17. August 2012, 12:43 Uhr

Polizei erschießt mehr als 30 streikende Arbeiter

Die Szenen erinnern an die Brutalität des Apartheitregimes: Die Polizei hat streikende Arbeiter einer südafrikanischen Mine erschossen. Sie hatten mehr Lohn gefordert.

Fotostrecke 6 Bilder
©

Streikende Arbeiter sitzen in der Nähe der südafrikanischen Platinmine von Marikaka nahe der nordwestlichen Stadt Rustenberg. Die Polizei hat sie im Blick.

Bei den Auseinandersetzungen sind am Donnerstag mindestens 35 Menschen getötet worden, wie Gewerkschaftssprecher und Polizeivertreter am Freitag mitteilten. Zudem seien zahlreiche Streikende verletzt worden. Die Opferzahl könnte nach Angaben von Beobachtern weiter steigen.

Die Arbeiter hätten ein Ultimatum des Bergwerkbetreibers, der ihnen im Falle der Fortsetzung des Streiks mit Entlassung drohte, zurückgewiesen und sich geweigert auseinanderzugehen, rechtfertigte Polizeisprecher Dennis Adriao das Gemetzel. Die mit Macheten, Eisenstangen und Schusswaffen bewaffneten Arbeiter hätten daraufhin die Polizei angegriffen, der daher keine Wahl geblieben sei, als selbst das Feuer zu eröffnen.

MEHR ZUM ARTIKEL
Südafrika Mehr als 30 streikende Arbeiter bei Polizeieinsatz getötet

Sie wollten mehr Lohn und streikten. Nun sind über 30 Arbeiter einer südafrikanischen Platinmine tot. Die Polizei gibt an, aus "Selbstverteidung" geschossen zu haben.

 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (21/2013)
Geht's jetzt an mein Geld?