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Sechs Festnahmen in Verbindung mit den Anschlägen

In Frankreich wurde offenbar ein konkret geplanter Anschlag vereitelt. In Brüssel nahmen Ermittler bei neuen Razzien mehrere Verdächtige fest. Alle aktuellen Informationen im stern-Live-Blog zum Nachlesen.

Ein Passant zündet in Brüssel hinter einem Banner mit der Aufschrift "Je suis Bruxelles Ik ben Brussel" eine Kerze an

Brüssel trauert - Kerzen und Blumen am Place de la Bourse

Am Tag nach den Anschlägen in der belgischen Hauptstadt Brüssel laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Drei Attentäter sind identifiziert, ein vierter noch nicht.

+++ Alle Details zu den Anschlägen finden Sie weiter unten in unserem Live-Blog +++

Die Polizei hat drei Attentäter aus Brüssel identifiziert: Zwei der Selbstmordattentäter sind offenbar Brüder namens Khalid und Ibrahim El Bakraoui, der dritte ist der im Zusammenhang mit den Pariser Anschlägen gesuchte Najim Laachraoui.

- Die Brüder haben sowohl den Anschlag am Brüsseler Flughafen als auch das U-Bahn-Attentat verübt.

- Wie Medien berichten, soll auch der dritte Terrorverdächtige Najim Laachraoui tot sein. Er wurde demnach als zweiter Selbstmordattentäter vom Brüsseler Flughafen identifiziert.

- Alle drei Männer waren bereits polizeibekannt. Laachraoui wurde erst vor zwei Tagen erneut zur Fahndung ausgeschrieben.

Aktuelle Informationen finden Sie hier im stern-Liveblog zum Nachlesen:

Sechs Festnahmen in Verbindung mit den Anschlägen

  • Finn Rütten
    • Finn Rütten

    Damit schließt der Live-Blog für heute. Ab morgen früh lesen Sie hier wieder die neusten Entwicklungen. Bis dahin können Sie sich nachfolgend über die Ereignisse des heutigen Tages informieren.

    Gute Nacht!

  • Finn Rütten
    • Finn Rütten

    Im Zusammenhang mit den Anschlägen in Brüssel sind am Donnerstagabend in Belgien sechs Menschen festgenommen worden. Dies teilt die Staatsanwaltschaft in Brüssel mit.

  • Finn Rütten
    • Finn Rütten

    Französische Sicherheitskräfte haben am Morgen nach Regierungsangaben mit der Festnahme eines Terrorverdächtigen Vorbereitungen für einen Anschlag durchkreuzt. Der Plan sei in einem "fortgeschrittenen Stadium" gewesen, sagt Innenminister Bernard Cazeneuve in einer vom
    Fernsehen übertragenen Ansprache. Zeitgleich zu seiner Stellungnahme läuft demnach in Argenteuil bei Paris ein Anti-Terror-Einsatz, bei dem ein Wohngebäude und eine Garage geräumt wurden. Es gebe Durchsuchungen, die noch im Gange seien, sagt Cazeneuve weiter.

    Mit Blick auf den Einsatz am Morgen spricht der Minister von einer bedeutenden Festnahme. Die verdächtige Person sei Franzose. Zuvor habe es über Wochen hinweg intensive Ermittlungen gegeben.

  • Finn Rütten
    • Finn Rütten

    Die Innen- und Justizminister der EU fordern bei einem Sondertreffen nach den Anschlägen von Brüssel einen besseren Datenaustausch der Sicherheitsbehörden. Die Mitgliedsstaaten könnten nicht länger lebenswichtige Informationen für sich behalten, erklären sie nach ihrer Sitzung in Brüssel. "Manchmal ist es mangelnder politischer Wille, ein Mangel an Koordination und am wichtigsten, in manchen Fällen, ein Mangel an Vertrauen", sagt EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos.

    Die Minister rufen ebenfalls dazu auf, die Sicherheitsmaßnahmen besser umzusetzen, auf man sich bereits im Grundsatz verständigt habe. Dazu gehörten effektive Grenz- und Personenkontrollen sowie der Kampf gegen gefälschte Papiere und gegen den Verkauf von Chemikalien, die zum Bombenbau geeignet sind. "Der Terrorismus ist schnell, aber Europa ist oft langsam", sagt Italiens Innenminister Angelino Alfano.

  • Finn Rütten
    • Finn Rütten

    Belgien ist laut Justizminister Koen Geens im vergangenen Jahr sehr spät von der Türkei über die Ausweisung des Terrorverdächtigen Ibrahim El Bakraoui informiert worden. "Wir wurden erst gewarnt, nachdem das Flugzeug (mit El Bakraoui) in Schiphol gelandet war", sagt Geens mit Blick auf den niederländischen Flughafen in der Nähe von Amsterdam. El Bakraoui war einer der Selbstmordattentäter vom Brüsseler Flughafen. Er wurde am 14. Juli 2015 in die Niederlande ausgewiesen.

    El Bakraoui war 2010 in Belgien zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt worden und vorzeitig freigekommen - offenbar trotz negativer Beurteilung der Gefängnisdirektion. Hätte er seine Strafe vollständig absitzen müssen, wäre er heute noch in Haft. Stattdessen wurde er im Juni 2015 an der türkisch-syrischen Grenze aufgegriffen und danach ausgewiesen.

  • Finn Rütten
    • Finn Rütten

    Zwei Tage nach den Terroranschlägen in Brüssel mit mindestens 31 Toten hat Belgien die Terrorwarnstufe wieder gesenkt. Die bislang geltende höchste Terrorwarnstufe vier wurde auf drei
    herabgesetzt. Das gelte für das ganze Land, teilt das nationale Krisenzentrum mit.

  • Thomas Krause
    • Thomas Krause

    Die EU-Innen- und Justizminister wollen nach den Anschlägen von Brüssel das gemeinsame Vorgehen gegen die Terrorismusbedrohung verstärken. "Das war ein Anschlag in Belgien, aber das Ziel dieses Anschlags war auch Europa", sagt Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) nach dem Sondertreffen mit seinen Kollegen in Brüssel. Die Minister hätten dabei vereinbart, Schritte im Anti-Terrorkampf "mit größerer Geschwindigkeit und einem größerem Ernst" umzusetzen.

  • Thomas Krause
    • Thomas Krause

    Der Bruder des mutmaßlichen Selbstmordattentäters Najim Laachraoui, Mourad Laachraoui, verurteilt "die Attentate, an denen er (sein Bruder) beteiligt war, in Frankreich und Belgien", berichtet die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf ein Schreiben des Zitierten. Laachraoui habe keinen Kontakt mehr zu seinem Bruder Najim gehabt, seit dieser im Februar 2013 nach Syrien gereist sei.

  • Thomas Krause
    • Thomas Krause

    Der vergangene Woche festgenommene mutmaßliche Paris-Attentäter Salah Abdeslam plante nach einem Bericht des belgischen Senders VRT in Brüssel einen ähnlichen Anschlag wie im November in der französischen Hauptstadt. Die Ermittler gingen davon aus, dass Abdeslam und zwei weitere Personen Sturmgewehre einsetzen wollten, während andere sich in die Luft sprengen sollten, meldet der Sender ohne Nennung von Quellen.

  • Thomas Krause
    • Thomas Krause

    Papst Franziskus wirft bei der rituellen Fußwaschung am Gründonnerstag Waffenherstellern vor, mitverantwortlich zu sein für die Angriffe in Brüssel.

  • Alexander Meyer-Thoene
    • Alexander Meyer-Thoene

    Der tschechische Innenminister Milan Chovanec hat eine Verbindung zwischen den Anschlägen von Brüssel und dem Flüchtlingszustrom gezogen. "Wer gedacht hatte, dass unter der einen Million Menschen, die nach Europa gekommen sind, nur lauter Engel sind und keine Terroristen oder Verbrecher, der war naiv".

  • Alexander Meyer-Thoene
    • Alexander Meyer-Thoene

    Die rechtskonservative polnische Regierung plant neue Antiterrorgesetze. Vorschläge sollen im April vorgelegt und im Mai vom Parlament beschlossen werden, so Innenminister Mariusz Blaszczak. Vor dem Nato-Gipfel in Warschau am 8. und 9. Juli und dem Weltjugendtag der katholischen Kirche vom 27. bis zum 31. Juli in Krakau, zu dem Papst Franziskus erwartet wird, sollten die Gesetze in Kraft sein.

  • Alexander Meyer-Thoene
    • Alexander Meyer-Thoene

    Die Bundesanwaltschaft hat einen Haftbefehl gegen ein mutmaßliches Mitglied der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) erwirkt. Der 19-jährige Syrer soll sich 2013 in Syrien dem IS angeschlossen und auch an verschiedenen Militäroperationen teilgenommen haben, wie die Anklagebehörde mitteilt. Anhaltspunkte für konkrete Anschlagspläne liegen demnach nicht vor. Die Ermittler sehen auch keine Bezüge zu den Anschlägen in Paris und Brüssel.

  • Alexander Meyer-Thoene
    • Alexander Meyer-Thoene

    Die EU-Innen- und Justizminister treffen sich gerade zu einem Sondergipfel in der belgischen Hauptstadt. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sagt in Brüssel, die Minister wollten Belgien ihre Anteilnahme bekunden, aber auch "Konsequenzen ziehen". Er verlangt auch einen "besseren Informationsaustausch", um Terrorverdächtige in Europa aufzuspüren. Zudem müssten europäische Datenbanken im Reise-, Migrations- und Sicherheitsbereich verknüpft werden.

  • Alexander Meyer-Thoene
    • Alexander Meyer-Thoene

    Der Flughafen Brüssel hat bekanntgegeben, dass alle Flüge bis mindestens Montag den 28. März gestrichen sind.

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