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5. April 2007, 13:09 Uhr

Jetzt wird das "froheste Ostern" gefeiert

Mit Champagner in der Business Class: Nach zwei Wochen sind die im Iran festgehaltenen 15 Marinesoldaten zurück in Großbritnnien. Nun können sie mit ihren Familien das "froheste Ostern" feiern, müssen sich aber vorher noch untersuchen lassen.

Die British Airways-Maschine mit den 15 freigelassenen britischen Soldaten bei ihrer Landung in London-Heathrow© AP/APTN

Pausenlos landen auf dem Londoner Flughafen Heathrow die Maschinen. Eine davon wurde am Donnerstagmittag besonders erwartet. Es war der Linienflug BA 6634 aus Teheran. In der Business Class saßen die 15 vom Iran freigelassen britischen Marineangehörigen. An Bord feierten die Freigelassenen mit Champagner, wie ein mitreisender Journalist berichtete. Um 12.02 Uhr waren sie dann nach rund zwei Wochen wieder in Freiheit.

Nun können sie mit ihren Familien das "froheste Ostern" feiern, wie eine britische Zeitung schreibt. Unmittelbar nach der Landung gab es für die acht Matrosen und sieben Soldaten aber noch kein Wiedersehen mit ihren Lieben. Rund 20 Minuten nach dem Aufsetzen verließen sie die Maschine. Die Soldaten trugen wieder ihre Militäruniformen statt jene Anzüge, die ihnen Präsident Mahmud Ahmadinedschad geschenkt hatte. In den Händen hielten sie Taschen mit iranischen Geschenken.

Wortlos an den Medienvertretern vorbei

Eine knappe Minute standen sie sichtlich erleichtert und lachend auf dem Rollfeld - jedoch ohne ein Wort für die Medienvertreter. Zwei Royal Air Force-Hubschrauber warteten bereits mit laufenden Rotoren auf den Weiterflug. In den beiden Sea-King-Helikopter ging es zum Marinestützpunkt Chivenor in Devon an der Südwestküste Englands. Dort sollten die 14 Männer und eine Frau medizinisch untersucht und zu ihrer Gefangenschaft befragt werden. Auf dem Militärstützpunkt sollte es dann auch das ersehnte Wiedersehen mit ihren Familien geben.

Einige der Soldaten hatten sich noch kurz vor dem Abflug in Teheran geäußert. Im iranischen Fernsehen bedankten sie sich für ihre Freilassung. "Ich kann verstehen, dass sie durch unser scheinbares Eindringen in ihre Gewässer beleidigt waren", wandte sich Leutnant Felix Carman an die iranischen Zuschauer. "Ich möchte sagen, dass kein Schaden für das iranische Volk oder ihre Gebiete beabsichtigt war", so der 26-Jährige weiter.

Bei Angehörigen daheim herrschte derweil Riesenfreude. "Wir sind überglücklich", sagte der 74-jährige Großvater von Matrose Andrew Henderson. Ray Cooper, der Onkel von Marinesoldat Adam Sperry, kündigte eine Feier in einem Pub in Sperrys Heimat Leicester an. "Jetzt wird ein Tag und eine Nacht gefeiert und alle sind eingeladen."

Oliver Bilger/DPA
 
 
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