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20. August 2008, 09:49 Uhr

Erneut Tote bei Anschlag in Algerien

Einen Tag nach dem blutigen Terrorakt in Algerien ist das nordafrikanische Land erneut von einem Anschlag erschüttert worden: Vor einem Hotel und einer Kaserne in der südöstlich von Algier gelegenen Stadt Bouira explodierten zwei Autobomben. Mindestens elf Menschen wurden dabei getötet.

Bei der Explosion von zwei Autobomben sind elf Menschen sowie die Attentäter ums Leben gekommen© AFP

Die Serie schwerer Selbstmordanschläge in Algerien reißt nicht ab. Einen Tag nach einem Blutbad mit 43 Toten kamen bei der Explosion von zwei Autobomben elf Menschen sowie die Attentäter ums Leben. Bei den Anschlägen in Bouira, knapp 100 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Algier, wurden zudem 41 Menschen verletzt, wie der algerische Rundfunk unter Berufung auf das Innenministerium berichtete.

Zu den Anschlägen bekannte sich die Terrororganisation al Kaida im islamischen Maghreb (AQMI). Dies berichtete der arabische Nachrichtensender Al Dschasira unter Berufung auf ein Tonband eines Sprechers der Organisation. Die AQMI ist aus der radikalislamischen Terrorgruppe GSPC hervorgegangen.

Einer der beiden Attentäter hatte es auf ein Hotel abgesehen. Im letzten Augenblick habe er sein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug gegen einen Bus gelenkt, berichtete die Internetzeitung "Tour sur l'Algérie" unter Berufung auf Militärkreise. Dabei riss er elf Menschen mit in den Tod, 27 weitere wurden verletzt. Am Hotel zerbarsten Fensterscheiben.

Kurz zuvor waren bei einem Anschlag auf die Militärverwaltung in Bouira 14 Soldaten verletzt worden. Nach Angaben des Staatsfunks sprengte sich ein Selbstmordattentäter gegen 6 Uhr vor dem Gebäude in die Luft. "Tour sur l'Algérie" berichtete von einer Autobombe. An dem Gebäude entstand starker Sachschaden.

Die Regierung in Algier erklärte, sie werde "den Terrorismus bis zu seiner Eliminierung mit fester Entschlossenheit bekämpfen" und gleichzeitig "nicht vom Pfad der nationalen Aussöhnung abweichen". Die EU verurteilte die neuen Terroranschläge bekräftigte ihre Unterstützung für die algerischen Behörden "in deren Kampf gegen den blinden und ungezügelten Terrorismus."

Erst am Dienstag waren in Issers, 60 Kilometer östlich von Algier, 43 Menschen bei einem Anschlag getötet und 45 weitere verletzt worden. Der Angreifer hatte ein mit Sprengstoff beladenes Auto gegen den Haupteingang der Polizeischule gesteuert, vor dem zahlreiche Prüfungskandidaten warteten.

Reuters/AP/DPA
 
 
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