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+++ Live-Blog +++

Sechs Festnahmen in Verbindung mit den Anschlägen

In Frankreich wurde offenbar ein konkret geplanter Anschlag vereitelt. In Brüssel nahmen Ermittler bei neuen Razzien mehrere Verdächtige fest. Alle aktuellen Informationen im stern-Live-Blog zum Nachlesen.

Ein Passant zündet in Brüssel hinter einem Banner mit der Aufschrift "Je suis Bruxelles Ik ben Brussel" eine Kerze an

Brüssel trauert - Kerzen und Blumen am Place de la Bourse

Am Tag nach den Anschlägen in der belgischen Hauptstadt Brüssel laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Drei Attentäter sind identifiziert, ein vierter noch nicht.

+++ Alle Details zu den Anschlägen finden Sie weiter unten in unserem Live-Blog +++

Die Polizei hat drei Attentäter aus Brüssel identifiziert: Zwei der Selbstmordattentäter sind offenbar Brüder namens Khalid und Ibrahim El Bakraoui, der dritte ist der im Zusammenhang mit den Pariser Anschlägen gesuchte Najim Laachraoui.

- Die Brüder haben sowohl den Anschlag am Brüsseler Flughafen als auch das U-Bahn-Attentat verübt.

- Wie Medien berichten, soll auch der dritte Terrorverdächtige Najim Laachraoui tot sein. Er wurde demnach als zweiter Selbstmordattentäter vom Brüsseler Flughafen identifiziert.

- Alle drei Männer waren bereits polizeibekannt. Laachraoui wurde erst vor zwei Tagen erneut zur Fahndung ausgeschrieben.

Aktuelle Informationen finden Sie hier im stern-Liveblog zum Nachlesen:

Sechs Festnahmen in Verbindung mit den Anschlägen

  • Finn Rütten

    Damit schließt der Live-Blog für heute. Ab morgen früh lesen Sie hier wieder die neusten Entwicklungen. Bis dahin können Sie sich nachfolgend über die Ereignisse des heutigen Tages informieren.

    Gute Nacht!

  • Finn Rütten

    Im Zusammenhang mit den Anschlägen in Brüssel sind am Donnerstagabend in Belgien sechs Menschen festgenommen worden. Dies teilt die Staatsanwaltschaft in Brüssel mit.

  • Finn Rütten

    Französische Sicherheitskräfte haben am Morgen nach Regierungsangaben mit der Festnahme eines Terrorverdächtigen Vorbereitungen für einen Anschlag durchkreuzt. Der Plan sei in einem "fortgeschrittenen Stadium" gewesen, sagt Innenminister Bernard Cazeneuve in einer vom
    Fernsehen übertragenen Ansprache. Zeitgleich zu seiner Stellungnahme läuft demnach in Argenteuil bei Paris ein Anti-Terror-Einsatz, bei dem ein Wohngebäude und eine Garage geräumt wurden. Es gebe Durchsuchungen, die noch im Gange seien, sagt Cazeneuve weiter.

    Mit Blick auf den Einsatz am Morgen spricht der Minister von einer bedeutenden Festnahme. Die verdächtige Person sei Franzose. Zuvor habe es über Wochen hinweg intensive Ermittlungen gegeben.

  • Finn Rütten

    Die Innen- und Justizminister der EU fordern bei einem Sondertreffen nach den Anschlägen von Brüssel einen besseren Datenaustausch der Sicherheitsbehörden. Die Mitgliedsstaaten könnten nicht länger lebenswichtige Informationen für sich behalten, erklären sie nach ihrer Sitzung in Brüssel. "Manchmal ist es mangelnder politischer Wille, ein Mangel an Koordination und am wichtigsten, in manchen Fällen, ein Mangel an Vertrauen", sagt EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos.

    Die Minister rufen ebenfalls dazu auf, die Sicherheitsmaßnahmen besser umzusetzen, auf man sich bereits im Grundsatz verständigt habe. Dazu gehörten effektive Grenz- und Personenkontrollen sowie der Kampf gegen gefälschte Papiere und gegen den Verkauf von Chemikalien, die zum Bombenbau geeignet sind. "Der Terrorismus ist schnell, aber Europa ist oft langsam", sagt Italiens Innenminister Angelino Alfano.

  • Finn Rütten

    Belgien ist laut Justizminister Koen Geens im vergangenen Jahr sehr spät von der Türkei über die Ausweisung des Terrorverdächtigen Ibrahim El Bakraoui informiert worden. "Wir wurden erst gewarnt, nachdem das Flugzeug (mit El Bakraoui) in Schiphol gelandet war", sagt Geens mit Blick auf den niederländischen Flughafen in der Nähe von Amsterdam. El Bakraoui war einer der Selbstmordattentäter vom Brüsseler Flughafen. Er wurde am 14. Juli 2015 in die Niederlande ausgewiesen.

    El Bakraoui war 2010 in Belgien zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt worden und vorzeitig freigekommen - offenbar trotz negativer Beurteilung der Gefängnisdirektion. Hätte er seine Strafe vollständig absitzen müssen, wäre er heute noch in Haft. Stattdessen wurde er im Juni 2015 an der türkisch-syrischen Grenze aufgegriffen und danach ausgewiesen.

  • Finn Rütten

    Zwei Tage nach den Terroranschlägen in Brüssel mit mindestens 31 Toten hat Belgien die Terrorwarnstufe wieder gesenkt. Die bislang geltende höchste Terrorwarnstufe vier wurde auf drei
    herabgesetzt. Das gelte für das ganze Land, teilt das nationale Krisenzentrum mit.

  • Thomas Krause

    Die EU-Innen- und Justizminister wollen nach den Anschlägen von Brüssel das gemeinsame Vorgehen gegen die Terrorismusbedrohung verstärken. "Das war ein Anschlag in Belgien, aber das Ziel dieses Anschlags war auch Europa", sagt Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) nach dem Sondertreffen mit seinen Kollegen in Brüssel. Die Minister hätten dabei vereinbart, Schritte im Anti-Terrorkampf "mit größerer Geschwindigkeit und einem größerem Ernst" umzusetzen.

  • Thomas Krause

    Der Bruder des mutmaßlichen Selbstmordattentäters Najim Laachraoui, Mourad Laachraoui, verurteilt "die Attentate, an denen er (sein Bruder) beteiligt war, in Frankreich und Belgien", berichtet die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf ein Schreiben des Zitierten. Laachraoui habe keinen Kontakt mehr zu seinem Bruder Najim gehabt, seit dieser im Februar 2013 nach Syrien gereist sei.

  • Thomas Krause

    Der vergangene Woche festgenommene mutmaßliche Paris-Attentäter Salah Abdeslam plante nach einem Bericht des belgischen Senders VRT in Brüssel einen ähnlichen Anschlag wie im November in der französischen Hauptstadt. Die Ermittler gingen davon aus, dass Abdeslam und zwei weitere Personen Sturmgewehre einsetzen wollten, während andere sich in die Luft sprengen sollten, meldet der Sender ohne Nennung von Quellen.

  • Thomas Krause

    Papst Franziskus wirft bei der rituellen Fußwaschung am Gründonnerstag Waffenherstellern vor, mitverantwortlich zu sein für die Angriffe in Brüssel.

  • Alexander Meyer-Thoene

    Der tschechische Innenminister Milan Chovanec hat eine Verbindung zwischen den Anschlägen von Brüssel und dem Flüchtlingszustrom gezogen. "Wer gedacht hatte, dass unter der einen Million Menschen, die nach Europa gekommen sind, nur lauter Engel sind und keine Terroristen oder Verbrecher, der war naiv".

  • Alexander Meyer-Thoene

    Die rechtskonservative polnische Regierung plant neue Antiterrorgesetze. Vorschläge sollen im April vorgelegt und im Mai vom Parlament beschlossen werden, so Innenminister Mariusz Blaszczak. Vor dem Nato-Gipfel in Warschau am 8. und 9. Juli und dem Weltjugendtag der katholischen Kirche vom 27. bis zum 31. Juli in Krakau, zu dem Papst Franziskus erwartet wird, sollten die Gesetze in Kraft sein.

  • Alexander Meyer-Thoene

    Die Bundesanwaltschaft hat einen Haftbefehl gegen ein mutmaßliches Mitglied der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) erwirkt. Der 19-jährige Syrer soll sich 2013 in Syrien dem IS angeschlossen und auch an verschiedenen Militäroperationen teilgenommen haben, wie die Anklagebehörde mitteilt. Anhaltspunkte für konkrete Anschlagspläne liegen demnach nicht vor. Die Ermittler sehen auch keine Bezüge zu den Anschlägen in Paris und Brüssel.

  • Alexander Meyer-Thoene

    Die EU-Innen- und Justizminister treffen sich gerade zu einem Sondergipfel in der belgischen Hauptstadt. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sagt in Brüssel, die Minister wollten Belgien ihre Anteilnahme bekunden, aber auch "Konsequenzen ziehen". Er verlangt auch einen "besseren Informationsaustausch", um Terrorverdächtige in Europa aufzuspüren. Zudem müssten europäische Datenbanken im Reise-, Migrations- und Sicherheitsbereich verknüpft werden.

  • Alexander Meyer-Thoene

    Der Flughafen Brüssel hat bekanntgegeben, dass alle Flüge bis mindestens Montag den 28. März gestrichen sind.

  • Alexander Meyer-Thoene

    Die nach den Anschlägen stark verschärften Sicherheitsmaßnahmen am Brüsseler Hauptbahnhof führen zu langen Schlagen von Passagieren. Bewaffnete Soldaten und Polizisten kontrollieren Jacken, Taschen und Rucksäcke.

  • Alexander Meyer-Thoene

    Der belgische Premierminister Charles Michel betont in einer Serie von Tweets, dass die Demokratie Belgiens ungebrochen ist. Michel schreibt: "Unser Land steht unter Schock, aber wir sind stark und entschlossen."
    Im zweiten Tweet schreibt er: "Die Schreie der Angst, die Sirenen und die apokalyptischen Bilder haben sich für immer in unsere Erinnerung eingebrannt."

  • Alexander Meyer-Thoene

    Berlin ist nach Einschätzung von Innensenator Frank Henkel (CDU) keine Brutstätte für den Terror. Es gebe hier nicht ganze Wohnviertel, die wie im Brüsseler Stadtteil Molenbeek von Islamisten dominiert würden, so Henkel. Die Situation in Berlin sei mit der in Brüssel nicht vergleichbar. Zwar gebe es in der deutschen Hauptstadt Treffpunkte und Moscheevereine, in denen die islamistische Szene zusammenkomme. Auf diese hätten die Sicherheitsbehörden aber ein Auge.

  • Alexander Meyer-Thoene

    In einem neuen Propagandavideo einer Gruppe, die mit der Terrormiliz Islamischer Staat in Verbindung gebracht wird, wird der umstrittene US-Präsidentschaftsanwärter Donald Trump zur Rekrutierung von neuen Dschihadisten instrumentalisiert. Das Video zeigt ein brennendes Bild Trumps und Video-Szenen von Dschihadisten, darunter steht: “Brüder erhebt euch. Fordert euren Sieg ein!“

  • Alexander Meyer-Thoene

    Nach den Anschlägen in Brüssel machen die Grünen Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) mitverantwortlich für die Defizite bei der europäischen Sicherheitszusammenarbeit. Parteichef Cem Özdemir sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", de Maizière hätte einen funktionierenden Datenaustausch schon längst anschieben können.

  • Jenny Kallenbrunnen

    Die belgischen Behörden bestätigen eine direkte Verbindung zwischen den Tätern der Brüsseler und Pariser Anschläge.
    Im Dezember seien ein internationaler und europäischer Haftbefehl gegen den Brüsseler Selbstmordattentäter Khalid El Bakraoui erlassen worden, teilt die belgische Bundesstaatsanwaltschaft mit. Ihm wurde vorgeworfen, für die Gruppe der Paris-Attentäter unter falschem Namen eine Wohnung im belgischen Charleroi gemietet zu haben.

  • Jenny Kallenbrunnen

    Die Anschläge in Brüssel waren offenbar für den 28. März geplant und wurden wie vermutet als Reaktion auf die Festnahme Salah Abdeslams vorgezogen.

  • Jenny Kallenbrunnen

    Zwei belgische Minister bieten nach den Terroranschlägen ihren Rücktritt an.
    Innenminister Jan Jambon und Justizminister Koen Geens hätten ihre Ämter zur Verfügung gestellt, wie ihre Büros der Nachrichtenagentur Belga bestätigen. Nach Berichten mehrerer belgischer Medien lehnt Premierminister Charles Michel die Rücktrittsgesuche ab.

  • Jenny Kallenbrunnen

    Überblick zur Lage:

    • Die belgische Polizei arbeitet an der Identifizierung eines fünften Verdächtigen, der gemeinsam mit dem Metro-Selbstmordattentäter Khalid El Bakraoui auf Videoaufnahmen zu sehen sein soll. Der Mann soll eine große Tasche getragen haben.

    • Die Türkei verkündete, dass Khalid El Bakraouis Bruder Ibrahim, der Attentäter vom Flughafen, im vergangenen Jahr zweimal aus der Türkei abgeschoben worden war; beim ersten Mal, da die Polizei vermutete, dass er ein Dschihadisten sei.

    • Es gilt als wahrscheinlich, dass Najim Laachraoui der zweite Selbstmordattentäter am Flughafen war. Auch nach ihm wurde im Zusammenhang mit den Anschlägen von Paris gefahndet. Zusammen mit Abdeslam galt er als Drahtzieher der Anschläge.

    • Die Identität des dritten Mannes, der auf den Überwachungsaufnahmen des Flughafens Brüssel zu sehen ist (weiße Jacke, schwarzer Hut und Brille), ist noch unklar. Auch nach ihm wird gefahndet.

    • Bislang wurden bei den Anschlägen von Brüssel 31 Todesopfer bestätigt. Die Zahl der Verletzten liegt bei 300.

    • Salah Abdeslams Anwalt hat bekanntgegeben, sein Mandant habe nichts von den Terrorplänen für Brüssel gewusst. Abdeslam wehrt sich überraschenderweise nicht mehr dagegen, an Frankreich ausgeliefert zu werden.

    • Etwa 3000 bis 5000 mögliche IS-Terroristen halten sich in Europa auf, schätzt Europol in Den Haag. Genauere Angaben etwa zu den Aufenhaltsländern macht die europäische Polizeibehörde nicht.

  • Alexander Meyer-Thoene

    Der Selbstmordattentäter vom Brüsseler Flughafen, Ibrahim El Bakraoui, ist nach Angaben aus türkischen Regierungskreisen im vergangenen Jahr zwei Mal aus der Türkei abgeschoben worden. Auslöser beim ersten Mal im Juli seien Vermutungen der Polizei gewesen, dass es sich bei Bakraoui um einen Dschihadisten handle.

  • Jenny Kallenbrunnen

    In der Nähe des Brüsseler EU-Viertels laufen zwei Polizeieinsätze.
    Die Beamten sperrten ein Gebiet in der Gemeinde Ixelles, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtet. Einem Zeugen zufolge war dort am Morgen ein Mann überprüft und sein Wagen durchsucht worden. Die Polizei sei mit vielen Kräften vor Ort, meldet Belga.
    In geringer Entfernung lief zeitgleich ein weiterer Einsatz, die beiden Operationen sollten aber nicht in Verbindung stehen. Ob es einen Zusammenhang mit den Terroranschlägen von Dienstag gibt, ist noch nicht klar.

  • Jenny Kallenbrunnen

    Der Umweltverband BUND warnt vor der Gefahr, die von Atomkraftwerken auch in Deutschland ausgehen. "Spätestens seit den Anschlägen in Belgien wissen wir, dass auch Atomkraftwerke in das Visier von Terroristen geraten können", erklärt der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. Solche Anlagen seien jedoch "nicht wirklich vor Terroranschlägen zu schützen".

  • Jenny Kallenbrunnen

    Die Bundespolizei will das Fußball-Länderspiel zwischen Deutschland und England am Samstag in Berlin mit besonderer Wachsamkeit begleiten. "Wir bereiten uns darauf vor, dass es ein Fußballspiel von besonders hohem Interesse ist", sagt ein Sprecher. "Grundsätzlich ist es so, dass wir zusätzliche Einsatzkräfte einsetzen." Eine Größenordnung nennt er nicht.

  • Jenny Kallenbrunnen

    Die Verbindungen der Brüssel-Attentäter zu Salah Abdeslam, der für die Anschläge von Paris hauptverantwortlich sein soll:

  • Jenny Kallenbrunnen

    Nach den Terroranschlägen wird eine Frau aus Aachen weiterhin vermisst. "Es ist nicht auszuschließen, dass sie sich unter den noch nicht identifizierten Opfern des Anschlags befindet", teilt die Polizei mit.
    Ihr Mann sei mit schweren Verletzungen in ein belgisches Krankenhaus gebracht worden.

  • Jenny Kallenbrunnen

    Die Bundesregierung hat weiterhin keine gesicherten Erkenntnisse über deutsche Todesopfer bei den Terroranschlägen in Brüssel. Nach allen bisher vorliegenden Informationen könne aber nicht ausgeschlossen werden, dass auch Deutsche bei den Anschlägen ums Leben gekommen seien, heißt es aus dem Auswärtigen Amt.

  • Jenny Kallenbrunnen

    Zur Übersicht:

    • Drei Attentäter sind tot und identifiziert

    • Zwei von ihnen starben am Flughafen. Sie sind zusammen mit einem unbekannten Dritten auf einem Überwachungsvideo zu sehen. Nach dem Dritten wird gefahndet

    • Der dritte tote Attentäter starb in der Metro und wurde identifiziert

    • Auf Überwachungsaufnahmen der Metro ist ein fünfter Verdächtiger zu sehen - auch er wird gesucht

  • Jenny Kallenbrunnen

    Im Zusammenhang mit dem Selbstmordanschlag auf die Metro-Station fahnden die belgischen Behörden Polizeikreisen zufolge nach einem zweiten Verdächtigen.
    Ein Vertreter der Polizei sagte der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag, neben dem bereits identifizierten Attentäter Khalid El Bakraoui sei auf Überwachungsbildern ein zweiter Verdächtiger zu sehen, der eine große Tasche bei sich habe.

  • Jenny Kallenbrunnen

    Der am Freitag in Brüssel festgenommene Verdächtige der Pariser Anschläge, Salah Abdeslam, stemmt sich nicht mehr gegen eine Auslieferung nach Frankreich.
    Abdeslam wolle "so schnell wie möglich" an die französischen Behörden überstellt werden, sagt sein Anwalt nach einer gerichtlichen Anhörung in Brüssel.

  • Jenny Kallenbrunnen

    Die IS-Attentäter hatten offenbar das Privathaus eines Atomforschers gefilmt, heißt es in einem Bericht der belgischen Zeitung "Dernière Heure".
    Die beiden Selbstmordattentäter Ibrahim und Khalid El Bakraoui hatten vor dem Wohnhaus des Wissenschaftlers heimlich eine Überwachungskamera angebracht und zwölf Stunden Filmmaterial aufgenommen, das die Polizei schon im November gefunden hatte, bei Ermittlungen zu den Terroranschlägen in Paris.
    Die Staatsanwaltschaft äußert sich nicht zu den laufenden Ermittlungen.

  • Jenny Kallenbrunnen

    Laut einem Medienbericht planten die Attentäter in Brüssel, eines der Atomkraftwerke anzugreifen.

  • Jenny Kallenbrunnen

    Am Frankfurter Flughafen bleiben die Sicherheitsmaßnahmen auch am Osterwochenende erhöht.
    Das sagt Bundespolizei-Sprecher Christian Altenhofen. Reisende sollten sich auf verstärkte Kontrollen einstellen und mehr Zeit einplanen.

  • Jenny Kallenbrunnen

    Quellen der US-amerikanischen Nachrichtenagentur AP berichten, der IS habe 400 bis 600 Kämpfer gezielt darauf trainiert, Europa anzugreifen.
    Rund 5000 Europäer sollen nach Syrien gegangen sein, um sich entsprechend ausbilden zu lassen.

  • Jenny Kallenbrunnen

    EU-Experten wollen in der kommenden Woche darüber beraten, wie Flughäfen sicherer gemacht werden können. Für den 31. März ist ein Treffen von Flugsicherheitsexperten der 28 Mitgliedsstaaten geplant. Am 11. April sollen Fachleute für Transportsicherheit zusammenkommen.

  • Jenny Kallenbrunnen

    Die Mehrheit der Bundesbürger befürwortet dauerhaft höhere Sicherheitsmaßnahmen an Flughäfen und Bahnhöfen. Laut dem "Deutschlandtrend" für das ARD-"Morgenmagazin" sind 77 Prozent der Befragten der Meinung, dass die Sicherheitsvorkehrungen in Deutschland dauerhaft verstärkt werden sollen. Sie nehmen dafür auch zusätzliche Kosten und Zeitverzögerungen in Kauf.

  • Jenny Kallenbrunnen

    Der Selbstmordattentäter in der Brüsseler Metro war nach Informationen des belgischen Senders RTBF nicht alleine unterwegs.
    Demnach sei auf Bildern einer Überwachungskamera ein zweiter Mann mit einer großen Tasche zu sehen. Unklar sei, ob der Verdächtige bei der Explosion getötet wurde oder ob er auf der Flucht ist. Die Staatsanwaltschaft äußerte sich zunächst nicht zu dem Bericht.

  • Jenny Kallenbrunnen

    Der Unionsobmann im Bundestags-Innenausschuss Armin Schuster sagt im Deutschlandfunk, Richtlinien zur Zusammenarbeit der EU-Länder zu Sicherheitsfragen gebe es genug. Es gebe aber "ein eklatantes Umsetzungsproblem". Dabei dürfe der Datenschutz einen besseren Informationsaustausch der Nachrichtendienste im Kampf gegen den Terror nicht behindern.

  • Jenny Kallenbrunnen

    Obwohl bekannt ist, dass die identifizierten Attentäter von Brüssel aus Belgien stammen, kam aus Polen der Laut, man werde als Reaktion auf die Anschläge keine Flüchtlinge aufnehmen.

    Bundesjustizminister Heiko Maas warnt nun davor, einen Zusammenhang zwischen der Flüchtlingskrise und der Terrorbedrohung herzustellen. "Die meisten Männer, die in den vergangenen Monaten diese grauenhaften Anschläge verübt haben, sind bei uns in Europa zu einer terroristischen Bedrohung herangewachsen", sagt Maas den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Sie sind keine Flüchtlinge."

  • Jenny Kallenbrunnen

    Bitte nicht vergessen:

  • Jenny Kallenbrunnen

    Der Anwalt des mutmaßlichen Paris-Terroristen Salah Abdeslam wird nach den Anschlägen in Brüssel zunehmend angefeindet. Sven Mary sei körperlich attackiert worden und habe Hunderte E-Mails erhalten, in denen er beschimpft und bedroht werde. Das berichtet die belgische Tageszeitung "Le Soir".

    "Ich musste meine Kanzlei schließen, um die Sicherheit meiner Mitarbeiter zu gewährleisten", zitiert das Blatt den Anwalt. Salah Abdeslam war am Freitag in der Brüsseler Gemeinde Molenbeek festgenommen worden.

    Unsere stern-Autorin Sophie Albers Ben Chamo hat Sven Mary porträtiert:
    http://www.stern.de/panorama/gesellschaft/sven-mary-verteidigt-salah-abdeslam--der-anwalt-des-boesen-6756736.html

  • Jenny Kallenbrunnen

    Die Deutsche Lufthansa streicht alle Flüge nach Brüssel bis einschließlich 28. März.
    Das teilt ein Sprecher der Fluggesellschaft mit. Auch die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines werde bis Montagabend die belgische Hauptstadt nicht mehr anfliegen.

  • Jenny Kallenbrunnen

    Nach den Anschlägen kommen aus der SPD Forderungen nach mehr Geld zur Terrorbekämpfung und für die innere Sicherheit. "Was wir in der Finanzplanung bis 2020 beschlossen haben, geht in die richtige Richtung, reicht aber bei weitem nicht aus", sagt der SPD-Obmann im Haushaltsausschuss, Johannes Kahrs, der Zeitung "Die Welt": "Allein im Bereich der Ordnungsaufgaben der Bundespolizei sehe ich einen zusätzlichen Bedarf von rund 11.000 Stellen."
    Für eine bessere Sicherung der Grenzen brauche es zudem 3000 zusätzliche Kräfte, für die Sicherheit im Luftverkehr seien 5000 Mitarbeiter mehr nötig, und der Zoll müsse um 2500 Kräfte aufgestockt werden.

  • Jenny Kallenbrunnen

    US-Verteidigungsminister Ashton Carter fordert von Europa größere Anstrengungen im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS).
    Dem US-Nachrichtensender CNN sagt er, die Ereignisse zeigten den Europäern, dass sie ihre Anstrengungen verstärken müssten, wie es die USA bereits in Syrien, im Irak und anderswo getan hätten. Er ermuntert die Europäer, die USA stärker zu unterstützen.

  • Jenny Kallenbrunnen

    Heute Nachmittag kommen die EU-Innen- und Justizminister zu einem Sondertreffen in Brüssel zusammen.

    Die Vertreter der 28 Mitgliedstaaten beraten sich ab 16 Uhr. Ziel des Treffens ist es, bisherige Beschlüsse zur verstärkten Sicherheitszusammenarbeit schneller umzusetzen und Solidarität mit Belgien zu bekunden.

  • Jenny Kallenbrunnen

    Die Polizei in Belgien hat bislang den Tot dreier Attentäter in Brüssel bestätigt. Noch unbestätigt sind Medienberichte, dass der gesuchte Najim Laachraoui der dritte Tote ist. Er galt zunächst als flüchtig.

    Ein vierter Komplize wird weiterhin gesucht. Er war auf einem Video der Überwachungskamera am Flughafen zu sehen, ist bislang jedoch nicht identifiziert.

  • Jenny Kallenbrunnen

    Guten Morgen!

    Wir starten mit den aktuellen Informationen aus und zu Brüssel.

    Alle Details zu den Geschehnissen von gestern finden Sie hier:
    http://www.stern.de/politik/ausland/bruessel--attentaeter-brachten-die-bomben-in-koffern-ins-terminal-6758644.html

    Die zum Tag der Anschläge hier:
    http://www.stern.de/politik/ausland/bruessel--najim-laachraoui-offenbar-als-zweiter-flughafen-selbstmordattentaeter-identifiziert-6760466.html

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