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Nordkorea fordert Freigabe von Schiff

Der Krimi um den mysteriösen Waffenfund am Panamakanal geht weiter. Diplomaten aus Pjöngjang sollen in Panama den Waffentransport von Kuba nach Nordkorea erklären. Auch eine Uno-Mission soll helfen.

  Ein Foto aus dem nordkoreanischen Schiff (veröffentlicht am 16.07.2013 im Twitter-Account des Präsidenten von Panama, Ricardo Martinelli) zeigt Container mit verdächtigem Inhalt. Die panamaischen Behörden haben das Schiff mit der nicht deklarierten Ladung vor der Einfahrt in den Panamakanal gestoppt.

Ein Foto aus dem nordkoreanischen Schiff (veröffentlicht am 16.07.2013 im Twitter-Account des Präsidenten von Panama, Ricardo Martinelli) zeigt Container mit verdächtigem Inhalt. Die panamaischen Behörden haben das Schiff mit der nicht deklarierten Ladung vor der Einfahrt in den Panamakanal gestoppt.

Nordkorea hat die sofortige Freigabe eines von Panama gestoppten Schiffes mit kubanischen Waffen an Bord gefordert. Auch die Besatzung müsse sofort freigelassen werden, erklärte das Außenministerium in Pjöngjang am Mittwochabend. Die Fracht bestehe aus "veralteten Waffen", die unter einem rechtmäßigen Vertrag in Nordkorea überholt und nach Kuba zurückgeschickt werden sollten, wurde ein Sprecher von den Staatsmedien zitiert.

Panama will in dem Konflikt zwei Abgesandte Pjöngjangs empfangen. Dies teilte am Mittwochabend das panamaische Außenministerium auf seiner Homepage mit. Beide Funktionäre sollen den Vorfall mit dem Schiff "Chong Chon Gang" aus der Sicht Nordkoreas erklären. Der Frachter wurde am Montag am Panamakanal auf dem Weg von Kuba nach Nordkorea wegen des Verdachts auf Drogen gestoppt. Panama beantragte Hilfe durch eine Uno-Mission.

Seine Behörde habe die Ausstellung von Einreisevisa für zwei nordkoreanische Funktionäre genehmigt, erklärte Panamas Außenminister Fernando Núñez Fábrega. Beide Diplomaten sollen auch Zugang zum Schiff erhalten. An Bord hatten die Behörden Waffentechnik unter Tonnen von Zucker versteckt gefunden.

Unklarheit über weiteres Vorgehen

Die Regierung in Havanna bestätigte demnach, dass die Waffen aus ihrem Waffenarsenal stammen. Es handele sich allerdings um "veraltetes defensives Kriegsgerät", das repariert und nach Kuba zurückgeschickt werden solle. Noch ist unklar, was mit der beschlagnahmten Schiffsladung passieren wird. Das Regime in Pjöngjang ist seit 2006 mit einem Waffenembargo belegt. Die USA reagierten zunächst vorsichtig. Man wolle "sehr bald" mit Kuba über den Vorfall reden, hieß es am Mittwoch aus Washington.

Es habe sich um zwei veraltete Luftabwehrsysteme gehandelt, hatte zuvor die Regierung in Havanna erklärt. Außerdem seien an Bord verschiedene Raketenteile, zwei Flugzeuge des Typs MiG-21 und 15 Motoren für diese Art von Maschinen gewesen. Panama zeigte sich am Mittwoch unzufrieden mit der Erklärung Kubas. Die Behörden meldeten indes den Fund zwei weiterer Container auf dem Schiff. Unklar war, ob die Container auch Waffen enthielten.

ds/DPA/DPA
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