist einfach unerträglich, und da kommt wohl auf der Seite "unserer" Politiker noch jede Menge Inkompetenz dazu, das sollte wohl jeder begriffen haben.

Und das Gejammere, das die sogenannte Realität unserer Politiker nichts anderes zulässt, stimmt garantiert nicht.

Nicht zuletzt, da in NRW demnächst Wahlen sind:

Das altbekannte Motto "ziviler Ungehorsam" sollte nicht die schlechteste Wahl sein!

MfG,
FdB
Prologo (29.03.2010, 00:07 Uhr)
Zur Zeit sehe ich nur einen Politiker, der was tut, und der Verantwortung zeigt.

An Obama sollten sich unsere Waschlappen und Aussitzerpolitiker mal messen. Schande, sage ich da nur.

Obama führt eine Krankenversicherung ein, und unsere Politiker lösen die Krankenversicherung wieder auf.

Nicht Deutschland, sondern seine Politiker sind einfach unerträglich.

MfG,
T.
MfG,
T.
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