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Tatverdächtiger Laachraoui ist offenbar tot

Nach den Anschlägen in Brüssel fahndet die Polizei weiter nach Hintermännern und Verdächtigen. Der Tatverdächtige Najim Laachraoui soll laut belgischen Medienberichten tot sein. Alle aktuellen Informationen im stern-Live-Blog zum Nachlesen.

Najim Laachraoui auf Fotos, die von der Polizei veröffentlicht wurden

Najim Laachraoui auf Fotos, die von der Polizei veröffentlicht wurden

Am Tag nach den Anschlägen in der belgischen Hauptstadt Brüssel laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Drei Attentäter sind identifiziert.

+++ Alle Details zu den Anschlägen finden Sie weiter unten in unserem Live-Blog +++

Die Polizei hat drei Attentäter aus Brüssel identifiziert: Zwei der Selbstmordattentäter sind offenbar Brüder namens Khalid und Ibrahim El Bakraoui, der dritte ist der im Zusammenhang mit den Pariser Anschlägen gesuchte Najim Laachraoui.

- Die Brüder sollen sowohl den Anschlag am Brüsseler Flughafen als auch das U-Bahn-Attentat verübt haben. Die belgischen Sender RTBF und VRT melden, nur einer der Brüder sei auf den Bildern der Überwachungskamera am Flughafen identifiziert worden. Der andere soll kurze Zeit später eine Bombe in einem U-Bahnzug an der Station Maelbeek gezündet haben.

- Wie Medien berichten, soll auch der dritte Terrorverdächtige Najim Laachraoui tot sein. Er wurde demnach als zweiter Selbstmordattentäter vom Brüsseler Flughafen identifiziert.

- Alle drei Männer waren bereits polizeibekannt. Laachraoui wurde erst vor zwei Tagen erneut zur Fahndung ausgeschrieben.

- Als Reaktion auf die Anschläge erwägt die EU-Kommission, Sicherheitskontrollen schon vor Flughafengebäuden einzuführen, nicht erst am Terminal. 

Aktuelle Informationen finden Sie hier im stern-Liveblog zum Nachlesen:

Tatverdächtiger Laachraoui ist offenbar tot

  • Finn Rütten
    • Finn Rütten

    Damit schließt der Live-Blog für heute. Die Ereignisse des Tages können Sie hier noch einmal nachlesen. Wir wünschen allen Lesern eine gute Nacht.

  • Finn Rütten
    • Finn Rütten

    Die US-Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton fordert von Europa mehr Engagement im Kampf gegen den Terrorismus. Die Angriffe in der belgischen Hauptstadt seien "die jüngste brutale Erinnerung", dass mehr getan werde müsse, um die radikalislamische Miliz IS zu besiegen, sagt die Ex-Außenministerin in einer Rede an der kalifornischen Eliteuniversität Stanford. Die USA könnten viel tun, um ihre europäischen Partner zu unterstützen. Aber diese müssten ebenfalls mehr unternehmen, "um die Last mit uns zu teilen". So sollten die europäischen Staaten mehr in Verteidigung und Sicherheit investieren. Hilfreich wäre auch eine neue, einheitliche europäische Grenz- und Küstenwache zur Stärkung der Außengrenzen eines Kontinents, der "unter beispiellosem Druck von Flüchtlingen und Migranten" stehe.

  • Finn Rütten
    • Finn Rütten

    Nach den Anschlägen in Belgien streicht die Deutsche Lufthansa alle Flüge nach Brüssel bis einschließlich 28. März. Das teilt ein Sprecher der Fluggesellschaft mit. Auch die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines werde bis Montagabend die belgische Hauptstadt nicht mehr anfliegen.

  • Finn Rütten
    • Finn Rütten

    Zahlreiche Mitarbeiter und Anwohner des Brüsseler Flughafens haben sich am Mittwochabend zu einem Schweigemarsch versammelt. An dem Gedenken an die Opfer der Terroranschläge beteiligten sich nach Angaben der belgischen Nachrichtenagentur Belga Hunderte Menschen. Etliche trugen Kerzen, Blumen oder Taschenlampen bei sich.

  • Finn Rütten
    • Finn Rütten

    Panne bei einer Solidaritätsaktion für die Terroropfer von Brüssel in New York: In der Nacht erstrahlte die Antenne des One World Trade Centers in den Farben der französischen Trikolore Blau-Weiß-Rot. Die Verantwortlichen hatten die französischen mit den belgischen Landesfarben Schwarz-Gelb-Rot verwechselt.

    Zuvor hatte das Management des One World Trade Centers mitgeteilt, dass man sich mit den Menschen in Belgien solidarisch zeigen wolle. Die Antenne des Wolkenkratzers, Nachfolger der bei den Terroranschlägen vom 11. September 2001 zerstörten Zwillingstürme, war bereits nach den Pariser Attacken vom November in Blau-Weiß-Rot erstrahlt.

    Das Empire State Building blieb in der Nacht komplett dunkel - aus "Sympathie zu den verlorenen Leben in Brüssel", wie das Management des Gebäudes mitteilt.

  • Finn Rütten
    • Finn Rütten

    Die Zahl der bei den Brüsseler Terroranschlägen verletzten Menschen ist erneut nach oben korrigiert worden. Demnach erlitten nicht 270, sondern 300 Personen leichte oder schwere Verletzungen. Die Hälfte von ihnen liegt noch in Krankenhäusern, wie das Gesundheitsministerium mitteilt.

    61 Menschen mussten demnach auf einer Intensivstation behandelt werden. Die Zahl der Todesopfer liege unverändert bei 31, heißt es. Der Anstieg der Zahl wird unter anderem damit erklärt, dass eine Reihe von Verletzten infolge der Explosionen unter Hörproblemen litten. Sie meldeten sich teilweise erst mit Verspätung in den Krankenhäusern.

    Bei den Schwerverletzten handelt es sich den Angaben zufolge meist um Menschen, die durch die Explosionen Verbrennungen erlitten und von Metallteilen in den Bomben getroffen wurden. Letztere hätten "Kriegsverletzungen" verursacht, teilt das Ministerium mit.

  • Finn Rütten
    • Finn Rütten

    Tausende Reisende kommen nach dem Terroranschlag am Brüsseler Flughafen noch immer nicht an ihre Autos. Rund 6000 Fahrzeuge stehen noch auf Parkplätzen, die sich in abgesperrten Bereichen befinden, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf den Parkplatzbetreiber Interparking
    berichtet.

  • Finn Rütten
    • Finn Rütten

    Der belgische Justizminister Koen Geens weist den Vorwurf der Türkei zurückgewiesen, den Brüsseler Selbstmordattentäter Ibrahim El Bakraoui fahrlässig auf freiem Fuß gelassen zu haben. El Bakraoui habe in Belgien keine terroristischen Straftaten begangen, sagt Geens dem Sender VRT. Als El Bakraoui von der Türkei ausgewiesen wurde, sei er lediglich als normaler Straftäter auf Bewährung bekannt gewesen. Seinem Wissen nach sei El Bakraoui auch nicht nach Belgien, sondern in die Niederlande abgeschoben worden, ergänzt Geens.

  • Finn Rütten
    • Finn Rütten

    Belgien will am Donnerstag um 14.30 Uhr mit einer landesweiten Schweigeminute der Opfer der Terroranschläge gedenken. Das kündigt die Regierung an. Am Mittwochmittag hatte es bereits eine Schweigeminute in der Hauptstadt Brüssel gegeben, bei der unter anderem das Königspaar teilnahm.

  • Carina Braun
    • Carina Braun

    Auch die Nachrichtenagentur AFP berichtet, dass es sich bei dem zweiten Selbstmordattentäter vom Brüsseler Flughafen um Najim Laachraoui handelt. Das verlaute aus Polizeikreisen.

    Nach einem dritten Attentäter, dessen Bombe im Flughafen nicht detonierte, wird noch gesucht. Seine Identität ist unklar.

  • Carina Braun
    • Carina Braun

    Der seit Tagen gesuchte Najim Laachraoui soll nach belgischen Medienberichten tot sein. Er sei einer der Selbstmordattentäter gewesen, die sich am Dienstag auf dem Brüsseler Flughafen in die Luft gesprengt hatten, berichtet der Sender RTBF am Mittwochabend.
    Laut der französischen Zeitung "Le Monde" wurde er anhand seiner DNA als zweiter Attentäter am Flughafen identifiziert.

    Bereits am Mittag hatte es Verwirrung um den Gesuchten gegeben. Medien hatten erst berichtet, Laachraoui sei gefasst werden. Die Polizei dementierte das aber.

  • Carina Braun
    • Carina Braun

    Der Flughafen von Brüssel bleibt auch Freitag geschlossen. Das meldet die Nachrichtenagentur Belga.

  • Carina Braun
    • Carina Braun

    Der belgische Geheimdienst soll nach einem israelischen Zeitungsbericht konkrete Warnungen vor den Terroranschlägen bekommen haben. Auch andere westliche Geheimdienste seien im Bilde gewesen, schreibt die Zeitung "Haaretz". Das Blatt nennt allerdings keine genauen Quellen für seine Informationen.
    Die belgischen Sicherheitsbehörden hätten "mit großer Sicherheit" gewusst, dass in naher Zukunft Anschläge am Brüsseler Flughafen und offenbar auch in der Metro geplant seien, berichtet die links-liberale Zeitung in ihrer Online-Ausgabe.

  • Carina Braun
    • Carina Braun

    Nach den Anschlägen von Brüssel will Polen keine Flüchtlinge mehr aufnehmen. "Nach dem, was gestern in Brüssel geschehen ist, können wir vorerst nicht sagen, dass wir irgendeine Zahl von Migranten aufnehmen möchten", sagt Ministerpräsidentin Beata Szydlo. Die Vorgängerregierung hatte sich zur Aufnahme von 7000 Flüchtlingen bereit erklärt. Szydlo hatte wiederholt Kritik an dieser Verpflichtung geübt, zugleich aber ihre Einhaltung zugesagt.

  • Alexander Meyer-Thoene
    • Alexander Meyer-Thoene

    Die Türkei hat die belgischen Sicherheitsbehörden nach Angaben des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan vor einem der Attentäter von Brüssel gewarnt. Der Verdächtige sei im vergangenen Juni im südtürkischen Gaziantep an der syrischen Grenze gefasst und anschließend ausgewiesen worden, sagt Erdogan bei einer Pressekonferenz. Die belgischen Behörden seien von der Türkei am 14. Juli 2015 gewarnt worden, dass es sich bei dem Mann um einen "ausländischen terroristischen Kämpfer" handele. Trotz der türkischen Warnungen hätten die Belgier den Verdächtigen aber freigelassen.

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